Treibmittel im Material

  • Hab ich noch nicht gehört. Aber geht es überhaupt? Die Reaktion startet doch durch Temperatur. Wenn ich Granulat herstelle und dabei schon das Treibmittel zugebe, ist dann die Wirkung nicht schon "verpufft" und beim späteren Verarbeiten des Materials beim Kunden nicht mehr vorhanden?

    Kann auch sein, dass ich nen Denkfehler habe!

  • Das passiert ja auch. Das Problem ist das wir halt Schwankungen haben.Ohne Treibmittel haben wir bei einem Schussgewicht von 2800g eine Gewichtsschwankung von ca 2 Gramm. Mit Treibmittel mehr als 200 Gramm.

  • Kuka
    Die Parameter schliesse ich erst einmal aus, da es ohne Treibmittel sehr gut aussieht.
    petersj
    Wir haben Schussweise das Treibmittel abgefangen und gewogen,Wir hatten ca 3 Gramm Unteschied.46 Gramm sollen pro Schuss dazugefördert werden.Sollten es diese 3 Gramm tatsächlich ausmachen?

  • Hallo Uziel,

    wenn ich die Schwankungen vom Treibmittel betrachte sind das ca 6,5%. Die reine Zahl von 3g hört sich wenig an, als %-Zahl betrachtet denke ich kann es schon einen Einfluß haben. Wenn man die Gewichtsschwankungen am Fertigteil 2600g betrachtet, sind die 200g auch 7,5%. Ein Zusammenhang kann hier schon gegeben sein.

    Um das Treibmittel ausschließen zu können würde ich eine genaue Mischung von Hand machen und die Gewichtsschwankungen dann betrachten. Eventuell sind die Granulatgrößen sehr unterschiedlich und es findet eine Entmischung von Treibmittel und Granulat im Trichter statt. Dies gibt es auch beim einmischen von Farbbatch.

    Ebenso würde ich die Maschineneinstellung mal genauer betrachten. Schwankt das Massepolster, Umschaltpunkt usw. ????


    Gruß

    tech-freak

  • Also das Treibmittel wird zwischen Trichter und Flansch eingebracht.Schwankungen sind nur in der Spritzzeit feststellbar.3,45_3,48-3,41-etc
    Kuka
    Das Treibmittel welches wir verwenden ist schon die harmlose Variante.Mittwoch suche ich mal die genaue Bezeichnung raus. Ich weis das es ein TS ist.Aber wie gesagt Mittwoch mehr

  • Hallo Uziel,

    Hmmm..... Irgend wo muß die Gewichtsschwankung ja herkommen. An der Einspritzzeit kann ich jetzt nicht eine große Schwankung feststellen. Schau dir mal den Umschaltpunkt und das Massepolster an. Ebenso vieleicht den Umschaltdruck. Schaltet ihr Weg oder Druckabhängig um?

    Ich gehe davon aus, das ihr eine Verschlußdüse verwendet. Reagiert das Material beriets schon beim Dosieren und schiebt die Schnecke zurück, so daß ihr zwar den Dosierweg erreicht aber noch zu wenig Masse im Zylinder habt? => Staudruck hoch.

    Drückt es nach dem Dosieren die Masse nach hinten, durch die Rückstromsperre? => Dosierzeit anpassen um keine pausenzeit zwischen dosieren und einspritzen zu erhalten.

    Gruß

    Tech-freak

  • Wir fahren 80bar Staudruck. Ich könnte aber nicht mit absoluter Sicherheit sagen das der Zylinder ruhig ist.Da wir ca 300 sec kühlen dosieren wir mit Verzögerung.Ich traue der aber nicht über den weg. Habe vorgeschlagen die Schnecke mit Nachdruck vorne zu halten(Ist ja auch Kühlzeit).Wurde aber abgelehnt.

  • Hallo Uziel,

    die Idee mit dem Nachdruck finde ich gut, da du somit das Schäumen in der Schnecke verhinderst.

    Wenn der Nachdruck auf das Teil wirkt, kann sich keine oder nur eine geringe Schaumstruktur ausbilden. Das will man natürlich vermeiden. Das Teil soll ja leicht sein.

    Wie funktioniert die Verschlußdüse? Hydraulisch?

    Wenn du die Verschlußdüse schliest und dann noch minimaler Nachdruck in der Schnecke wirken läßt verhinderst du ein schäumen.

    Was du auch mal versuchen könntest ist, das du die Schnecke auf 0 fährst. Was passiert dann mit dem Gewicht. Es ist dann ja keine Masse mehr im Schneckenvorraum, bzw nur eine minimale Menge die schäumt.

    Gruß

    tech-freak

  • Nach dem einspritzen ist die Schnecke auf null. Der Verschluss ist mechanisch(Düse mit Feder).
    Der Nachdruck sollte einfach über 40 bar eingestellt sein weil meines wissens unter 40 bar der Schäumprozess startet.

  • Es handelt sich um ein Makrolon welches speziell für diese Zwecke erstellt wurde.
    Der Artikel ist eine riesige Blende mit ca 7mm Wandstärke.Das Treibmittel wird gegen den Einfall verwendet. Die Oberfläche sollte nahezu vollkommen sein, da noch lackiert wird ( 2my Farbstärke).
    Das Tramaco hat die Zusatsbezeichnung TS welches nicht mehr so stark reagiert wie das normale. Wenn weniger treibmittel verwendet wird verbessert sich die Oberfläche. Doch dann haben wir mehr Einfall. Leider ist das nicht mit Gasgegendruck steuerbar. Geben wir mehr Gasdruck verbessert sich die Oberfläche aber der Einfall wird schlechter. Umgekehrt wird der Einfall besser aber die Oberfläche sieht schei... aus. Schnelleres einspritzen verbessert die Oberfläche,aber es entstehen braune Flecken. Langsames einspritzen verbessert den Einfall und verschlechter die Oberfläche.....und so weiter und so......
    Wir bekommen die goldene Mitte nicht hin. :pouting_face:

  • Treibmittel + Lackieren = geht nicht (außer man trägt nochmals einen Füller auf)

    Warum Makrolon? Das musst du doch nur Feucht verspritzen, dann gibt es auch kein Einfall.
    Die Goldene Mitte ist aber auch nicht so toll;)

    Würde ggf auf ein anderes TM zurückgreifen...

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