• Hallo

    Wir haben noch ne handvoll wirklich sehr alte SGMs...z.T. sind die für bestimmte Artikel auch völlig ok, aber mich würde generell mal der sicherlich vorhandene Unterschied im Stromverbrauch interessieren...

    Wie macht ihr das? Wird doch sicher in einigen Firmen ermittelt und berücksichtigt, oder?

    Ebenso Druckluft...wir haben nen Haufen Dauerbläser an der Peripherie, zu 80 % meiner Meinung nach unnötig, bei manchen Artikeln leider unumgänglich...aber bei uns kostet glaub druckluft nix (-:

    Wie macht ihr das? Wird sowas ermittelt?

    Wenn ja wie?

    Schönes WE!

  • Hallo,

    das mit der Druckluft kann ich nur bestätigen, wird auch einmal ein Thema einer Publikation sein, denn das ist überall das gleiche Problem...

    das mit der energiemessung ist im Grunde nicht so schwierig:
    einfach eine Zähler in die Zuleitung klemmen, dass ist die einfachste Wariante. dabei bitte unbedingt neachten, dass der Zähler auch die geforderte Leistung vertragen kann.
    Nicht dass hier einer Auf die Idee kommt, einen Zwischenzähler aus dem Baumarkt an eine 3000 to Windsor zu klemmen...
    Eine weitere Möglichkeit ist die Onlinemessung der STromaufnahme, aber das bitte von leuten machen lassen, die wissen was sie machen.

    Bei mordernen SGM besteht die Möglichkeit der "Energiemessung" als Option mit zu kaufen, was ich immer empfehlen würde. Ich würde auch beim neukauf einer SGM die Energiemenge zum Aufschmelzen von 1kg Material festschreiben lassen. Ist besonders bei Großmaschinen und Schnellläufern interessant.

  • Hallo,
    bei uns werden nach und nach die alten Maschinen gegen neu ersetzt. (Haben da noch so ein paar zwischen 18 und 25 Jahre alter Schätzchen). Allein dadurch haben sich schon sehr merklich die Energiekosten gesenkt. Weiterhin wird darauf geachtet, das mehrere Maschinen nicht gleichzeitig eingeschaltet werden, um die Lastspitzen möglichst gering zu halten. Zusätzlich laufen div. Energiemessungen um Einsparpotentiale zu finden.

    Zum Thema Druckluft:
    Hier wird besonderes Augenmerk drauf gelegt, dass nicht unnötig Luft verplempert wird, da wie schon bereits erwähnt wurde Druckluft eine sehr teure Energieform ist.
    Dies wird durch regelmäßige Wartungen der Anlagen erreicht und durch Rundgänge in der Firma bei nicht laufender Produktion, um Leckagen feststellen zu können. Irgendwelche "Bläser" z.B. um Späne wegzupusten wurden durch andere technische Lösungen ersetzt, so das diese wirklich nur auf ein notwendiges Minimum beschränkt zum Einsatz kommen.

  • Hallo zusammen,
    ich lese hier ja erschreckendes . . . hat sich schon jemand Gedanken darüber gemacht, wie wiederholgenau die alten Maschinen ihre Prozesse abfahren? Welchen Anspruch hat man in diesen Spritzgießereien an Qualität? Stabile Qualität ist nur durch stabile und wiederholgenaue Prozesse möglich! Wenn Ihr die Prozesse über Innendruck fahren würdet,wäret ihr erschrocken, wie schlecht die SGMs sind. Permanentes Optimieren bei schwankender Qualität heißt, das der Prozess nicht beherrscht wird. Mit alten Maschinen ist nur "Formfüllen mit Q-Kriterien Teile sind voll, Farbe stimmt und Grat ist auch keiner vorhanden" - oder wie seht ihr das? Außerdem fährt man auf alten Maschinen grundsätzlich mit "Überladung", das heißt Materialverschwendung (5% Materialeinsparung ist schnell machbar). Gewinne fährt man heute nur mit effizienten Prozessen in die Kasse, das solte jedem Chef klar sein!

  • Hallo

    Klar, diese Gedanken hab ich auch...wir nutzen diese Maschinen deshalb ja auch nur noch bei bestimmten Artikeln, bei denen nur Oberfläche und Farbe stimmen müssen und die ohnehin aus anderen Gründen nochmals in die Hand genommen werden müssen...
    Keine Sorge, Zwischenzähler Bumarkt steht nicht zur Diskussion (-:

    Was für Zähler nutzt ihr? Möglichst was zum leichten Austauschen...

  • Hallo bajowa,

    da sprich am besten mit einem Elektriker Deines Vertrauens. Wenn Du gar nicht weiter kommen solltest, dann kannst Du mich kontakten.

    es ist nun einmal so, dass man in den Spritzereien öfter noch sehr alte SGM vorfindet, da lass Dich nicht verrückt machen.
    Ich selber habe es einmal abgelehnt, mit Werkzeuginnendruck auf einer alten Kiste zu arbeiten. Es war eine Windsor, und die hatte zwar eine hohe Einspritzleistung, aber die mehrstufigen Konstantpumpen arbeiten halt nicht so genau wie eine Regelpumpe.
    Der Werkzeuginnendruckaufnehmer war so platziert, dass ich darüber bei dem Werkzeug die Sequenz ansteuerte, aber das war auf der alten Maschine nichtin der erforderlichen Qualität möglich.

    Im übrigen gibt es die Möglichkeit statistisch die Leistungsfähigkeit der Maschine oder eines Prozesses zu bewerten, da braucht man nicht unbedingt einen Druckaufnehmer zu.

  • Hallo

    Erstmal danke für eure Beiträge.

    Wir haben einen sehr guten Betriebselektriker, wie gesagt, ich habe nix gegen unsere Maschinen, mich würde lediglich mal der exakte Verbrauchsunterschied von einer alten und einer neuen Maschine interessieren...evtl. auch als Argument für die GL wenns úm neue Maschinen geht...

    Wie mans messen könnte ist klar, mir wäre eben ein mobiler Zähler am leiebsten, den man an jede SGM dann mal anklemmt...

    Daher die Frage was ihr da so macht, vielleicht hat wer schonmal sowas gekauft und kann Erfahrungen mitteilen...

  • Quote

    Original von Behrens
    Hallo zusammen,
    ich lese hier ja erschreckendes . . . hat sich schon jemand Gedanken darüber gemacht, wie wiederholgenau die alten Maschinen ihre Prozesse abfahren? Welchen Anspruch hat man in diesen Spritzgießereien an Qualität? Stabile Qualität ist nur durch stabile und wiederholgenaue Prozesse möglich! Wenn Ihr die Prozesse über Innendruck fahren würdet,wäret ihr erschrocken, wie schlecht die SGMs sind. Permanentes Optimieren bei schwankender Qualität heißt, das der Prozess nicht beherrscht wird. Mit alten Maschinen ist nur "Formfüllen mit Q-Kriterien Teile sind voll, Farbe stimmt und Grat ist auch keiner vorhanden" - oder wie seht ihr das? Außerdem fährt man auf alten Maschinen grundsätzlich mit "Überladung", das heißt Materialverschwendung (5% Materialeinsparung ist schnell machbar). Gewinne fährt man heute nur mit effizienten Prozessen in die Kasse, das solte jedem Chef klar sein!


    Hallo zusammen,

    das möchte ich mal so nicht ganz stehen lassen. Ich bin quasi in einer Spritzerei aufgewachsen und habe in meinen jetzt knapp 30 Jahren Berufserfahrung den Wandel durch mehrere Generationen an SGM´s mitgemacht. Und wir haben stets, auch zu Umbruchszeiten auf "alten" Maschinen reproduzierbar gefertigt, nur halt ausgewertet über statistische Methoden. Und das waren alles technische Teile, teils im Toleranzbereich von einigen wenigen 1/100 mm.

    Die heutige Jagd nach Reproduzierbarkeit bis ins Extreme und die Jagd nach dem letzten 1/100 ist einerseits das Ergebnis der Ausreizung technischer Möglichkeiten bis zum Anschlag auf Kundenseite, am besten gleich mal mit Null ppm bei werkzeugfallenden Erstteilen. Andererseits nach meiner pers. Erfahrung, kompensiert man mit den heutigen Möglichkeiten moderner Maschinen immer mehr die Fehler der "billigen" Werkzeuge und spricht dann von "Optimierung des Spritzzyklus".


    Es ist mühelos möglich, auch mit älteren ( vorausgesetzt technisch einwandfreien ) Maschinen Präzisionsteile zu fertigen, wenn man es kann. Früher müsste man halt wissen, welches Knöpfchen und Schräubchen was genau macht, heute macht es der digitale Helfer. Aber auch dessen Denke muss erst mal verstanden sein.

    Energiesparen fängt bei Kleinigkeiten an:
    - Motor aus, wenn nicht gebraucht
    - Spitzenströme vermeiden beim Anheizen ( wurde ja schon genannt )
    - etc.

    Und zu all dem gehört eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung: wann lohnt sich die Neuanschaffung und welchen ROI habe ich womit.

  • Hi,

    ich habe auch mal eine Frage, wie erechnet man was eine Maschine 1 Std. an Kosten für Strom un Co. Kostet???
    Gibt es da eine Formel oder So ????

    Habe da Leider nicht so den Plan von.....

  • Hallo

    Ich bin jetzt bei der Firma debnar-messtechnik fündig geworden was den Stromzähler angeht...bin mal gespannt was da so raus kommt.

    Eine weitere Frage:
    Wie vermeidet ihr unnötig hohe Stromrechnungen durch Spitzen beim einschalten?

    In meinem alten Betrieb (2-Schicht) wurde jeden morgen automatisch die Kühlanlage gestartet, dann nacheinander die Heizungen und Motoren der Maschinen...
    Mein Chef konnte dann täglich sehen, wann Spitzen auftreten und wir haben dann die Einschaltzeiten entsprechend geändert.

    Mein Problem im Moment:

    Kühlanlage hat keine Zeitschaltuhr, ok, des kriegen wir hin...hab dann nur Angst, wenn mal ne Leckage auftritt....bisher wird bei Produktionsstop an jeder Maschine die Wasserversorgung komplett abgedreht, da sich der Ausgleichbehälter der Kühlanlage 6 Meter über den Maschinen befindet...

    Und der andere Punkt: die Hälfte meiner Maschinen hat keine Zeitschaltuhren in der Steuerung, bzw. wir ham auch noch ein paar SGMs ohne Bildschirm (-:

    hat wer schonmal so was nachgerüstet?

  • hallo bajowa,

    ich würde dann nur die heizungen einschalten und die Motore manuelle, nach dem Kühlaggregat. Das bedeutet, dass einer morgens 1 Stunde vor Produktionsbeginn da sein muss.

    Dass müsste sich aber von eurem hauselektriker machen lassen.

    Zu unterschiedlichen Zeiten einschalten ist i.o. Sollten dann aber schon mehr als 5 min bei den maschinen dazwischen liegen.

  • Hallo Mister Plastic,
    kurz noch zu alten und neuen Maschinen: Auch wenn man an den alten SGMs weiß, an welchen Knöpfen und Schrauben zu stellen ist, ist trotzdem der Prozess ohne Werkzeugsensorik ein "Blindflug", weil man das Ergebnis des Maschinenprozesses nicht abbilden kann! Auch der Anspruch der Kunden (übrigens ein Ergebnis unseres eigenen Anspruches z. B. beim Kauf eines Autos) ist gigantisch gestiegen! Die Technologie der Autos steigt von Jahr zu Jahr, wo ist die Logig, daß die Technologie der Teileherstellung für die Autos dann alt sein kann? Für mich unlogisch, aber leider eine Überzeugung in der Zuliefer-Industrie, die unsere Arbeitsplätze in Billiglohnländer treibt weil wir hier (auf alten Anlagen) nicht effizient genug sind - schade.

    MfG
    Be

  • Hallo

    Hab jetzt bei mehreren Maschinen den Stromverbrauch gemessen, Unterschied alte zu neuer Maschine liegt bei selbem artikel bei ca 25 %!!!

    Aber dennoch frage ich jetzt euch, was ihr so an verbrauchswerten habt.
    Ich hab bei einem schußgewicht von ca 30 g (PS) einen Verbrauch von ca 3 kWh je 1000 Schuß, also umgerechnet ca 100 kWh je Tonne material...st das realistisch? Ich vermute immer, daß ich bei dem Zähler noch nen Faktor drin hab...

    Wäre dankbar über Antworten...

  • Quote

    es ist nun einmal so, dass man in den Spritzereien öfter noch sehr alte SGM vorfindet, da lass Dich nicht verrückt machen.

    Quote

    QUOTE]das möchte ich mal so nicht ganz stehen lassen. Ich bin quasi in einer Spritzerei aufgewachsen und habe in meinen jetzt knapp 30 Jahren Berufserfahrung den Wandel durch mehrere Generationen an SGM´s mitgemacht. Und wir haben stets, auch zu Umbruchszeiten auf "alten" Maschinen reproduzierbar gefertigt, nur halt ausgewertet über statistische Methoden. Und das waren alles technische Teile, teils im Toleranzbereich von einigen wenigen 1/100 mm.

    Hallo zusammen

    hier muss ich meinen Vorrednern recht geben. Ich glaube solche Diskusionen gehen an den Realitäten vorbei und sind diskiminierend - allgemein für die Qualität der Produzenten in Deutschland. :angry_face: Ich kenne einige Grosse Hersteller von Automobilteilen, die nicht nur die neuste Maschienentechnik haben, sondern auch noch auf "alten" Maschinen Präzisionsteile herstellen.
    Im übrigen ist das auch nicht das Thema von dieser Diskusion.

    Gruss Johann

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