• Hallo männers,

    hab da noch ein Problem. Wir verarbeiten auf einer Engel Duo 450 Pico das Material Xenoy (PC-PBT Blend). Daraus fertigen wir Duschrinnen. Diese Duschrinnen fertigen wir in vier Längen: 600mm, 800mm, 900mm, 1100mm. Bei den Rinnen von 600mm bis 900mm haben wir da keine Probleme. Bei der 1100mm Rinne, haben wir erhebliche Massepolsterschwankungen. Komischerweise tritt das nur in regelmäßigen Abständen auf (alle 10 Schuß). Das merkt man nazürlich auch an der Rinne da sie Verzug aufweist. Jetzt die Frage: Wie kann das sein das die Maschine 9 Gut-Teile macht und dann wieder ein schlechtes? und das dann in den regelmäßigen Anständen? Wir haben die Rückstromsperre und die Leckströmung der Schnecke überprüfen lassen und wissen nicht weiter wie das passieren kann.

    Danke im Vorraus


    Gruß

  • Salü,
    Wie ist dein L/D Verhältnis Der Schnecke ?
    Hört sich für mich Nach Zu Thermischer Überbelastung der Schmelze an, Versuch´s mal mit Plastifizierverzögerung bis Kühlzeitende.
    Und Überprüfe deine Massetemperatur, Optimiere Deine Heizung in der Einzugszone, Reduziere ggf. die Schneckendrehzahl, oder Dosiere mit Profil.
    Polsterschwankungen ins + oder- ?, Verweilzeit des Granulates im Trichter ( Material zu Kalt ) ?

    Gruß Leader

  • Seh ich das richtig? Dein Massepolster geht ins Minus? Wie geht das? Massepolster = 0 ist Schnecke ganz vorne. Wenn das dann ins Minus geht kuckt sie Schnecke aus der Düse raus (übertrieben gesehen)?
    Das sieht ja ganz nach einem Fehler in der Wegmessung aus.

  • Ich will mal ein paar Themen auflisten :smiling_face:

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    Quote

    Original von DALLMAtiner

    Komischerweise tritt das nur in regelmäßigen Abständen auf (alle 10 Schuß).

    Bei zyklischen schankungen ist das hier interessant
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  • Ich sehe das so, dass ihr an der Obergrenze der maximal sinnvollen Dosiermenge arbeitet. Dadurch wird es sein, dass nicht richtig aufbereitetes Material vor der Schnecke landet. Der optimale Dosierweg liegt zwischen min 1 und max 3 mal Schneckendurchmesser. Alles andere ist Schönmalerei. Es werden zwar immer längere Dosierwege von den Maschinenherstellern propagiert, weil die Spritzgießer keine andere Zylindergarnitur kaufen wollen, aber wie man auch immer wieder sieht, ist das Ganze dann "suboptimal". Auch bei euch ist zu sehen, dass es bei der 900er Tasse noch funktioniert. Bei der Grossen ist dann Schluß. Die Verweilzeit der zuletzt dosierten Masse ist dann zu gering, bzw. die Masse ist noch nicht richtig durchgeknetet, es befinden sich evtl. noch Blasen in der Masse. Vielleicht sind einzelne Bereiche auch noch gar nicht aufgeschmolzen.
    Ihr habt gewaltige Dosierunterschiede zwischen der kleinsten und der grössten Rinne. Und soetwas kann nicht zwangsläufig mit ein und derselben Zylindergarnitur (Schneckendurchmesser) gefahren werden.

  • Jepp sehe ich genau so
    Damit kämpfen wir auch schon seit jahren. Es soll eben jede Eventuallität abgedeckt werden.
    Gerade heute habe ich einen Forrm gemustert. Darin waren 4 Artikel ( Nester mit drehbarer Angussbuchse).
    Artikel

    • 34 gramm
    • 30 gramm
    • 7 gramm
    • 7 gramm

    Engel 80 mit 40 ´ger Zylinder.
    Die ersten waren noch ganz in ordnung.
    Bei 7 gramm war es dann ziemlich schwierig, da sie nach 7 - 8 Schuss nicht mehr dosiert hat. War ziemlich lästig.
    Wenn alles in Ordnung ist, werden dann zwei Serienformen gebaut.
    Es steckt auch meistens die Absicht dahinter das Werkzeuge auf verschiedenen Maschinengrössen gefahren werden, um flexibel zu reagieren. Das geht nur bis zu einem gewissen Punkt, doch versucht wird vieles.

  • Ja dürfte eigendlich nicht, tut es aber. :winking_face:
    Ich würde den Staudruck etwas höher einstellen und die Heizung etwas anheben. Und je nach dem wie sich das Material verhält, etwas schneller aufdosieren.

  • Gerne machen die Maschinenhersteller damit Reklame, dass sie mit ihrer Schnecke und Garnitur viel mehr einspritzen können als die Konkurenz. Zum Glück steht bei den Spezifikationen dann immer ein ganz kleines "theoretisch" davor. Das wird aber gerne überlesen. Bei einigen Werkzeugen und Materialien mag das dann auch noch funktionieren. Und dann kommt plötzlich ein Problem, wass das Überdosieren nicht mehr zulässt.

    Ich wollte hier gerne einen Anhang bez. des Dosiervolumens als Datei einbauen, der mit 148kb aber als zu groß empfunden wird. Wer interessiert ist: Bitte per PN die private Mailadresse schicken.

  • Hallo, ich weiß nicht, wie bei der Anwendung die Zylindertemperaturen eingestellt sind, ich würde es mal mit Gefälle nach vorne probieren. Das heißt, dass in Richtung Düse kälter als hinten Richtung Einzug, einfach das klassische Temperaturprofil umdrehen, damit dem Material bei Eintritt in den Zylinder über die Heizung schnell Wärme auf hohem Niveau zugeführt wird.

    MfG HHB spritzguss-schulung.de

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