Hallo,
ich muss in Form einer Projektarbeit, auf das Thema Entformung und schwindung eingehen.
Es wurde der Werkstoff PA6 Bestimmt...
nun auf was muss man achten bei der konstruktion etc, wenn man PA6 verwendet??
MfG
Hallo,
ich muss in Form einer Projektarbeit, auf das Thema Entformung und schwindung eingehen.
Es wurde der Werkstoff PA6 Bestimmt...
nun auf was muss man achten bei der konstruktion etc, wenn man PA6 verwendet??
MfG
Also eigentlich wäre es ganz einfach,
genau im Datenblatt des spezifischen PA6.0 nach Schwundwert suchen.
Generell hat jeder Hersteller wie BASF und Co. diverse angaben für Konstrukteure, wie bei verschiedenen Wanddicken und Oberflächenbeschaffenheiten die Winkel der Entformungsschrägen zu konstruieren sind. (meistens von 0,75Grad bis ka 2Grad)...ums so mehr,
um so besser für die Entformbarkeit.
1. Damit Teile nicht DS hängenbleiben
2. Damit Teil nicht so extrem auf AS hängen bleibt, dass ich Auswerferabdrücke bekomm.
von 0,4 Ra µm bis 1,6 Ra µm ca. 0,5Grad
bei 18,0 Ra µm sind es dann schon 5 Grad
Generell, je gröber die Oberfläche, desto größer die Schräge.
Außerdem gilt, umso Dickwandiger das Teil, desto besser kann es von der Werkzeugoberfläche (Kavität) wegschwinden....außer ich Drück
mit derartigen Nachdrücken rein, dass der Schwund extrem verringert wird.
Deshalb kann man "leider" also Einsteller auch noch etwas bewirken, falls ein Teil nicht gescheit entformt. (Aber der Werkzeubau ist immer Schuld
)
Danke wie sieht es nun mit der Nachschwindung aus?![]()
Also ein PA6.0 (Grilon BFZ 3) z.B. hat
Verarbeitungsschwindung (parallel) 1.1 / - %
Verarbeitungsschwindung (senkrecht) 1.4 / - %
ein Taromid B281 hat 1,1 - 1,6%
In dem Dreh muss man rechnen (um so Dickwandiger, um so mehr wir der Schwundfaktor)
Aber Achtung: Diese Werte beziehen sich auf die "Gesamtschwindung"
Gesamtschwindung ergibt sich aus Verarbeitungsschwindung und Nachschwindung.
Beispiel: Du spritzt Teile mit sehr niedriger WZ - Temp., dann hast du wenig Verarbeitungsschwindung, aber mehr Nachschwindung
Nachschwindung = Teile liegen gespritzt rum und der Kunststoff versucht seinen Kristallisationsgrad vom Ursprünglichen Granulat zu erreichen.
Bei höherer WZ Temperatur gelingt es dem KS schon in der Form, einen möglichst hohen Kristallisationsgrad zu erreichen, wenn du ihn aber
"abschreckst", dann kann er das nicht so gut.......aber er holt es sich früher oder später...dann können Teile z.B. Brechen oder sich verziehen.
Nachschwindung ist eher unkontrolliert.
Beim PA hast du aber leider noch einen Effekt (was heiss leider...auch gewünscht) --> Die Teile nehmen mit der Zeit Wasser auf und
werden dann wieder leicht größer (Quellen auf) --> Gibt Teile, die werden sogar direkt konditioniert, sprich unter bestimmter Temp, Dauer
und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt.
So beschleunigt man den Vorgang und die Teile werden auch Schlagzäher mit der Aufnahme von Wasser.
Aber vorm spritzen ist Wasser nicht gut, deshalb muss man PA trocknen, um Ihn besser verarbeiten zu können.
Hoffe das reicht für deine Arbeit
Das ist genau das was ich gesucht habe.
Danke..
Vielleicht auch mal hier nachsehen:Please login to see this link. und dann "Bibliothek". Musst dich zwar registrieren, kostet aber nichts. Dann in der Suche "Schwindung" eingeben.
In deiner Dissertation dann aber die Quellen angeben!!! ![]()
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