• Hallo, ich bin neu hier und Probiere das Hier zum ersten mal aus!!!

    Mich würde mal interessieren wie ihr die Zykluszeiten runterdrückt.Ob Handling oder Maschine oder Form oder ...
    Kältemaschine,Größere Zylinder, .....

    Würde mich auf einträge freuen, was euch dazu einfällt

    Mfg Polymann

    Edited 2 times, last by Polymann (May 27, 2007 at 6:52 PM).

  • Hallo,

    zuerst, bitte versuche nicht durch schließen der Form mit Schallgeschwindigkeit die Zykluszeit zu drücken!!!
    Der Form zu liebe max. 250mm/sec. :winking_face:
    Ich bekomm immer die Kriese wenn ich sehe, dass meine Freunde Einrichter 400 mm/sec einstellen und die WKZ-Sicherung "optimal "eingestellt ist.
    Du wirst selbst festellen das du so nur wenige Zehntel sparen kannst.

    Einsparpotential bei dem Entnahmeprozes gibt es, wenn du die Wege klein hällst was bedeutet, dass du nur so weit öffest wie nötig um ein sicheres Entnehmen der Teile zu gewährleisten.
    Dies erreichst du indem du auch deinen Angusspicker einstellst.
    Z-Achse hinten soll so eingestellt sein, dass gerade noch so viel Spielraum zur Düsenseite ist, um ein berühren zu verhindern.
    Auch die Y-Achse soll auch nur so weit hochfahren wie nötig.

    Großes Einsparpotential gibt es beim Formteilbildungsprozess.
    Hier muss man aber unbedingt wissen was man macht!
    Einfach nur Kühlzeit und Formtemperatur runter genügt hier nicht, aber dazu bekommst du bestimmt von anderen Usern noch Hinweise.

    Am besten ist es wenn du noch weitere Informationen zu dem Teil bekannt gibst, weil eine pauschale Aussage nicht möglich ist!

    Du musst dir bewusst sein, wenn du wirklich eine große Einsparung an der Zykluszeit vornehmen willst, dass auch enorme Werkzeug änderungen nötig werden.

    Einfach nur so Zykluszeit einsparen lohnt sich nicht wirklich, weil stillstandszeiten und Reklamatinen mehr ins Gewicht fallen als an den falschen Stellen ein paar Zehntel einzusparen.

    Gruß und einen schönen Feiertag

    Micha

  • Hallo Polymann! Wie Michael es schon erwähnte ist es ratsam die Fahrbewegungen so wählen das die Maschine noch nach 5 Schuß an demselben Platz bleibt =) Ich würd aber auch sagen mit den Fahrbewegungen ist es von der Maschinengröße abhängig! Ich würd bei einer 500 t Maschine nicht dasselbe wie bei einer 50 t Maschine einstellen! Ferner würd ich die Parallelbewegungen nutzen (falls vorhanden). Gilt für Ausstoßer, Angußpicker, Aggregatbewegungen. Bei Arburg z.B. kann man diese Optionen schon ab Technologiestufe 2 nutzen.Habe da 3-5sec rausholen können! Dann ist noch da zu bemerken das es oftmal Nachdruckzeiten eingestellt werden die eigentlich über den Siegelpunkt andauern.Es gibt auch Optionen mit einer hydraulischen Verschlußdüse während des Dosierens die Auffahr und Ausstoßerbewegungen durchzuführen. Zum Schluß ist es aber zu erwähnen das die Teilequalität bei jeder ersparrten Sekunde am Zyklus auf keinen Fall schlechter sein darf!

  • Hallo Polymann,
    gründsätzlich gehe ich mit den beiden Vorredner einig.
    Bei den Fahrbewegungen habe ich eine differenziertere Meinung.
    Alle Fahrbewegungen sind Totzeiten die den Herstellprozess von Artikel nur bedingt beeinflussen.
    Die Fahrgeschwindigkeiten können so hoch sein, wie es die Mechanik des Werkzeug (Schieberwerkzeug etc.) zulässt, resp. wie GUT die Maschine beim Regelverhalten ist (z.B. Formschutz).
    Hier gibt es unter den Maschinenfabrikate riesen Unterschiede. Es gibt Maschinen, welche mit viel höhern Geschwindigkeiten schliessen/öffenen als 400mm/s und es gibt kein Schlag bein Formverriegen und DER FORMSCHUTZ FUNKTIONIERT!!!
    Auch wenn Du nur wenige Zehntel Sek. sparst, kann es auf die Gesamtproduktion eine menge Zeit ausmachen und zusammen mit den weitern Massnahmen sehr viel Zeit.
    Wie Du selbst sagst - die Teilequalität darf nicht schlechter werden.
    Die notwendigen Massenahmen sind meist ein Packet an Massnamen wenn es um mehrere Sekungen gehen soll, ansonat sind es eben nur 10tel Sek.

    Gruss Joahnn

  • @ Johann, mit "WKZ-Sicherung "optimal "eingestellt ist" meinte ich, das es einige Einrichter gibt die nach einer Störung die Überwachungen fast totstellen um den Fehler zu beheben, obwohl nur ein etwas höherer Druck eingestellt werden müsste.

    Meiner Meinung nach sollte man keinen Werkzeugcrash riskieren um ein paar Zehntel zu sparen, wenn man an anderer Stelle Sekunden sparen kann.

    Gut auserhalb des Gefahrenbereiches kann man schon mal gas geben :winking_face:
    aber der Form zu liebe im Wkz. sicherungsbereich max, 100mm/sec

    Gruß und nen schönen Feiertag

    Micha

  • Hallo Michael-S
    ich weiss schon wie Du meinst. Aber es gehört auch ein bisschen Disziplin das dazu von den Mitarbeitern und auch Schulung :grinning_squinting_face:
    Ich gehe eigentlich immer davon aus, dass die Teile so optimiert sind, dass Spritztechnisch nicht mehr allzuviel geändert werden kann.
    Als bleibt nur noch der Verfahrensweg wo mann Einsparungen machen kann. So sollte es doch eigentlich sein :confused_face:
    Oder ist es in Deutschland anders?

    Gruss Johann

  • Das ist wie in der Formel 1, alleine schneller fahren geht nicht, man m uss auch sein Material im griff haben.

    In diesem fall muss man sein Werkzeug Material usw. darauf abstimmen mit sehr geringen wkz. Temperaturen zu fahren ohne an Quallität einzubüsen.

    Aber zu diesem Thema weiß ich nur eins, lass es Leute machen die darin Erfahrung haben und wissen was sie da machen.

    Leider ist das nicht immer der Fall.

    Wenn ich sehen, das wegen ausstoßprobleme in 24h die Kühlzeit von 8 sec. über 6 bishin zu 12 eigeltellt wird und dann am nächsten Tag die Frage kommt warum einige Teile nicht ganz ausgespritzt sind, ist mir alles klar.

    Pauschal kann man zum Thema Einspritzzeitverkürzung nur eins sagen: wenn man hier große sprünge machen will braucht man jemanden vor Ort der Ahnung davon hat. Kleine Einsparungen erreicht man oft allein, wenn man selbst von a bis z alles neu einstellt.
    Die Programme auf den Disketten sind meistens schon so verpfscht, dass sie weit von der Realität weg sind.

  • Hallo ALL,

    finde ich sehr interessant, vor allem die Aussage, dass schneller Fahren nicht allein alles ist.
    Ich sehe das genauso.
    Wichtig ist meiner Meinung nach, dass ein Prozess sicher steht und die Maschine Kontinuierlich läuft.
    Wenn man z.B. pro Schuss 2 Sekunden spart und bei einer Angenommenen Zykluszeit von 60 Sekunden pro Stunde einen Stillstand dafür hat, bei dem es wieder 2 Minuten dauert, ist es meiner Meinung nach sinnvoller, dafür zu sorgen, dass ein Auftrag nach dem Produktionsstart bis zum Auftragsende ohne Stillstand durchläuft.
    Auch die Ausfallzeiten durch Rüstzeiten usw. sind nicht zu verachten, ich denke mal bei dem Punkt sollten wir ansetzen.

    Bei Dauerläufern ist klar, dass man in anderen Dimensionen denken sollte!


    gruss
    Miche

  • hallo zusammen, es handelt sich ja um dauerläufer, da der Prozess
    sehr sicher ist, und ja jede Firma einsparen muß mache ich mir halt eine paar gedanken, Kühlung, bohrungen der Form,.... :confused_face:


    lg
    Polymann

  • Hallo Pollymann
    es freut mich, dass sich jemand gedanken über die Optimierung eines Prozesses gedanken macht.
    manchmal habe ich das gefühl, dass Produktionen so gefahren werden, weil diese schon immer so Produziert wurden.
    Sicherlich ist die Prozesssicherheit eine der wichtigen Produktionsbedingungen, schliesst aber nicht aus, dass mann in sehr vielen Fällen (wie meine Erfahrung zeigt) diesen Prozess optimiernen kann. Meiner Meinung nach sollte es bei jedem Berufsfachmann in der Pflicht stehen, den Prozess so zu optimieren, dass alle Resuressen optimal genutz sind.
    Ein weiterer Schritt, ist danach weitere Bedingungen zu schaffen (z.B. Werkzeugoptimierung etc.) um dem Produktionsprozess zusätzlich zu optimieren. Unter optimieren verstehe ich - Teilequalität-Produktionsstabilität - und Zyklusoptimierung.
    Manchmal ist es nötwendig solche Optimierungen durchzuführen, ganz einfach darum - weil man Konkurenzfähig belieben muss

    Gruss Johann

  • hallo Polymann,

    zuerst einmal ist es gut,d ass Du Dir Gedanken zu dem Theme machst.

    Allerdings sollte da noch jemand mit im Boot sein, der soetwas schon öfter mal gemacht hat.

    Es wird vielfach auch Hilfe angeboten, die man sich sparen kann.

    Wichtig ist, dass Du einen ganzheitlichen Ansatz wählst, denn nur an einer Ecke etwas zu verbessern hilft nicht.

    Wenn es sich, wie Du beschrieben hast, um Dauerläufer handelt, dann sollte man sich schon intensive Gedanken machen. denn dabei ist jede zehntel Sekunde bares Geld wert, vorausgesetzt es handelt sich nicht um eine Zykluszeit von 3 Minuten.
    Die meisten Dauerläufer liegen aber meistens unter 1 Minute...

    Wenn Du Unterstützung brauchst, kann ich Dir evtl. helfen.

    Gruss
    Z.

  • Hallo Polyman,
    es gibt immer möglichkeiten den Zyklus zu drücken,
    allerdings haben wir es noch net unter die 2,5 sec geschafft bei uns :winking_face:

    Unsere Dauerläufer haben alle höchstens einen 10 sec Zyklus. (8 Fach werkzeug)
    Denke es ist klar das es sich hier um klein Teile handelt :grinning_squinting_face:

    Bei unserem 2,5 sec zyklus geht die Form eigentlich nur auf und zu...
    Öffnungsweg 35mm... Düse anliegen... Nachdruckzeit 0,3.... usw.....

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