Minimaler Staudruck bei KM 50 cx sp55

  • Selbst wenn das Manometer 0 anzeigt, wird ein Staudruck gefahren. Denn die Reibungswiderstände der Hydraulikzylinder müssen auch noch überwunden werden. Wie viel das aber ist weiß ich auch nicht. Aber schon nahe Null.
    Ansonsten sind wir wieder beim negativen Staudruck. :smiling_face:

  • servus

    Wo wir wieder bei der Frage sind, wo wirkt der Staudruck und wo wird er erzeugt ?

    wirken tut er vor der Schneckenspitze erzeugt wird er durch ( Drehung der schnecke, die beim drehen den Kunststoff von der wand abschabt, das hat eine rückwärtsbewegung der schnecke zur folge. den staudruck den du dann einstellst, wirkt durch ein drosselelung des rückstroms des öls aus dem spritzzylinder oder spritzkolben, der durch die vorhergenannten bedingungen erfüllt sein muß.)

    also ist O bar nicht gleich O bar, das ist nur die bar die du einstellst um die Rückwärtsbewegung der schnecke zu verlangsamen, theoretisch würde in dem fall die schnecke sich nur drehen und zurücklaufen, ohne das irgendwas pasiert. mfg

  • MOin,

    ja bei solchen Überlegungen sollte man sich genau klar machen was wo gemessen wird.

    Nur bei der Drosselung muss ich dir widersprechen. Jedenfalls bei der KM wird der Staudruck aktiv vom System erzeugt und es wird nicht nur das zurücklaufende Öl geregelt. Wenn die Schnecke z.B. in der MItte vom Zylinder steht und du würdest ins freie Dosieren würde die Schnecke unserer KM nach vorne fahren um zu versuchen den eingestellten Staudruck aufzubauen.

    Ich denke wenn ich 0 einstelle bleiben halt nur noch die Reibungswiederstände zwischen Schnecke und Zylinder. Wäre interessant zu wissen, ob die wirklich so klein sind.

    Grüße

  • servus,

    kann mir vorstellen das es da unterschiede gibt, zwischen den verschiedenen herstellern der sgm, hat auch indirekt etwas damit zu tun ob die schnecke lagegeregelt ist, bis jetz hatte ich noch keine oder unbewust keine die aktiv den staudruck mit hilfe des öls, bzw. den wiederstand aktiv gegen die schneckenbewegung bestimmt. wie gesagt standard ist die drosselung der rücklaufmenge. ev. verfolg da km eine andere option.

    die kraft, die die schnecke braucht um überhaupt was zu dosieren, um die kraft zu überwinden das material abzuschaben, um zurückzulaufen wäre dann praktisch deine " 0" bar, es wird dann nur die kraft überwunden welche sie minimal braucht.

    die frage ist aber wie du gesagt hast eingestellter staudruck , denn dann hast du ja was eingestellt das vermutlich größer o ist, würde sie dann trotzdem nach vorne laufen wenn du 0 bar einstellst bei deiner km ? denn dann wirkt auf jeden fall noch etwas auf die schnecke, woher ? und vom was ? da liegt die vermutung nahe das der systemdruck irgenwo anliegt der größer o ist.

    mfg

  • Ich würde stark behaupten, dass der Staudruck bei KM auch Geschwindigkeit abhängig ist. Wenn ich ins Freie spritzen will, habe ich die EE ab und gebe 30bar manuellen Staudruck + 50mm/s ein, wenn dann das Material beim austreten aus der offenen Düse ist, dann geht der Massestrahl nach unten weg. Wenn ich jetzt 250mm/s eingebe, dann spritz der Massestrahl bis zum Werkzeug oder sogar durch den Zenrierring falls kein Wz aufgespannt ist. Weiter kommt es ganz arg auf die Temp + Material an.

    Ich will damit sagen, dass es nicht allein mit der Reibung im Zylinder etc zutun haben kann.

  • Bei KM kannst Du denn Staudruck in deinem Dosierprofiel einstellen. Dieser wird dann in der Produktion ( halb und vollautomatisch) genutzt. Desweiteren gibt ews den Staudruck noch in einem anderen Menü. (schneck mit schraubenschlüssel). Da kannst du einstellen wie hoch der Druck im hand und einrichtbetrieb ist. Der wird mit einem Häkchen aktiviert. Denn bei o fährt die Schnecke automatisch zurück. Egal wo sie steht.
    Teste das mal.

  • servus,

    ist doch logisch, wenn ich 30 bar einstelle und die geschwindigkeit bei 50 oder egal was, spritz die ma immer mit 30 bar raus, wenn die Düse offen ist, denn du hast ja 30 bar eingestellt und die geschwindigkeit ist 50.

    Das was du wahrscheinlich meinst, ist der Abspritzzyklus um das Material aus dem Zylinder auszuspritzen. Da kann ich die Geschwindigkeit regeln.

    Versuch mal das was Uziel beschrieben hat im " Handmodus " den staudruck auf 0 zu setzen, und ich bin mir fast sicher das da gar nix pasiert, außer die schnecke dreht, und fährt sich " nur " zurück.

    Und doch, das liegt daran das der Kunststoff Wandhaftend ist.

    Wenn du jemanden gewaltig ein Ei legen willst, sprüh mal MOS auf dein Material, und versuche das zu dosieren. Aber hüte dich das es keiner rauskriegt, denn bei uns im Betrieb wäre das eine Kündigung.

    mfg

  • 'Tschuldigt ich rede von der manuellen Einstellung, die in einer separaten Registerkarte abgelegt ist. Ich habe auch nicht auf die Baureihe geachtet "CX" Ich war bei MC4 bzw bei einer C1 - da stelle ich ca. 30bar im Handautomatik ein und eine bestimmte Geschwindigkeit dann bleibt die rotierende Schnecke auf einem bestimmten Weg und die Masse wird dennoch raus befördert.

    Bei der CX benutzte ich nicht das Abspritzprogramm nicht, da mache ich es genauso. Wenn ich aber 0bar einstelle oder wie bei Arburg -10bar, dann wird die Masse ohne Kompression zum Schneckenvorraum befördert, dementsprechend kommt sehr wenig Material beim abspritzen raus.

  • Servus,

    Das ist doch logisch, die Werte in der abgelegten Registerkarte sind doch + 30 bar z.b. da bleibt doch natürlich die Schnecke auf ihrer Positiop sie drück ja mit den eingegebenen oder hinterlegten 30 bar gegen die Rücklaufbewegung.

    Auch das ist so nicht ganz richtig , fördern tut da die schnecke nix bei 0 oder - 10 oder noch tieferen werten bei Arburg. die schnecke läuft nur zurück, o.k. kommt auch auf das material darauf an !. das was da vorne rauskommt ist im grunde der öldruck der noch da ist, und beim losfahren und drehen wirkt der noch.
    Probier mal bei der Arburg -100 einzustellen oder noch mehr und du wirst sehen was ich meine.
    mfg

  • Ich weiß was du meinst, aber die Masse wird bei -100bar zwar noch gefördert, aber die Schnecke läuft dann ohne Kompression der Masse nach hinten, das kann man im Leerspritzprogramm sehr schon sehen, wenn man da einen Dos.Weg von 160mm einstellt und dann leerspritzt kommt ein kleiner strang und das wars, wenn man aber den Staudruck auf 10bar rauf tut, dann hat man einen Fladen.

  • servus,

    siehste, die wandhaftung des kunststoffs wirkt nun, der bewirkt das sich die schnecke nach hinten bewegt.

    jetzt könnte man halt herausfinden ab wann welcher einstellung der bar sich die schnecke nicht mehr nach hinten bewegt, das wäre dann ein gleichgewicht zwischen wandhaftung und staudruck, also wäre der punkt, der Wert, für dieses material und tremperatur der 0 bar punkt .

    mfg

  • So wie Hummel es sagt ist es absolut korrekt. Jedoch müsste man das dann bei jeder Maschine und jedem Material neu testen. Wir haben verschiedene Düsenbohrungen. Die muss mann dann auch noch einbeziehen.
    Wie schon gesagt sobald ich keine Wirkung habe ist das null. Was da nun für eine Zahl steht, ist eigendlich latte.
    Es sei denn wir erforschen das und stellen eine Gleichung auf. Dann könnten wir null für einen Zylinder mit einer Düse und einem Material ausrechnen.Dann hätten wir es perfekt :winking_face:
    0=Reibungskraft Material+systhemdruck - Düsenbohrung/staudruck(bar) :thumbs_up:
    Scherz beisete. Ich glaube nicht das an der Schnecke null bar anliegen können. Auch die -10 bar bei Arburg halte ich nicht für aussagekräftig. Dann müsste die Schnecke ja beim dosieren gezogen werden. Eigendlich kann sich das Ventil nur auf drucklos stellen. Und das wird der hersteller dann als null bar angeben. Ich würde mal die Spritzkuchen wiegen, ob sich bei 5, 10, 15 bar überhaupt was tut. Oder bei der Arburg im minusbereich anfangen.
    Könnte noch interresanter als bei KM sein. KUKA teste das mal bitte. Würde mich ehrlich interresieren.
    Vielleicht habt ihr eine ähnliche KM(Zylindergrösse Düsenbohrung).

  • servus,

    :thumbs_up: Uziel,

    Da bei uns extreme Materialien stellenweiße verarbeitet werde, bestimme ich den " 0 " bar punkt oft ohne eingeschraubter Düse, hatte das vergessen zu erwähnen :thumbs_up: dank an dich.

    Wir müßen manchmal thermische Belastungen soweit wie möglich ausfiltern, sowie die mechanischen Belastungen soweit wie möglich minimieren.

    ich bin nicht mehr in der normalen Fertigung tätig, sondern in der Forschung und Entwicklung. " Da läuft alles ein wenig anderst ".

    mfg

  • Dann sitzt Du ja mathematisch an der Quelle :thumbs_up:

    Also phillipp
    Nimm Dir die BA und sieh nach ob die CX Baureihe so etwas hat, wie Staudruck manuell. Bin krankgeschrieben und kann nicht nachsehen. Wenn es ein Auspritzprogramm gibt, stelle das auf null bar ein. wenn nicht wird dir die BA auf jedenfall zur Seite stehen.
    Sollte das alles nichts nutzen, bau die Düsenspitze aus und begutachte das Loch. (ausgewaschen oder gestaucht) Massetemperatur überprüfen und die Drehzahl. Bei sehr hoher Drehzahl muss die Schnecke zurückgehen werden, da Du schneller Material einziehst als es plastisch werden kann.
    Wenn Du ein Material mit hohem Flammschutz fährst, wird es ohnehin vorne rausplätschern und völlig aufgeblasen sein( normal).

  • Sorry ihr beiden, aber ich finde das da was falsch ist. Ja ich leg mich wieder mit euch an, aber es passt einfach nicht.

    Hierzu mal ne Frage.
    Was soll der Staudruck mit der Düsenbohrung zutun haben, wenn ich "0" oder einen negativen Staudruck eingestellt habe? Die Schnecke wird doch nicht nur durch den Staudruck zurück befördert und an der Schnecke liegt doch der Staudruck noch garnicht an! Friktion und Scherung etc ok, aber kein Staudruck!

  • KUKA Du bist da jetzt wohl ein wenig ins straucheln geraten.
    Beim dosieren wird das Material von der Schnecke nach vorn gefördert. Wenn der Schneckenvorraum sich mit Schmelze füllt, steigt der Druck an und schiebt die Schnecke zurück.
    Bei Staudruck null wird die Schnecke ohne probleme zurückgeschoben. Deshalb kommt auch so wenig Material beim ausspritzen aus dem Zylinder.Der Staudruck verhindert aber das die Schnecke ohne Probleme zurückgeschoben wird. Er drückt die Schnecke (wie beim einspritzen) nach vorn. Wenn ich 50 bar spec. eingebe,
    muss das Material welches sich vor der Schneckenspitze sammelt auch mehr als 50 bar Druck aufbauen, um die Schnecke überhaupt nach hinten zu bewegen.
    Wenn Du nun ein grosses Düsenloch hast, entweicht der Druck durch die Düse, und die Schnecke bleibt wo sie ist. Deswegen setzten viele Firmen Verschlusselemente ein, damit sie mit abgefahrener Spritzeinheit aufdosieren können.
    Zähfliessende Materialien lassen sich bei abgefahrener Spritzeinheit besser dosieren.Sie können nicht so leicht durch das Düsenloch entweichen oder fliessen.

  • Ich lass mir immer was erklären.
    Doch das nehme ich dennoch nicht so hin.
    Wenn ich 10bar Staudruck einstelle und 50U/min Dosiergeschwindigkeit, habe ich eine Dosierzeit von 5sec. Wenn ich aber 15bar einstelle, habe ich mit der gleichen Dosiergeschwindigkeit 10sec. Nach deiner Erklärung: müsste ich eine kürzere Dosierzeit haben, weil der Staudruck + Massedruck im Schneckenvorraum zunimmt?!

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