Archivierung der Einstelldaten

  • Hallo zusammen.

    Da es bei uns immer wieder Probleme mit der Archivierung von Maschineneinstelldaten gibt (oft defekte Disketten etc.), wollte ich einfach mal in die Runde fragen, wie ihr mit diesem Thema umgeht.
    Wie archiviert, sichert ihr eure Einstelldaten ?

    Ich würde mich über Rückmeldungen freuen.

    Gruß
    TThias

  • Hallo Zusammen,
    haben Vordrucke die in der Fertigung ausgefüllt werden. Diese Parameter werden in einer Produktionsmappe für jeden Artikel archiviert. Zudem auch noch im Exel-vordruck auf dem Server gespeichert.
    Wenn die Einrichter es jedesmal ausfüllen kann also nichts schiefgehn.
    Gruß LCP

  • Hallo TThias,

    ohne auf irgendwelche Diskettenhersteller rumzuhacken, möchte ich hier mitteilen, dass nicht alle Disketten die gleiche Qualität aufweisen.
    Bevor wie unsere Parameter über einen Leitrecher/Netzwerk speicherten, haben wir 3x den Hersteller gewechselt. Wobei der teuerste nicht der Beste war. Weil bei dem nahezu alle reihenweiße defekt gingen.
    Ich hoffe, dass ihr für jeden Artikel eine eigene Disk habt und diese SICHER aufgeräumt wird.
    Wir haben auch lange spekuliert, woran es liegen könnte, bis hin zum Laufwerkwechsel. Metallschränke. Sonneneinstrahlunggeschütze Hüllen usw.

    Zum Schluss kamen wir nur auf unsachgemäße Handhabung und die Qualität der Disks.

    PS. meist konnten wir die Daten mit einen PC retten, durch kopieren und erneutem abspeichern auf eine andere Disk. Leider war es auch hier nicht mit jedem PC möglich :face_with_rolling_eyes:

  • Auch wir hatte immer mehr Programme zu sichern. Da wir nur ARBURG-Maschinen haben, war die Entscheidung einfach: Arburg bietet eine Software an für PC, die sich Copylog nennt. Hier können Programme und Systemdisketten entsprechend gesichert, kopiert und verwaltet werden. Dann begann das Problem mit der Qualität der Disketten. Da Disketten ein Auslaufprodukt sind sinkt leider die Qualität der Datenträger. Also sind wir dann übergegangen zu einem Leitrechner. Es wird auch langsam immer schwerer entsprechende Diskettenlaufwerke in den PCs zu bekommen. Als Leitrechner, alles vernetzen und die EDV dazu verdonnert eine tägliche Datensicherung zu machen. Ausserdem mussten sie uns eine Verfügbarkeit des Servers von 99,8% der Tageszeit garantieren (klappt auch - im Schnitt). Mit einem Leitrechner lassen sich nicht nur die Programme speichern und verwalten, sondern es könnte auch die Auftragsplanung gemacht werden (entfällt bei uns), Werkzeugarchivierung mit Zeichnungen und Pflegeterminen usw. Diese Leitrechner ist ebenfalls von ARBURG (ALS). erkann auch andere Maschinen als ARBURGS bedienen. Sicher nicht die billigste Lösung aber durch die Möglichkeiten der Fernwartung der Software sehr zuverlässig. Es wäre sogar eine Benachrichtigung bei Maschinenfehlern an den zuständigen Einrichte möglich.
    Der Vollständigkeit halber sei aber gesagt : Es gibt auch freie Programmsoftware von anderen Herstellern. Es muss aber immer geprüft werden, ob alle wichtigen Daten auch wirklich gespeichert werden. Daten von Nockenfeldern müssen immer von Hand eingepflegt werden. Da helfen nur entsprechende Formblätter, die man sich meistens selber bauen muss.

  • HK

    Hast du das Thema gelesen Urparameter, das ist wirklich fast Uralt und wir haben auch noch Memo (von Battenfeld) :face_with_tongue:

    TThias
    Das Programm bzw die Software wurde schon desöfteren angesprochen. Hier ist es aber von nöten sich von den Maschinenherstellern (wenn ältere Maschinen dabei) sich entsprechende Schnittstellen zu zulegen, wenn nicht vorhanden.
    ProSes heißt das Programm.
    Es werden immer die aktuellen bzw die zuletzt abgespeicherte Daten an die Maschine gesandt.


    Aber ich würde mich mal erkundigen, ob es nicht eventuell möglich ist, anstelle eines Disketten-Laufwerk ein HDD-Laufwerk mit Adapter anzuschließen. Der Maschine ist es ja egal von welchem Medium eingelesen wird und die Dateiendung wird ja nicht verfälscht. Unter Umständen mal bei Conrad oder Pearl schauen. Dann hast du einen festen Speicherplatz, bevor was in eine Software investiert wird.

  • Ich halte nicht viel von maschinengebundenen HDs.
    1. Geht die HD kaputt sind die Daten erst mal futsch.
    2. Wie unten gesagt, wird bei gleichem Programmname das Urprogramm gelöscht. Nicht gut.
    3. Bei einer Server gestützten Version kann leicht jede Woche (mindestens) eine Datensicherung gefahren werden. Von allen Maschinen. Wird meist über die EDV gemacht.
    4. Nie die Urprogramme löschen! durch personenbezogenes Optimieren kann es vorkommen, dass nach einem Jahr ein ganz anderes Programm entstanden ist. Dieses Kann sogar schlechter laufen als das Original, nur keiner merkt das. Neu optimierte Programme müssen vom "Meister" genemigt und frei gegeben werden. Alle anderen Programme müssen automatisch zu einem Archivprogramm werden. Dann kann auch eine entsprechende Statistik erstellt werden und es ist ein wirkliches Optimieren, weil man immer auf die vorherigen Programme zurück greifen kann.

    Sicherlich ist eine HD pro Maschine eine billige Lösung. Das ist aber auch alles. Alle anderen Bereiche gehen damit auf dem Zahnfleisch. Weil nie ein Zugriff auf die Programme Offline stattfinden wird. Mit einem vernünftigen Archivierungsprogramm können die Programminhalte auch offline verglichen werden. GgF. sogar zwischen verschiedenen Maschinen. Keiner braucht sich mehr Programmzettel auszudrucken, keiner macht beim Programmieren Übertragungsfehler (Zahlendreher, Nullstellen etc).
    Programm einlesen vom Großrechner (kann auch ein PC im Meisterbüro sein). Nur zugelassene Programme können gelesen werden. Weniger Fehler, schnellerer Produktionsbeginn.

    Geht doch einfach mal zu den Programmierern und Herstellern hin oder last sie kommen und lasst euch entsprechende Softwares zeigen und vorführen. Besprecht mit denen ob und welche Maschinen angeschlossen können und welche Optionen bestehen. z.B. wie bekomme ich Daten an Maschinen ohne Programmierlaufwerk usw. Wenn ein Hersteller etwas verkaufen will kümmert er sich um die Kunden und das kostet nichts.
    Es kostet aber sehr viel Euronen, wenn Datensätze verloren gegangen sind. Und e ist nich einfach Cheffe klar zu machen, die Daten in einen dunklen Rechner zu laden und alle Maschinen mit einem Kabel an diesem Rechner an zu schließen und eine Software zu kaufen. Aber es ist bestimmt billiger 10.000- 20.000 Euros abschreibungsfähig für eine vernüftige Datensicherung auszugeben. Muss er halt sene S-Klasse 1 Jahr länger fahren (das darf man ihm aber nicht sagen).

  • Quote

    Original von petersj
    2. Wie unten gesagt, wird bei gleichem Programmname das Urprogramm gelöscht. Nicht gut.
    3. Bei einer Server gestützten Version kann leicht jede Woche (mindestens) eine Datensicherung gefahren werden. Von allen Maschinen. Wird meist über die EDV gemacht.
    4. Nie die Urprogramme löschen!

    Richtig. Das ist schlecht wenn Urprogramme gelöscht werden. Deswegen werden bei uns Disketten-Abspeicherungen -1, -2, -3 usw bezeichnet. Ebenso auf HDD.
    Im Server wird das Datum der Absicherung als Eigenschaft und Zuweißung benutzt und damit kann man die Überspeicherung ausschließen.

  • Ich muss folgendes zugeben:
    Wir haben 3 Produktionsstätten (2x Deutschland, 1xEngland) mit insgesamt 28 netzwerkfähigen Maschinen. Alle drei Produktionsstätten sind sowieso vernetzt. Insgesamt liegen auf dem Leitrechner jetzt 4512 Programme in den Kategorien Produktion, Archiv, Musterung und Sonder. Das auf dislketten zu lagern sehen wir als nicht sinnvoll an. Durch die Vernetzung haben alle Produktionsstätten auf alle Programme Zugriff. Nicht alle Stätten produzieren alle Materialien, normaler Weise. Aber unverhofft kommt oft. So kann Stätte C auf die Programme der Stätte A oder B eben so zu greifen wie auch in allen anderen Richtungen datensätze gezogen und geschoben werden können.
    Auch ein Vorteil eines Leitrechners.
    So brauchten wir die Software auch nicht alleine zu bezahlen, sondern der Posten ging schon mal durch 3. Das Teuerste ist ohnehin die örtliche Vernetzung und die Aufbereitung der Maschinen. Denn die müssen in der Regel erst mal netzfähig gemacht werden. Ist so ein System erst einmal installiert und die Bediener erkennen die Möglichkeiten und wollen gar nicht mehr ohne.

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