Rapid Prototyping Materialaufbereitung

  • Hallo Gemeinde,

    ich arbeite in einem Labor für Rapid Prototyping, da der zuständige Vorgesetzte wenig Zeit hat, obligt ein Großteil der Arbeit (90%) mir, was ich auch nicht als Problem erachte.

    Nun habe ich aber ein Problem, da das Material, PA Pulver vor dem benutzen gesiebt werden muss, mindestens 5 mal. Aus diesem Grund suche ich eine Möglichkeit, besser gesagt eine Maschine, die diese Arbeit übernehmen kann, bzw. auch dafür konzepirt wurde. Denn bis Dato mische ich das Material 1 Teil Neuware, 2 Teile Altmaterial erst mit der Hand im Eimer und Siebe es dann durch ein Küchensieb, was nicht umbedingt eine gute, bzw. saubere Lösung ist. Dennoch ist das Sieben sehr wichtig um Schmutz, Haare, Wimpern, Bröckchen etc. aus dem Material zu entfernen. Jetzt sitze ich allerdings 2 Stunden auf dem Boden über meinen Eimern, und glaube aber das es auch anders gehen kann. Was halt wichtig ist, ist eine schnelle Möglichkeit des Siebens. :smiling_face:

    Zum zweiten suche ich auch nach einem Mischer, da das Mischen mit der Hand, gerade jetzt im Sommer keine sehr gute Lösung ist, es passiert schon mal das sich Haare vom Arm lösen, bzw. Feuchtigkeit ins Material gerät. :thumbs_down: Deswegen währe ein "Tischmischer" für Material in der Größenordnung eines 10 Liter eimers ideal. :smiling_face:

    Wer mir helfen kann bitte posten.

    Aber auch gerne wer Erfahrung mit RP gemacht hat oder auch damit arbeitet, bitte melden, würde gerne Erfahrungsaustausch betreiben :thumbs_up:

  • Hallo,

    im Haushalt gibt es sicherlich Rührwerke die das Mischen übernehmen können - Salatschleuder evtl. (war nur ein Bsp. :))
    Beim Sieben, brauchst du ja teoretisch nur ein Pendel, das dann das Sieb vor und zurück bewegt.

  • Zum Sieben mit definierten Fraktionsabscheidungen:
    Please login to see this link.
    Hier müssen nicht unbedingt große Siebtürme wie in den Abbildungen gebaut werden. Es geht auch 1 Sammelbehälter + 1 Sieb + Deckel. Die Feinheit des Siebes kann individuell bestimmt werden.
    Oder bei google "Siebmaschinen" eingeben.
    Zum Mischen ist die einfachste Methode ein simpler Betonmischer aus dem Baumarkt. Problematisch kann evtl. eine gewisse Neigung zum Rosten werden. Wenn der aber oft benutzt wird und einigermaßen trocken gehalten wird ist das nicht problematisch. Es gibt die Dinger für den Lebensmittelbereich aber auch aus Edelstahl. Ansonsten gibt es auch sogenannte Taumelmischer. Da wird ein Eimer oder ein kleines Fass schräge drin eingespannt und das Ganze wird dann mit einem Motor gedreht. Funktioniert auch ganz gut.
    Wir haben für den Technikums- und Produktionsbereich auch Flügelmischer von Please login to see this link. im Einsatz. Gerade bei kleinen Mengen sind die sehr effektiv.

  • Ja, das mit dem Betonmischer ist wirklich ernst gemeint. Es werden ja keine Farbmittel eingemischt. Lediglich gebrauchtes und neues Pulver sollen miteinander homogenisiert werden. Und das "gebrauchte" Pulver ist ja nicht schlecht. Nur eben schon mal in der Anlage gewesen, ausgesiebt und damit wieder verwendbar. Und es soll sicherlich kein Wasser dazu, also wird es auch nicht kleben. Sonst schmeißt man noch ein paar Mischhilfen dazu, z. B. große Stahlkugeln. Ist ja auch nur ein Serviervorschlag. Wir benutzen für einige Mischvorgänge auch Betonmischer, da der Mischprozess recht schonend ist gegenüber einem Flügelmischer.
    Tip: Wir verschließen den Mischer mit einem Fassdeckel und einem Fassring, damit es nicht aus dem Mischer staubt. :smiling_face_with_sunglasses:

  • Ich weiß, dass das kein Witz ist;) Haben selbst welche im Einsatz.
    Das, das nicht klebt ist richtig, ich war in Gedanken beim Farben mischen, das haben wir mit Öl gemacht, damit die Farbe am Granulat bleibt. Das ist ne rießen sauerei und glücklicher Weiße vorbei.

  • Betonmischer sind Super! Und falls sich doch mal etwas aufgeladen hat, gehe ich einmal mit Ionisierte-Luft durch den Betonmischer.

    Hier hab auch ne kleinigkeit gefunden: Please login to see this link.

  • Genau, hier wird der "Taumelmischer" als "Rhönradmischer" bezeichnet. Unpraktisch ist bei dieser Mischertype nur immer die gewaltige Einhausung, damit keiner mit dem drehenden Fass in Konflikt kommt. Das nimmt immer jede Menge Platz weg.
    Firma Kannenberg ist recht preisgünstig. Und es werden Standardfässer genutzt.
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    Zum Sieben kann evtl auch eine magnetische Vibrationsrinne mit Trichter und Siebeinsatz genommen werden. Ist bestimmt nicht so preisintensiv wie die Geräte von Retsch, die eigentlich mehr zur Analyse dienen.

    Edited once, last by petersj (July 5, 2010 at 8:51 AM).

  • So nun ist ja schon einige Zeit vergangen aber ich bin mit dem Sieben immer noch nicht voran gekommen.

    Das Material hat eine größe von 80 Micrometer, was sehr fein und staubig ist, ich habe nun erst Versuche mit verschiedenen NEtzen, wenn ich ein 200 Micrometersieb einsetze, verstopfen immer die Waben, bei 300 Micrometer ist es ok, dabei sollten selbst bei 200 das sieben kein Problem sein...

    Nun überlege ich das ganze mit Ultraschall zu beschallen. Was könnte ich noch ausprobieren??

  • Du müsstest die Siebe übereinander anbringen. Oben das Gröbste und nach unten feiner werden. Es könnte ein Rohr oder Metallschacht entworfen werden, welcher dann von aussen bewegt wird. In diesem sind dann die Siebe untergebracht.Über dem "Gebilde" ein Trichter und darunter ein Auffangbehältnis. Die Siebe können seitlich entnommen werden und abgereinigt werden.

  • Ich würde mal zu sogenannten "Siebhilfen" raten. Es gibt da wirklich vieles: Stahl-, Gummi-, Keramik-, Achatkugeln, das Gleiche als Dreiecke, Würfel, Tetraeder, kleine Bürsten und vieles mehr! Da kann man sich beraten lassen und dann probiert man aus.
    Dann ist da noch die Bewegung der Siebfläche: nur horizontal hin und her, oder im Kreis? Wir sieben Granulat z.B. horizontal und gleichzeitig vertikal damit sich die Körner richtig bewegen und nichts verstopft.
    Für die Staubmengenbestimmung haben wir uns jetzt eine Maschine gekauft, die 3-dimensional siebt. Zusätzlich lässt sich die Beschleunigung des Siebgutes individuell auf das Siebgut einstellen: unterschiedliche Siebgüter erfordern eben unterschiedliche Siebanlagen. Auch wir haben uns da unterschiedliche Siebanlagen zeigen lassen und entsprechende Versuche gemacht und machen lassen.
    Bleibt auch noch zu sagen: Je feiner das Siebgut desto teurer wird auch die Siebanlage. Der Durchsatz der feinen Fraktionen dauert auch länger. Dazu läd PA sich gerne und kräftig statisch auf. Dadurch hast du die Verstopfung auch bei einem 200er Sieb, obwohl die Körner nur 80µ gross sind. Oder bilden sich vielleicht Fasern, die das Sieb verstopfen?
    Siebhilfen Beispiele, und nach unten scrollen.: Please login to see this link.
    Aber auch die Fachberichte rechts könnten hilfreich sein.
    Man kann dieser Firma auch Material hinschicken oder auch selbst hinfahren und dort Siebversuche machen (lassen).

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