Kunststoffverarbeitung_teilkristallin_Krumm geworden?

  • Hi Freunde,
    ich bin neu hier, es geht um folgender Frage, welche ich nicht lösen kann:

    Es wird etwas aus teilkristalinen Werkstoff hergestellt (Dämpfungselement für Schubkästen). Nach der Produktion entsehen Probleme, die Bauteile sind nicht mehr gerade und funktionieren auch nicht mehr wirklich.

    Nun muss ich 2 mögliche Ursachen finden und begründen....?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
    Danke!

    Ben.

  • Hallo Kuka,

    danke für deine Hilfe!

    Es ist kein konkreter KU gegeben, halt das es sich um Dämpfungselementen für Schubkästen handelt und das ein teilkristallinen Werkstoff eingesetzt wird.

    Hier die ganze Aufgabenstellung:

    Eigenschaften aus Sicht der Verarbeitung:

    Sie stellen ein Dämpfungselement für Schubkästen her, dabei setzten Sie einen teilkristalinen Werkstoff ein. Nach einer längeren erfolgreichen Produktion haben Sie plötzlich Probleme, weil die Bauteile nicht mehr gerade sind und die Funktion damit nicht mehr einwandfrei ist.
    Nennen Sie 2 mögliche Ursachen und begründen jeweils.

    Mehr ist nicht gegeben

  • Die erste Frage die ich noch hätte, wurde das Bauteil schon vorher länger gefertigt oder ist es ein Neuteil...
    Dann könnte man von einer falschen Konstruktion ausgehen, durch die vorgespannte Feder etc.

    Teilkristalline Kunststoffe wären unter anderem: PP, PE, PA, POM, PET (bei PET kommt es darauf an)
    Ich persönlich gehe davon aus, das es entweder um POM oder um PET geht, da diese gute Gleiteigenschaften haben, was wohl auch benötigt wird.

    Eine Ursache könnte die nachträgliche Wasseraufnahme nach der Produktion sein: PA
    Noch eine Ursache könnte die nachträglich Schwindung (Nachschwindung nicht Produktionschwindung) vom Kunststoff sein: PP

  • Ich würde meinen, dass das Produkt eine bestimmte Zeit gut lief. Das Schließe ich auf Grund dieses Satzes "Nach einer längeren erfolgreichen Produktion haben Sie plötzlich Probleme"


  • Angenommen es würde bedeuten, dass zu Beginn die Produkte problemfrei hergestellt wurden. Nur das nach einiger Zeit, plötzlich die Produkte probleme hatten und schief wurden.

  • Da gibt es Unmengen an Ursachen.
    Mensch
    Material
    Maschine
    ...
    Angefangen bei Temperaturabweichungen (Massetemperatur, Werkzeugtemperatur, Metall in der Düse und dadurch eine erhöhte Scherung) bis hin zu Chargenwechsel des Materials oder ganz einfach eine Parameteränderung durch Personal...

    Dennoch finde ich es als wichtig das Material beim Namen zu nennen...
    Kann mir einfach nicht vorstellen, das es explizite Ursachen für deformierte Teile gibt, die teilkristallin sind. Was ist mit den amorphen, verhalten die sich dann anders? Sicher nicht.

  • @ Kuka

    Bei diesen Fragen handelt es sich um "fiktive" Fragen aus irgendwelchen alten Prüfungen, wie BEN100 in einem anderen Forum darstellte.

    Ich hab darauf hin geschrieben, dass die Teile evtl zu früh entformt werden und dann in der Sammelkiste unter der Maschine belastet werden. Dadurch verbiegen die Dinger. Oder es handelt sich um ein falsch temperiertes Werkzeug: eine Seite zu kalt oder zu warm - dadurch ein falscher Kristallisationsverlauf und damit Verzug.

  • Also ganz ehrlich, an solchen Fragen kann ich mich Stunden aufhalten, ich komme damit einfach nicht klar - ich will da noch mehr Informationen, da ja wie gesagt es so viele Ursachen sein können, da ist ja demnach fast alles richtig.
    Je nach Auslage bzw was der Prüfer/Lehrer dann hören will...

  • Wenn ich ein bissi Google komme ich zu dem Entschluß, das es sich hier wohl um POM handelt (ist eigentlich sehr gängig für Gleitende Bauteile)

    POM, kannst du dir mal die Materialeigenschaften anschauen, Schwindung etc.

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  • Hi

    Kuka hat da schon recht. Bei solchen Fragen schüttel ich auch nur den Kopf. Da werden die Fragen so verallgemeinert gestellt, aber vom Schüler/Studenten verlangt bei der Antwort bis ins letzte Detail zu gehen. Das ist schon sehr grenzwertig.
    Nun zur Frage:

    Hier würde ich als erstes die Kühlung nennen. Entweder ist die Kühlung an einer Formhälfte ausgefallen oder verstopft, dadurch ist die Kühlleistung der beiden Formhälften verändert und das Teil verzieht sich. Als zweiten Punkt kann man auf das Material eingehen. Entweder hat man zwischendurch die Charge gewechselt oder das Material wird thermisch (Verweildauer) oder mechanisch (Scherung) zu stark beansprucht/zerstört.
    Aber das sind nur 2 von unzähligen Möglichkeiten. Wäre ja mal interessant was der Lehrer sagt wenn du einfach nur: Kühlung, Material schreibst. Und als Begründung nimmst Du die ungenaue Fragestellung :grinning_squinting_face:

    MfG

    Klabuster

  • Hallo

    Kühlung, Material (mit, ohne GF), Ausrichtung der GF, Ort und Lage des Anspritzpunktes, Fliessweglänge, Wandstärkenverhältnisse, Verrippungen ja/nein, Wasserafnahme bei PA, Nachdruck und Nachdruckzeit.
    Es gibt hier, wie schon mehrfach erwähnt einige Punkte die zu krummen Teilen führen können und dies auch erst später, da hier (Teilkristalinner KU) noch die Nachkristallisation (Nachschwindung) einsetzt.
    Und dann möcht ich noch das Wort "Verzug" einbringen.
    Um eine eindeutige Aussage machen zu können, braucht es schon noch mehr Angaben.

    mfg

  • Vielen Lieben Dank Freunde! Ich denke, ich werde mir was aus diesen Antworten basteln, hoffentlich wird der Prof. damit einverstanden sein:)

    Gottes schütze euch alle und bis demnächst! :smiling_face:

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