gas innendruck verfahren

  • hallo, ich habe oft probleme mit gewichtsschwankungen bei GID-Spritzgießverfahren.
    ich kenne mich mit dem vewrfahren absolut nicht aus....
    mal sind die teile genau in der gewichtstoleranz mal nicht!!????

  • hy,

    leider seit 15 Jahren an keiner GID mehr tätig

    Tip: Beobachte mal deinen Druck, denke das deine zeitliche Ablauffolge nicht ganz stimmt, ansonsten mal die Wege und Zeiten beim spritzen mal beobachten. mfg

  • Die Nadeln,Kanäle und Leitungen der GID-Anlage prüfen. Da setzt sich oftmals was ab.
    Dann ohne Gas fahren und jeden Schuss wiegen(vielleicht streut die Maschine).
    Anguss prüfen ob dieser auch hohl ist.(würde am ehesten zutreffen)

  • ein riesen problem.
    die einstellung von gestern passt heute nicht mehr!
    alle parameter so eingestellt wie auf der stammkarte!
    die teile werden unterschiedlich gefüllt, mal sind sie schwer, mal ist die wandung des teils aufgequollen, als ob garkein nachdruck gewirkt hätte.

  • Hallo plaster,

    welches Verfahren wendet ihr an? Aufblas- oder Ausblasverfahren?

    Ausblasverfahren: Das Teil wird zu 100% gefüllt, eine Nebenkavität geöffnet und durch den Stickstoff die plastische Seele "ausgeblasen".

    Vorteil:genauere Bauteile... Nachteile:Nebenkavität........

    =>Bei Gewichtsschwankungen den Umschaltpunkt sowie die Nebenkavitätenöffnungszeit überprüfen. Eventuell auch die Verzögerungszeiten sowie die Druckverhältnisse.....


    Aufblasverfahren: Teil wird zu ....% gefüllt und dann mit Stickstoff die plastische Seele "ausgeblasen".

    Vorteil: keine Nebenkavität...Nachteil:größere Maßschwankungen

    =>Bei Gewichtsschwankungen den Umschaltpunkt. Eventuell auch die Verzögerungszeiten sowie die Druckverhältnisse.....


    Gruß

    Tech-freak

  • das teil wird vollständig gefüllt und dann durch eine kleine nadel der überflüssige kunststoff zurück in den zylinder geblasen..
    habe einige fotos machen können..
    diesmal mit oberflächenproblemen(glanz unterschieden) genarbte oberfl.
    material: pa6 gf
    wz temp ca 80°
    bild0016 dunkle flecken
    bild0018 anguss
    durch den anguss wird das material zurück in den zylinder gedrückt..
    man sieht auf der oberfl. die dunklen stellen das ist nicht erwünscht.
    habe versucht mit nd den glanzunterschied weg zu bekommen... aber dann hab ich probleme mit gewicht bzw das teil wird nicht
    vollständig gefüllt

  • Wenn ihr die Reste zurück in den Zylinder blast, wie wollt ihr dann eine Gleichmäßige Oberfläche bekommen? Das Material wird doch dabei extrem belastet!!! Erst wird es aufdosiert, dann eingespritzt, dann wieder zurück in den Zylinder und dann von vorn. Nur halt mit frischem Material vermengt. Überleg mal wie fiel Scherung da zusammenkommt. Da kann ich mir schon vorstellen das die Farbe eine Grätsche macht.

    Eine Nebenkavität ist für mich nicht der Weg durch den Anguss zurück in den Zylinder. Ich schätze mal das der Artikel mit dem Aufblasverfahren gefertigt werden sollte.

  • der ganze prozess ist nie richtig stabil, mal sind die teile gut, dann wieder nur halb gefüllt oder auch das die oberfläche aufgeplatzt ist und die plastische masse austritt..
    dazu kommt das manchmal noch mahlgut beigemengt wird oder auch komplett nur mahlgut....
    und schon passen die ganzen parameter nicht mehr...
    schwer, schwer schwer!!!!
    :frowning_face: :frowning_face: :frowning_face:

  • Bei 100% Mahlgut ist das auch nicht mehr im entferntesten mit Neuware zu vergleichen!!!!!!!! Temperaturen runter und Spritzgeschwindigkeit anpassen. Denn bei Mahlgut sind die Molekühlketten durch das Einmahlen verkürzt. Dann hast Du andere Fließeigenschaften. Und wenn Mahlgut beigemengt wird sollte es schon ziemlich gleichmässig im Zylinder ankommen. Sonst fuckelt ihr euch tot!!!

  • Na das sind ja mal Vorraussetzungen :thumbs_down:

    Man sollte mit 100% Neuware anfangen, wenn dann ein stabiler Zyklus gegeben ist, kann man mal 5% MG dazugeben und das dann ggf. erweitern 10% 20% und so weiter bis halt Probleme auftauchen und dann wieder zurück wo es noch gut war.

    Ich frag mich gerade auf welchen Mist das gewachsen ist - Produktion oder weiter oben:question_mark:

  • Ein kontrollierter Prozess wird unkontrollierbar, wenn die eingesetzten Materialien und deren Mengen unkontrollierbar werden. Ihr müsst euch bewußt sein, dass ihr durch die Beimengung von Mahlgut praktisch eine neue Charge mit anderen Eigenschaften erzeugt. Und diese Charge erfordert andere Spritzparameter. Es kann auch passieren, dass ein gerade noch kontrollierbarer Prozess nun unkontrollierbar wird. Ist die Beimengung unregelmäßig steht der Bediener an der Maschine wie vor einem Daddelautomat und versucht ständig Freispiele zu bekommen. Und das bei vollem Risiko.

  • das teil wird vollständig gefüllt und dann durch eine kleine nadel der überflüssige kunststoff zurück in den zylinder geblasen..

    OmG!
    Entschuldigung aber das habe ich nochnie gehört bzw gesehen! obwohl gesehen schon aber ungewollt.
    Ihr drückt wirklich das Material zurück in den Zylinder? :astonished_face:


    Volumetrisch gefüllt ist bei GID Artikeln meistens völlig ausreichend(ca.95% je nach Artikel)!
    Beim anfahren eines Artikels mit GID achte bzw. versuche ich meistens das an der stelle wo das Gas wirken soll ein (durchgehender) einfall ist.
    Erst wenn ich das erreicht habe schalte ich GID dazu und versuche den einfall mit den Gas zu entfernen.

    Wenn dieser Schritt erfolgreich war nehm ich mir meine kleine Handsäge(wenn ich zu faul bin natürlich die Bandsäge) und säge den Artikel in kleine Streifen um zu gucken wieweit das Gas gekommen ist.
    Ist der Hohlraum wie gewünscht erst dann gehe ich auf das Gewicht ein was sich oftmals über den Umschalpunkt leicht regeln lässt(bei ein simplen Artikel). Wenn ich dann mein Gewicht erreicht habe kommt die Säge nochmals zum Einsatz um zu prüfen ob der Hohlraum immer noch i.O ist.

    Bei großen Artikeln die wir mit GID fahren müssen wir sogar eine Kugeldüse einbauen damit uns bloss nicht das Material/Gas in den Zylinder zurück schießt!
    Wenn wir bei ein bestimmten Artikel die Kugeldüse vergessen kann es gut vorkommen das es Fäden regnet :grinning_squinting_face: Da das Material wie Wasser ist.
    Und wie Uziel schon sagt, kein bzw kaum Nachdruck verwenden! Ich stelle meistens ca 10 Bar ein um den Anguss etwas zu versiegeln.

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