• Guten Tag alle miteinander, stöbere schon seit ein paar Tage hier herum und habe einige Fragen an die Kernzug profis.


    • Welche Kräfte bringt ein Kernzug für gewöhnlich auf? Oftmals liest man Verriegelungszylinder, welche ja weitaus mehr Haltekraft besitzen als gewöhnliche Hydraulik Zylinder. Daher auch gleich die nächste Frage:
    • Welche Kräfte sind überhaupt notwendig, um einen Kern im Werkzeug positionssicher zu halten? Eine allgemeine Abschätzung ist doch im Grunde unmöglich, da die Kerne beliebige Formen annehmen können. -> die druck beaufschlagte Fläche ist nicht pauschalisierbar. oder:
    • Gibt es Standard Kerne bzw. Kernformen? und wenn nicht,
    • wie wählt man einen passenden Zylinder aus?
    • Welche Hydraulikzylinderhersteller sind die gängisten? Habe bislang Cypull, AHP, Hänchen, HEB und Dadco gefunden, wobei manche Zyl. nicht direkt für Kernzüge gedacht sind.
    • Gibt es Fachbücher über Kernzüge?


    Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen

  • Hallo,

    1. die Kraft ansich kann ja nur in bar erfolgen (Druck). Meist gibt es einen Kernzugdruck von max 160bar
    2. das kommt darauf an welches Material verarbeitet wird, es herrschen dann unterschiedliche Spritzdrücke und Nachdrücke. Dann kommt es darauf an, ob dieser nur umspült wird und direkt mit dem Massedruck in Berührung kommt (Hinterschnitt zB)
    3. Ja es gibt Standardformen bzw Standard-Auslegungen und die haben auch ein genormtes Lochbild. Die Stangen haben meist vorn ein Gewinde dran oder Sackloch mit Gewinde.
    4. Dazu gibt es Tabellen - denke ich. Im Normalfall gibt es ja spezifikationen
    5. Wie haben fast ausschließlich "Merkle"
    6. Es gibt Fachbücher über die Spritzgußwerkzeuge und deren "Arten": Backenwerkzeug, Schieberwerkzeug etc.

    Ich hoffe wir (ich) konnten weiterhelfen

  • Danke erstmal für die Antworten =)

    zu 1. das zwischen 100 und 200bar druck hab ich in den Katalogen auch gesehen. Jedoch ist die Haltekraft der Zylinder doch auch von der Kolbenfläche abhängig.
    Mein Hauptproblem ist, das ich nicht weiß welche Kräfte auf einen Kern wirken. Wie du schon in 2. sagtest hängt dies von vielen Faktoren ab. Nur woher kann man dann wissen, welche Hydraulikzylinder Größe man dann nimmt? Bsp.: Reicht ein einfacher mit 7kN Haltekraft, od. ist ein größerer mit Verriegelung notwendig?.....

    zu 3. Wie komme ich an die Standardformen, bzw. wo steht diese?

    Ausserdem: kann mir jemand pauschal sagen, welche Haltekräfte bei Kernzugzyl. im durchschnitt nötig sind. Ich frage, da es wie gesagt ein sehr großes Haltekraft spektrum gibt, das angeboten wird.

  • Hallo,

    die Haltekraft ist von deinem Werkzeug abhängig. Es gibt auch Werkzeuge, wo du den Kern mit der Hand festhalten könntest, während eingespritzt und der Nachdruck gehalten wird. Zum Beispiel wenn dein Kern eine zylindrische Form hat und nur am Durchmesser belastet wird. Wenn dein zylindrischer Kern aber stirnseitig belastet wird, sieht das schon ganz anders aus. Anhand des Einspritzdruckes (Umschaltdruck) und des Nachdruckes kannst du dann grob die Kraft ausrechnen, die auf den Kern wirkt. Aber leider haben Kerne ja oft wilde Konturen was das berechnen schwierig macht.

    Einige Werkzeuge verriegeln den Kern auch mechanisch. Zum Beispiel mit Schiebern.

    Gruß

  • Über Drücke welche sich im WZ aufbauen musst Du Konstrukteure fragen. Diese berechnen im Vorfeld mit Hilfe von Simulationen was wohl geschehen wird. Wir haben Formen bei denen die Kerne nach dem einfahren von anderen Kernen verriegelt werden. Auch haben wir Formen bei denen wir die Kerne mit dem Nachdruck "abschiessen" können. Was natürlich sehr nervig ist.

  • Hi@all,

    sollte sich doch über den Werkzeuginnendruck und der Fläche des Kernzuges berechnen lassen.

    Aber , wie schon beschrieben, gibt es tausende mögliche Varianten, was man mit einem Kernzug anstellen kann,

    oder wie er belastet wird.

    Verriegeln kannst nen Kernzug auch mechanisch, z.B. über Druckkeile.

    Hatte da kürzlich einen Fall, Kern zylindrisch, wird nicht auf der Stirnseite belastet, da er stumpf auf den Kern des Werkzeuges aufläuft,

    trotzdem 160 bar Druck benötigt, um dieses kleine Ding auf Position zu halten.

    Was auch eine grosse Rolle spielt, ist die Länge deiner Hydraulikschlä#uche, da, je länger der Hydraulikschlauch , umso höher ist auch

    der Druckverlust, ist nicht unbedingt eine messbare, oder berechenbare Grösse, aber nicht zu unterschätzen.

  • Vorab schonmal danke für eure Hilfe =)

    werden Kerne wenn sie verriegelt werden meist gleich im Werkzeug mittels schieber etc. Verriegelt, od. greift man auf Verriegelungszylinder zurück?

    von Kuka:

    Quote

    3. Ja es gibt Standardformen bzw Standard-Auslegungen und die haben auch ein genormtes Lochbild. Die Stangen haben meist vorn ein Gewinde dran oder Sackloch mit Gewinde.


    Nochmal darauf zurück zukommen. Weiß jemand wie ich daran komme? Internet, Datenbanken, Literatur???

  • Was genau willst du denn wissen?
    Hier gibt es verschiedene Blockzylinder: Please login to see this link.
    Auswahlkriterien: Please login to see this link.

    Und hier kannst du noch ein bissi spielen: Please login to see this link.

    Alles selbst nicht ausführlich gelesen, nur überflogen.

  • Hallo,

    Verriegelungszylinder fangen mit der Zeit an zu "atmen" und muessen gewartet (nachgestellt) werden.
    Wenn der Artikel und der Bauraum es zulaesst, dann fahr den Kernzug einfach ueber einen Keil. Der Reibungskoeffizient fuer Stahl auf Stahl ist der Tangens fuer den Winkel, unter dem du keinen Hydraulikdruck brauchst, um den Kernzug beim Spritzen in Position zu halten. Ich konstruiere mit 7-10 Grad.

    Gruss
    HK 60

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