"Mustermeister" für Erstmusterung und Optimierungen

  • Hallo.

    Ich wollte mal einfach fragen, wie Musterungen und Optimierungen an der Spritzgießmaschine bei euch in den Betrieben vorgenommen werden.
    Mustern im Prinzip alle Einrichter alle Teile oder gibt es Spezialisten für gewisse Artikelspektren ? Vielleicht nur einen einzigen Einrichter für Musterungen ?

    Wir überlegen zur Zeit nur noch einen wirklichen "Mustermeister" einzusetzen, der mit der immer gleichen Systematik Teile abmustert und optimiert.
    Diese Person wird natürlich entsprechend geschult und gefördert.
    Ihm steht dann noch ein Stellvertreter zur Verfügung.

    Was haltet ihr davon ?

    Gruß
    TThias

  • Moin,

    erstmal find ich das gut.

    Bei uns wird da nochmal unterschieden.

    Neuentwicklungen werden ausschließlich von einem Spezialisten abgemustert bzw. in Verbindung mit dem später zuständigen Einrichter zusammen. Der Vorteil (wie Du schon schreibst) ist, dass durch einen Spezialisten die Musterungen systematisch ablaufen. So können von Anfang gezielt Probleme erkannt und für Abhilfe gesorgt werden.

    Musterungen bei bestehenden Werkzeugen (z.B. eine Konturänderung) werden größtenteils durch die Einrichter selber durchgeführt. Hier werden dann allerdings die Ziele / Besonderheiten vor der Musterung kurz durchgesprochen.

  • Hallo HK.

    Vielen Dank für die Info.
    Ich sitze gerade in der Besprechung, wo es um dieses Thema geht.
    Deine Rückmeldung habe ich gerade laut vorgelesen und wir haben uns für einen Mustermeister entschieden :smiling_face:

    Danke.

    Gruß
    TThias


    P.S.: Werde in einigen Wochen mal berichten, wie unsere Erfahrungen sind.

  • Quote

    Original von Kuka
    Ich finde den Grundgedanken von euch Beiden gut, aber leider bringt nicht immer eine schematische Musterung die besten Ergebnisse, da die Verhältnisse nie gleich sein können. Sprich: Werkstoff, Geometrie etc.

    Das ist schon klar, ist auch nicht mit Schema gemeint. Das geht ehr in die Richtung wie gehe ich eine Musterung an. Was muss ich beim Werkzeugeinbau beachten, worauf habe ich gerade bei Neuentwicklungen zu achten usw. Da gibt es diverse Punkte, die unabhängig von dem zu musternden Werkzeug sind.

  • Da hat HK recht,
    jeder einrichter wird egal welche form, geometrie, ein gutes teil aus der neuform zu stande bringen.

    so soll es aber nicht sein, aus diesem grund gibt es in den fimen musterabteilungen, oder personen die diese erstbemusterung machen.

    aufgrund der standardisierten ( betrieblichen ) vorgehensweiße lassen sich am anfang ev. schon probleme erkennen, und mann versucht erst garn nicht auf biegen und brechen ein gutes teil herauszuholen, was auch möglich wäre.

    mfg

    Edited once, last by Hummel (January 20, 2010 at 12:58 PM).

  • Quote

    Original von Hummel
    aufgrund der standardisierten ( betrieblichen ) vorgehensweiße lassen sich am anfang ev. schon probleme erkennen, und mann versucht erst garn nicht auf biegen und brechen ein gutes teil herauszuholen, was auch möglich wäre.

    mfg

    Du sprichst mir aus der Seele. Genau so ist es :smiling_face:

  • Das muss ich wirklich sagen, ein Standarisierter Ablauf bei der Musterung ist Gold wert.
    Wichtig dabei ist das dieser Mustermeister mit Teilekonstrukteur, Werkzeugkonstrukteur und Werkzeugmacher gut zusammenarbeitet.
    Und diese 3 Personen beim Anlauf des Werkzeuges dabei sind.
    Somit kann man während der ersten Musterung auf einige Probleme eingehen. Wenn der Mustermeister auch noch diese Probleme gut erklären kann und Lösungsansätze hat, dann ist das schon ein Riesenschritt in Richtung "gutes Serienwerkzeug.

    Wenn dann die 3 ohne ihre "Standard-Haltung" :winking_face: "Ich habe alles richtig gemacht" dabei sind, dann hat man eine sehr gute Musterabteilung.

  • Ich verstehe was ihr meint und wo ihr hinwollt. Nach standard läuft doch sowieso der Alltag? Was soll ich denn bei Serienwerkzeugen anderst machen als bei Neuwerkzeugen??
    Teilweise sind aber auch Ablaufschemen zu Kernzug und Auswerfern etc. an den Werkzeugen beschrieben.

    Großartig anderst ist das nicht, was ich aber begrüßen würde, wäre die gleiche Ausführung im Bericht, weil immer der selbe Wortschatz verwandt wird und dementsprechend jeder weiß um was es geht.

    Quote

    Original von TT
    Das muss ich wirklich sagen, ein Standarisierter Ablauf bei der Musterung ist Gold wert.
    Wichtig dabei ist das dieser Mustermeister mit Teilekonstrukteur, Werkzeugkonstrukteur und Werkzeugmacher gut zusammenarbeitet.
    Und diese 3 Personen beim Anlauf des Werkzeuges dabei sind.
    Somit kann man während der ersten Musterung auf einige Probleme eingehen. Wenn der Mustermeister auch noch diese Probleme gut erklären kann und Lösungsansätze hat, dann ist das schon ein Riesenschritt in Richtung "gutes Serienwerkzeug.

    Wenn dann die 3 ohne ihre "Standard-Haltung" :winking_face: "Ich habe alles richtig gemacht" dabei sind, dann hat man eine sehr gute Musterabteilung.

    Passt!

  • servus kuka,
    Zuallererst macht man wenn das wz aufgrüstet ist erst einmal eine Funktionskontrolle der form, ob alle auswerfer, oder schieber, kernzüge, in einem sicheren bereich ausgefahren wurden, oder genug frei sind, damit ev die auswerfer schon einen schieber treffen können ,die form beschädigen. sollte man auch bei serienwz machen.
    z.b. eine füllstudie, was bei serienwerkzeugen mit sicherheit nicht gemacht wird, da wird nur der ( meißt nachdruck ) beim ersten schuß weggenommen, und ev. der umschaltpunkt verlegt.
    eine siegelpunkt bestimmung, das macht man bei serienwerkzeugen auch nicht
    programierung des Ablaufs ( kernzug, nadelverschluß, hk optimierung, allgemeiner maschinenablauf )
    eine max und min nachdruckermittlung
    eine messung der formtemperaturen
    Zykluszeit versuche, min und max
    Versuche mit vesch geschwindigkeiten und Umschaltpunkten beim einspritzen ( Teilabhängig )
    usw.
    usw.
    Da können Musterungen schon mal zwei Tage in anspruch nehmen, da ja alles auch noch dokumentiert werden muß.
    mfg

    Edited 3 times, last by Hummel (January 21, 2010 at 1:41 PM).

  • Das Problem ist ,das jeder Einrichter seinen eigenen Stiel hat.Der Gleiche artikel mit 3 verschieden Programmen und alle Teile sind OK.
    Das ist bei einer Musterung aber nicht Sinn der Sache.Bei Musterungen (gerade bei Erstmusterungen)sollen eventuelle Schwachstellen erkannt werden(Fließwege,Entformungsverhalten etc.)
    Wenn Schwachstellen auftreten,werden diese behoben,bis das Teil optimal ist.
    Gröstmögliche Prozesssicherheit bei gröstmöglichen Ausstos mit gröstmöglicher Qualität.
    Das ist eigendlich das zu erreichende Ziel.Und das erreichen nun mal nur sehr erfahrene und sehr gut ausgebildetet Fachkräfte.(Ich spreche niemanden hier persöhnlich an!!!!)
    Und deswegen ist die Umsetzung zu einem Mustermeister für den Betrieb ein Schritt nach vorne.

    Es darf nur nicht vergessen werden sich Feetback aus der Produktion zu holen,wenn der Artikel mal mehrere Produktionen gelaufen ist.Da kann man eventuallitäten herrausfinden die bei einer Musterung noch keine Rolle gespielt haben.

    Edited once, last by Uziel (January 21, 2010 at 3:34 PM).

  • Da bin ich mit dir einer Meinung. Aber selbst das, würde bzw müsste doch jeder Einrichter auch machen, wobei ich da wieder am Anfang stehe :face_with_rolling_eyes: Weil das natürlich nciht so ist.

    Kurz und knapp, ja es sollte einen Mustermeister geben.

  • Hallo TThias,

    das wird recht unterschiedlich egehandhabt.

    War vor meiner freiberuflichen Tätigkeit 4 Jahre bei einem mittelständischen Betrieb als "Verfahrensingenieur für den Spritzguss" tätig.

    Wir waren in unserer Grußße zu viert, wovon 3 ein Diplom besassen...

    Leider haben nicht alle Firmen die Möglichkeit sich solch qualifiziertes Personal z halten.

    Bei der Abmusterung ist Systematik wichtig, nicht ein Schema, da hatte ein Kollege woh was falsch verstanden.
    Wichtig dabei ist, gerade in der Serienanlaufphase, dass man die Personen, die später mit den Werkzeugen arbeiten müssen, mit einbezieht!

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