Vermeidung von Leckagewasser

  • Hallo,

    ich schreibe zur Zeit meine Bachelor Thesis zum Thema Werkzeugwechsel. Unter anderem geht es darum Leckagewasser bei der Trennung von Werkzeug und Temperiergerät zu vermeiden. Momentan sieht es so aus, dass beim Werkzeugwechsel die Schläuche vom Temperiergerät getrennt werden und das Wasser in einen Eimer ausgeblasen wird - Leckage vorprogrammiert. Die Leerpumpfunktion der Temperiergeräte wird ungern benutzt, weil sie nicht das ganze Wasser aus dem Werkzeug holt.
    Hat jemand eine andere Idee oder Erfahrungen, wie man Leckage vermeiden könnte?

    MfG eddi

  • Einfach nur den Vorlauf vom Werkzeug lösen und Luft anschließen und am Rücklauf ein Fass anschließen. Wie haben das ganze sogar am Temperiergerät fest angeschlossen und brauchen nur Absperrhähne umlegen.

  • Quote

    Original von Bubbelmaker
    Einfach nur den Vorlauf vom Werkzeug lösen und Luft anschließen und am Rücklauf ein Fass anschließen. Wie haben das ganze sogar am Temperiergerät fest angeschlossen und brauchen nur Absperrhähne umlegen.

    JO, dem ist nichts mehr hinzu zu fügen. Haben das auch so ähnlich gelöst. Ist eigendlich die praktikabelste Lösung.

    Man kann auch einen alten Kanister nehmen, Schlauch dran, an anderem Schlauchende eine Kupplung des Kühlanschlusses und fertig ist die Ausblasvorrichtung.

  • Quote

    Original von Bubbelmaker
    Einfach nur den Vorlauf vom Werkzeug lösen und Luft anschließen und am Rücklauf ein Fass anschließen. Wie haben das ganze sogar am Temperiergerät fest angeschlossen und brauchen nur Absperrhähne umlegen.

    hallo,

    was soll man dazu noch schreiben.
    Haben wir vor 20 Jahren auch schon so gemacht, allerdings nicht an die temperiergeräte integriert sondern Vor- und Rücklauf am HKG abgekuppelt und dann in einen eimer oder Fass ausgepustet. Das ganze hann man noch verbessern, wenn man Ein Behältnis mit Decke nimmt und dann einen Kühlungsanschluss (wie am Werkzeug) dran baut und für eine Entlüftung sorgt. Dann ist das ganze ohne eine "See" um die SGM zu handhaben.

    Gruss
    Zauberer

  • Handhaben wir genau so wie die Anderen.
    Eine teurere Variante sind Kupplungen von Stäubli mit Rückschlagventil.
    Das sind Einheitsstecker mit mehreren Wasseranschlüssen, so daß die Schläuche immer am Wkz bleiben.
    Das Problem bei der Sache ist halt, daß das Wasser immer im Wkz bleibt.

  • Hallo Alex,

    klar bleibt bei einem schnellkuppelsystem das Wasser im Werkzeug. Sind die Anschlüsse dicht, kann auch nichts heraus laufen und die Kühlkanäle stehen unter Druck. da dürfte, bei entsprechender Wasserbehandlung, nichts anfangen zu rosten. Das Problem ist immer nur wenn die Kühlkanäle nicht ganz leer sind und dann Sauerstoff aus der Umgebung dazu kommt!

    Stäubli soll wirklichgut sein. Habe ich mir auf Messen schon angesehen, sind sehr stabil konstuiert und haltbar, so wie ich höre...

    Gruss
    zauberer

  • Ich hab das auch wie meine Vorredner gelöst ....hab hinter die Gugelverschlussventile einfach ein Y-Stück geschraubt daran dann jeweils Abgang zum WKZ hin bzw auch zurück und in die anderen Gewinde Verschlusskupplungen ... beim Abbau einfach Ventile zu, Wasserschlauch am Abgang in einen Kanister und von vorn dann mit Luft leer geblasen...

  • Da gab es mal noch Zeiten, da wurde Vor- und Rücklauf abgezogen, Druckluft ran und los geht´s. Rutschgefahr ahoi! :grinning_squinting_face:

    Schön zu lesen, dass das überall gleich gemacht wird. Die Stäubli-Kupplungen sind sicher sehr gut. Hatten schon oft Vertreter bei uns im Haus die versucht haben uns diese Kupplungen zu verkaufen. Leider lässt sich die Fa. Stäubli die Selbstverschließenden Kupplungen wirklich vergolden. Da muss man schon mit nem sehr spitzen Bleistift rechnen um da ein vernünftigen Kosten/Nutzen-Verhältnis zu kommen.

    Es wird damit geworben, dass die Kupplung beim Abziehen sofort 100% dicht verschließt. Wenn es wirklich so ist, könnte man sich da echt mal überlegen die Werkzeuge mit den Kupplungen auszustatten und entsprechend alles auf diese Kupplungen auszulegen, da ohne Sauerstoff ja kein Rost auftritt. Also sollten die geschlossenen Kupplungen das Non-Plus-Ultra sein.

    Wir handhaben es wie hier beschrieben. Wir haben Kanister, auf deren Deckel wir eine Kupplung geschraubt haben. Noch eine 10mm Bohrung in den Deckel zum Entlüften. An die Kupplung nen Schlauch, diesen an den Rücklauf und ausblasen. Nachteil ist halt, dass immer etwas Restwasser in den Bohrungen verbleibt, was zu Rost führt. .Kanister nutzen wir, da die einfacher handzuhaben sind wie Fässer.

    In einen Eimer blasen ist natürlich nicht optimal. Sollte schon ein geschlossenes Behältnis sein, wo das Wasser, welches ja mit ordentlich Druck ausgeblasen wird, nciht wieder aus dem Eimer raus spritzt. Oder halt ein hohes Fass, da wirds wohl auch nix machen.

    LG

    Klabuster

  • Wir blasen es vom Durchflussregler direkt in den Rücklauf.
    Vorlauf nen Kugelhahn und Rücklauf einen.
    Pressluft auch einen.
    Vorlauf zu. Pressluft langsam auf und kurz warten bis die Kegel vom DFR nicht mehr tanzen und dann Pressluft zu und Kegel absinken lassen. Rücklauf zu.

    Fertig

  • @Klabusterbär
    ich kenn das auch noch mit Anschlüsse ab Luft dran und ahoi xD ich hab das gehasst wenn du dann an ner Maschine vorbei bist und irgend so ein depp bläst gerade in dem Moment durch wo du vorbei gehst =D

  • Moins in the Round,

    habe mir bei meinem ehem. Arbeitgeber ebenfalls die Möglichkeit gehabt die Wasserbatterien ähnlich umzubauen wie Kuka.
    Weil das mit Schläuche ab und Luft rein und der erst beste hatte mit " glück " ne wunderbare Dusche.

    Die Umbaumassnahmen wurden, nach erfolgreicher Testphase in meiner Abteilung ( bei 9 SGM ), auf alle restliche 60 SGM in der Nachbarabteilung übernommen.
    Mal ganz abgesehen vom Sicherheitsaspekt " Rutschgefahr " und auch Zeitersparnis !!

    Gruß
    The Problem Solver :smiling_face_with_sunglasses:

  • Hallo Miteinander,


    also wir blasen wie Kuka durch einen Wasserbatterieumbau in
    die Rückläufe. Funktioniert einwandfrei solang der Druck gedrosselt wurde und
    es nicht nur gesteckte Rohrleitungen beim Rücklauf sind.
    Sonst drückt der Wasser/ Luft-druck die Leitungen auseinander!!
    Bei Stäubli Multikupplungssystem, wo Wasser in der Form bleibt
    bin ich nicht so angetan, hierbei kam es beiderseits vor das Wasser nach dem einlagern
    in die Form gelangte. Außerdem sind bei unserer Multikupplungsausführung pro Seite nur 8 Wasserkreisläufe vorhanden.
    Dies kann etwas unpraktisch werden wenn man verschiedene Materialienmit unterschiedlichen Temperierungen fährt (Frischwasser, Temperiertes Wasser und ein Kühlgerät) bringen gern mal etwas Chaos ins System.

    Die Version mit Vorichtung in den Rücklauf ist biher am einfachsten.

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