• Servus, habe da ein kleines Problem,

    Wir sollen Teile aus Leitgummi herstellen, da ich mit diesem Bereich selten etwas zu tun hatte wäre ich über einige Infos dankbar.

    Diese wären z.b. Hersteller des Materials, Verarbeitung im Spritzguß ( z.b. Form warm oder kalt, oder ähnliches ), weiteres was dieses Thema betreffen würde. :confused_face: :kissing_face:

    mfg

  • Ok, das was ich habe ist:
    In der elektronik wird Leitgummi anstelle metallischer Leiter eingesetzt, wenn nur geringe Ströme übertragten werden müssen. Leitgummi besteht aus mit Kohlenstoffpartikeln ( Graphit, Ruß ) gefülltem Gummi. mehr habe ich auch nicht. :confused_face:

    ob es ein nbr oder sbr ist kann ich aus dem auch nicht sagen, wie gesagt, da bin ich überfragt.

    Einsatzgebiet ist Computertastaturen, mobiltelefone, fernbedienungen. :winking_face:

    Fachbegriffe sind rubber plugs oder display rubbers.

    halt zurück: habe doch noch was gefunden: Leitfähiges Carbon-Gummi, nichtleitendes Silikon-Gummi, ein sehr weicher Silikon-Schwammgummi :smiling_face:

    mfg

  • Hmm, das wird nicht einfach. Ihr werded sicherlich auch noch Angaben / Forderungen bezüglich des Oberflächenwiderstandes oder des Durchgangswiderstandes bekommen.
    Die Leitfähigkeit richtet sich dann nach der Art und Menge des verwendeten Leitrußes oder Grafites. Man kann aber auch z.B. Kohlefasern als elektrischen Leiter einsetzen. Oder auch metallische Fasern (beliebt ist z.B. "Beki-shield") kommen zur Anwendung.
    Wenn ihr Silikonmassen einsetzt wird es sicher ein 2-Komponenten-Material werden. Ansonsten könnt ihr euch nur auf die (hoffentlich) mitgelieferten Herstellerangaben verlassen.
    Die Leitfähigkeit hängt oft von der Oberflächenqualität ab. Aber eine schöne Oberfläche muss nicht unbedingt gut leiten. Zu viel Scherung in der Maschine kann bei Fasern zu zu kurzen Fasern und damit schlechter oder gar keiner Leitfähigkeit führen (zu wenig Überschneidung und Berührung der Fasern). Bei Leitruß ist es ähnlich. Experimente werden also nicht ausbleiben.

  • Also wenn es ein Elastomer ist kann ich dir ein paar Verarbeitungsdaten aus eigener Erfahrung aus unserem Betrieb sagen.

    Zylindertemperatur: 60-80°C
    Werkzeugtemperatur: 150-180°C
    Nachdruckzeit: Meist nur 1-1,5 Sek.
    Ansonsten kann man die selbe Schnecke verwenden wie bei der Thermoplastverarbeitung. Der massezylinder wird halt noch mit Wasser temperiert und nicht mit Strom. Der Massezylinder ist Doppelwandig damit dort das Wasser durchfließen kann.

    Wenn sonst noch irgendwelche Fragen sein sollen stehe ich gerne zur Verfügung.


    Gruß

  • Hallo Hummel,

    anknüpfend an petersj seine Ausführung, hätte ich noch dieses Thema: Please login to see this link.

    Ob es nun ein NBR oder SBR ist wirst du ja noch erfahren..... Die angesprochene Orientierung ist wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden!

  • Erstmal Danke für die Antworten,
    Da ich in der Forschung und Entwicklungsbranche tätig bin, soll ja erst einmal versucht werden, ob das umzusetzen ist, was sich andere ausgedacht haben, da ist es vorläufig nicht so relevant ob die angestrebten Ströme auch wirklich so sind wie berechnet wurde.

    In erster Linie geht es das Konzept umzusetzen, und ob es überhaupt ( Bauteilgröße, Herstellung durch Spritzgießen machbar ist ).
    Wie gesagt, Kautschuk ist nicht mein Fach.

    Aber etwas hätte ich noch,
    weiß jemand im Forum einen Hersteller der solche Gummis als Spritzfähiges Material liefern kann und mit dem man in Kontakt treten könnte.

    Ich bin da leider auf kein brauchbares Ergebnis gestoßen.
    Meißt werden fertige Bauteile angeboten, diese sind für uns aber nicht geeignet, wegen der Neuentwicklung und Optimierung ( Neukonzept).

    @DALLMERtiner mit dem Zylinder hatte ich schon gerechnet, ist von Vorteil wenn man für jedes Material eine eigene Garnitur standby hat ( Thermo,Keramik,Duroplaste und Elastomere und diese nur wechseln braucht :smiling_face: )

    mfg

    Edited once, last by Hummel (June 9, 2010 at 8:34 AM).

  • Hummel
    Leider muss ich noch einmal genauer fragen:
    Soll es "Gummi" werden, mit der Konsequenz der thermischen Vernetzung im Werkzeug? Oder kann es auch ein "gummiartiges Thermoplast" sein, welches sich auf einer sogenannten "Standardmaschine" verarbeiten lässt? Es scheint ja noch nicht wirklich ein Material fest zu stehen. Evtl. kann unsere Firma dabei helfen.
    Um der "Werbefalle" zu entgehen: Siehe persönliche Nachrichten.

  • Wie ich schon geschrieben hatte im chat,
    habe ich die angaben aus wikipedia unter den begriff Leitgummi.

    Bei leitgummitypen steht nur:

    nichtleitfähiges silikongummi
    leitfähiges Carbon-Gummi
    schwammartiges Silikonleitgummi

    mir sagen diese drei null.

    wie das bisher hergestellt wurde diese rubber plugs oder display rubbers entzieht sich jeglicher kenntniss.

    wie gesagt, es geht in erster linie um das material, welches wir dann als spritzgießtest auf einsatzfähigkeit prüfen, fertige größe anhand einer versuchsform 1fach werzeug aus alu, in eigenherstellung.

  • @ petersj , werde mich auf jeden fall melden, ist schon mal gut, ev. einen zu haben der solch ein material liefern oder herstellen könnte.
    das ganze muß ich noch demnächst mit dem prof. und dr. besprechen. mfg :winking_face:

  • Ich lese da Leitgummi?


    Und dann was von Silikon damit kenne mich jetzt nicht so aus wollt ihr flexible Platinen machen, also es soll (sehr viel später) auf den Fernseher/Handy zum auffalten ähnlich wie Papier hinauslaufen. Wie wäre es mit einem Elektrisch leitfähigen TPV/TPE ist doch einfacher zum abspritzen oder?

    Will keine Werbung für die Konkurrenz machen aber da ist mir nur einer Bekannt Please login to see this link..

    Leider sind mir keine Transparente Elektrisch leitfähige Kunststoffe bekannt
    ist auch glaube ich nicht möglich (da dürfe dann kein Ruß drin sein) :grinning_squinting_face:

    Gibt es eigentlich Leitermaterialien die Transparent sind?

    mfg Compounder

  • petersj
    Nein, nein ist mein voller Ernst. Die Mustermaterialien die "zusammengemischt" wurden auf Kundenwunsch, waren recht fix da :winking_face:

    Compounder
    Transparente, leitfähige Kunststoffprodukte oder Materialien sind mir auch nicht bekannt. Wo ich mir es noch vorstellen kann wäre bei den angesprochenen Edelstahlfasern, aber selbst hier ist das Grundmaterial nicht Transparent.....
    Please login to see this link.

  • Transparenz und Leitfähigkeit sind zur Zeit noch zwei Sachen die sich beißen. Alle Metalle sind undurchsichtig und Ruß muss so hoch eingesetzt werden, dass es undurchsichtig wird. Die Leitfähigkeit mit Stahlfasern zu erreichen ist nach unserer Erfahrung sehr schwierig und unzuverlässig. Der Einsatz der Fasern muss weit über 5% sein um wirklich leitfähig zu werden. Die von Hummel erwartete Elastizität geht damit definitiv verloren. (Ausserdem kucken immer die Borsten raus) Deswegen benutzen wir für leitfähige Produkte Kohlefasern, Nanotubes, Grafit und / oder Leitruß. Eine elektromagnetische Abschirmung kann auch mit Kupfer erreicht werden, allerdings keine gute Leitfähigkeit.

  • Transparenz und Leitfähigkeit sind zur Zeit noch zwei Sachen die sich beißen. Alle Metalle sind undurchsichtig und Ruß muss so hoch eingesetzt werden, dass es undurchsichtig wird. Die Leitfähigkeit mit Stahlfasern zu erreichen ist nach unserer Erfahrung sehr schwierig und unzuverlässig. Der Einsatz der Fasern muss weit über 5% sein um wirklich leitfähig zu werden. Die von Hummel erwartete Elastizität geht damit definitiv verloren. (Ausserdem kucken immer die Borsten raus) Deswegen benutzen wir für leitfähige Produkte Kohlefasern, Nanotubes, Grafit und / oder Leitruß. Eine elektromagnetische Abschirmung kann auch mit Kupfer erreicht werden, allerdings keine gute Leitfähigkeit.

    Also, dass die Elastizität abnimmt, kann ich mir gut vorstellen. Dass die Fasern wie Borsten rausstehen ist quatsch - wir machen 1A Sichtteile!! Und Glasfaser stehen auch nur raus, wenn man(n) nicht weiß: ....wie verarbeiten....
    Stahlfasern werden bei uns mit bis zu 7% eingemischt.

  • Kuka
    Glasfasern so zu verarbeiten, dass es eine feine Oberfläche gibt sehe ich auch nicht als das große Problem an (ausser über 50%). Ich meinte aber die Stahlfasern (Beki-Shield). Ich hab das schon mehrmals versuchen dürfen, aber irgendwie kommen mir die Borste immer wieder durch die Oberfläche. Nicht lang, aber so, dass die Teile auf einer Stoffoberfläche hängen bleiben. Tipps???
    Für eine statische Aufladungsableitung funktioniert das auch noch mit 7%. Wird aber eine wirkliche Leitfähigkeit (<100 Ohm) gesucht ist a.) die Farbe weg und b.) landen wir immer über 20 - 30%. Also z.B. der Wunsch ein brilliantes Rot in ABS als leitfähig hin zu bekommen und noch eine gute Haptik zu haben wird mir verwehrt

  • Wir machen Bürostühle:exclamation_mark: bei dem die Berührungsteile leiten bzw ableiten müssen, damit die Mitarbeiter nicht immer einen "Schlag" bekommen. Wenn da dann Stoff hängen bleibt.....
    Hast du dir das Thema mal durchgelesen, was ich schon zweimal gepostet habe? Darin habe ich geschrieben, dass 100V durchgehen müssen - ob es am Messgerät 100V sind ist mir jetzt nicht bewusst, ich denke es sind 100Ohm die gemessen werden. Ich hole heute das Gerät zum Messen sowieso raus da eines der besagten Werkzeuge zum Einsatz kommen.

    Tipps:question_mark:, mmmh, per PN (erst wenn ich alles zusammengetragen habe Mat.bez. usw) sonst sind wir die Aufträge los :smiling_face:

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