bessere Förderleitungen???

  • Servus Leute,

    wie ich des öfteren schon lesen konnte verarbeite ich nicht als einziger "GF-Materialen".
    Wir selbst verarbeiten PAGF15; PAGF30; PAGF50; PPGF10; PPGF20 und noch einzelne Exoten.

    Habt ihr auch Probleme mit der Haltbarkeit der Förderleitungen.
    Speziell meine ich Lochfrass :grinning_squinting_face: in den Bögen 45°; 90° und selbst gerade Leitungen.

    Hoffe auf viel Resonanz....

  • Hallo KUKA,
    wie qs schon schrieb, Glas ist die Lösung.

    Wir verarbeiten ebenfalls viel PA.
    Wir hatten früher auch in den Bögen (Metall) nach kurzer Zeit Löcher drin. Seit wir auf Glasbögen umgestellt haben ist Ruhe.

  • Danke für eure Antworten,

    wir selbst haben auch schon Glasbögen, leider ist die Einwirkungen von außen nicht so toll. Mehrere sind schon zu Bruch gegangen, zB durch Vibration. Ein Bogen direkt zur Maschine ist nicht machbar durch die Aggregatbewegung.
    Fördergeschwindigkeit ist schon reduziert...
    Ich dachte halt: Da muss es noch was anderes geben.

    Wie macht das die Zuckerindustrie? Die müssen ja ein verschleiß haben...

    petersj
    du meinst sicherlich die Gummibögen? Wie sieht das bei verschiedenen Materialien aus PP, ABS, PA, POM, PC usw. Kennst du dich da aus?

  • Kuka
    Wir wechseln in der Regel bei Materialwechsel auch den Schlauch. Entsprechend für Schwarzes Produkt einen schwarzen Schlauch (Tankschlauch wegen der statischen Ableitung und hält auch lange). Für weißes oder farbiges Material Schläuche mit weisser Seele (meist Chemie Schläuche aber immer antistatisch) und bei einigen transparenten Produkten z.B. PVC oder TPU Schläuche. Bei Vakuumförderung natürlich mit Drahtstabilisierung sonst klappen die einfach zusammen. Alle Schläuche sind nicht billig und werden regelmässig kontrolliert. Denn fegen müssen die Maschinenführer - also passen sie auch auf, dass die Schläuche heil bleiben.

    Bei Zucker kann sich kein Engelshaar bilden wegen des Kristallgefüges. Wenn Zucker kallt ist kann er nicht schmieren, Kunststoff teilweise schon. Es wird aber nur selten Engelshaar bei PA geben - haben wir jedenfalls noch nie gehabt

    Edited once, last by petersj (December 9, 2008 at 1:17 PM).

  • Quote

    Original von petersj
    Kuka
    Wir wechseln in der Regel bei Materialwechsel auch den Schlauch. Entsprechend für Schwarzes Produkt einen schwarzen Schlauch (Tankschlauch wegen der statischen Ableitung und hält auch lange). Für weißes oder farbiges Material Schläuche mit weisser Seele (meist Chemie Schläuche aber immer antistatisch) und bei einigen transparenten Produkten z.B. PVC oder TPU Schläuche. Bei Vakuumförderung natürlich mit Drahtstabilisierung sonst klappen die einfach zusammen. Alle Schläuche sind nicht billig und werden regelmässig kontrolliert. Denn fegen müssen die Maschinenführer - also passen sie auch auf, dass die Schläuche heil bleiben.

    Bei Zucker kann sich kein Engelshaar bilden wegen des Kristallgefüges. Wenn Zucker kallt ist kann er nicht schmieren, Kunststoff teilweise schon. Es wird aber nur selten Engelshaar bei PA geben - haben wir jedenfalls noch nie gehabt

    Bei eriner Materialförderanlage dürfte es etwas kompliziert sein jedesmal die Schläuche zu wechseln :confused_face:

  • KVL
    Es geht da nur um die Bögen. Als gerade Leitungen bestehen mindestens paarweise ALU- und Edelstalleitungen (je nach Produkt). Gerade Leitungen werden evtl auch getauscht (nach Zustand), durchgebürstet (Sanitärmaschine) oder wenn nichts zu sehen ist nur durchgeblasen. Auf jeden Fall wird eine Probeförderung durchgeführt und das Probematerial muss einwandfrei sein. Alles wird in entsprechenden Formularen in Datenbanken dokumentiert und unterschrieben.

  • Das ist richtig. Wir produzieren das Granulat, dass ihr in Form bringt. Und das sind pro Extruderstrasse mehrere Tonnen pro Stunde. Also bei Engelshaar in der Ware würdet ihr reklamieren! Und durchgescheuerte Rohrbögen bilden auch bei uns Verlust und Verschmutzung.

  • Ich habe bemerkt, dass sich die Beiden Themen ein bissi vermischen - ich selbst habe auch schon Probleme :grinning_squinting_face:

    Eigendlich wollte ich hier Fragen:
    Wie wäre es denn wenn man die Bögen aus PA6GF30 machen würde, wenn man ein eben solches durchjagt?

    Ich finde, dass es keinen Unterschied macht ob das Material aus dem Oktabin oder aus dem Trockner kommt, Beide Leitungen gehen kaputt. Edelstahlbögen sowie auch Schläuche mit Spiralen, gerade bei den Schläuchen ist es egal wie Stark diese sind - alle sind irgendwann durch.

    Was habt ihr im allgemeinen für einen Durchmesser der Leitungen?

  • Möchte hier nochmal anknüpfen. Jeden Tag ist eine Leitung durch und damit werden wir auf Dauer nicht Glücklich.
    Wir haben jetzt jede Menge verschiedener Schläuche Ausprobiert und was wirklich tolles war nicht dabei. Eine Weltheilmittel wird es wohl nicht geben.
    Mich kotzt es nur an, da hat man eine saubere Produktion und dann schießen die Granulatkörner in der Gegend rum. Wenn man dann eine Leitung ausfindig gemacht hat, kann man die manchmal nichteinmal reparieren, weil die unmöglich zu erreichen ist.

  • Ja, das Problem ist die Geschwindigkeit, mit der das Granulat durch die Rohre fliegt und überall gegenprallt. Ich habs schon irgendwo mal beschrieben : Taktschubförderanlagen. Funktioniert bei uns ganz gut. Granulat wird praktisch angesammelt in einem Behälter. Zeitabhängig wird der ganze Inhalt dann mit sehr niedriger Geschwindigkeit praktisch als Pfropfen durch die Leitung gefördert. Dadurch gibt es kein Gehopse der Granulatkörner mehr und sie schlagen die Rohre nicht mehr so stark kaputt. Engelshaar ist auch deutlich weniger, aber nicht vermeidbar. Ist aber vielleicht bei den verhaltnismäßig geringen Mengen zu den SGMs nicht so richtig möglich. Oder es muss vor jede Maschine ein Vorrat gestellt werden mit einer kurzen Verbindung.

  • Die Granulatbeförderungsgeschwindigkeit -schönes Wort- wurde soweit runtergedreht, das die letzte, am weitesten entfernte Maschine ganz wenig Material bekommt und halt öfter saugen muss. Auch haben wir unsere Pumpe auf 3Pumpen erweitert um das gezielt einstellen zu können.
    Auch haben wir die Luftzufuhr an der Sauglanze reduziert, damit sich das ganze verschluckt und Stoßweiße gesaugt wird.

    Alles in Allem ist es dennoch nicht DAS gewünsche Ergebnis, da es eher mehr Probleme verursacht als Nutzen gewonnwn werden kann.
    Das Material neben den Maschinen oder mit geringerer Entfernung als jetzt ist nicht möglich, weil alles in der Materialvorbereitung bereit gestellt wird.

    Was ich mich desöfteren schon Fragte: Wäre es denn nicht möglich, dass GF-Material statt zylindrisch einfach Linsenförmig oder Kugelförmig herzustellen?

  • Linsengranulat setzt eine UWG (Unterwassergranulierung) voraus, die nicht bei allen Kompoundeuren vorhanden ist. Die Stranggranulierung ist einfacher und billiger. Ich glaube aber auch nicht, dass die Linsen die Rohre nicht mehr so rasieren würden. Ich weiß auch nicht, ob sich GF-verstärktes Material mit einer UWG verarbeiten lässt. Da müsstet ihr als Verarbeiter einfach mal anfragen, ob so etwas lieferbar ist. Ich kann mich nicht erinnern hier schon einmal soetwas gesehen zu haben.

  • Wir wechseln auch ständig Rohre und Schläuche.
    Ich persöhnlich glaube nicht das die Form des Granulates die Ursache beeinflusst.Es ist die schiere Auflschlaggeschwindigkeit der Körner die alles kaputt macht.Ähnlich wie sandstrahlen.Und es sind ja tausende Körner die auf die Flächen treffen.

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