Aktueller Stand der Ausbildung

  • Ich hatte vor ein paar Wochen ein Gespräch mit einem Unternehmer, der die aktuelle Ausbildungssituation mit Sorge sieht. Hier im Sauerland brechen die Zahlen für die Azubis im Bereich Kunststofftechnik ein. Und mir stellen sich ein paar Fragen, die ich gerne an die Praktiker an der Maschine richte.

    Werden folgende Themen in der Ausbildung behandelt? Gerne mit Jahr der Abschlussprüfung.
    - Drucksensoren/Ultraschallsensoren
    - Hüllkurven
    - statistische Eigenschaften von Kunststoffen
    - konturnahe Temperierung
    - Werkzeugtemperatur und Wassertemperatur
    - Schädigung von Materialien

    Was nervt euch an meisten?
    - Schläuche an- und abstecken
    - Werkzeuge mittels Schrauben rüsten
    - eigene Punkte

    Sind drei Jahre Ausbildung wirklich notwendig oder würden auch weniger gehen, wenn die Ausbildung umstrukturiert?

    Hintergrund der Fragen ist der, dass ich in den nächsten Jahren was größeres plane, was die Branche umkrempeln wird. Da brauche ich aber das Feedback der Spritzgießer, weil die das auch am Ende mit umsetzen müssen und ich so manche Punkte als veraltet ansehe, die ersetzt werden können und müssen, damit der Beruf auch wieder für junge Menschen wesentlich interessanter wird und man sich viele nervige Themen sparen kann.

  • Bei mir ist die Ausbildung zwar nun schon auch wieder etwas her (2011-2014), aber wenn ich mit unseren jetzigen Azubis rede, wird in der Berufsschule (Rehau bei Hof) auf Spritzguss überhaupt erst im 3. Lehrjahr eingegangen.
    Die Themen die du aufzählst, wurden/werden entweder gar nicht behandelt oder nur sehr kurz angeschnitten.

  • Bei mir ist die Ausbildung zwar nun schon auch wieder etwas her (2011-2014), aber wenn ich mit unseren jetzigen Azubis rede, wird in der Berufsschule (Rehau bei Hof) auf Spritzguss überhaupt erst im 3. Lehrjahr eingegangen.
    Die Themen die du aufzählst, wurden/werden entweder gar nicht behandelt oder nur sehr kurz angeschnitten.

    Danke für die Rückmeldung. Das habe ich befürchtet. Mein Stand ist, dass die Ausbildung wie in den 1970er oder 1980er erfolgt. Kein Wunder, dass so viele junge Menschen dies abschreckt, wenn sie sehen, dass die Eltern-Generation immer noch so arbeitet, wie die Großeltern-Generation.

  • Bei mir ist die Ausbildung zwar nun schon auch wieder etwas her (2011-2014), aber wenn ich mit unseren jetzigen Azubis rede, wird in der Berufsschule (Rehau bei Hof) auf Spritzguss überhaupt erst im 3. Lehrjahr eingegangen.
    Die Themen die du aufzählst, wurden/werden entweder gar nicht behandelt oder nur sehr kurz angeschnitten.

    Pinturicchio Hat das auch was mit der Firma REHAU zu tun? Diese Firma erscheint doch in der Öffentlichkeit (Fachzeitungen o. ä.) als der große *Leuchtturm der Spritzgießer-Ausbildung*!?!

  • Abschlussprüfung 2016

    Kann mich nicht erinnern das ein Punkt davon Thema war.

    Ich fande den Lehrstoff für die Praxis im Betrieb wenig hilfreich.

    Im Grunde waren das 2 Jahre einfache physikalischen Berechnungen. (Kräfte, Wärmelehre...)

    Erst im letzten Jahr ging es dann an die Fachspezifischen Themen. Dort wird dann allerdings auch nur an der Oberfläche gekratzt, was nicht verwunderlich ist wenn Fensterbau, Spritzguss, Behälterbau, Extrusion... in eine Klasse gesteckt werden.


    Auch beim Industriemeister hatte ich mir ein wenig mehr erhofft. Habe mich aber anscheinend zu wenig informiert und wusste nicht, dass das Hauptaugenmerk auf Führung und Personal liegt..

  • Wobei ich grundsätzlich sehr gut finde die physikalischen Grundlagen zu vermitteln - wie z.B. die o.g. Kräfte, Wärmelehre, etc.

    Ohne Basics kein fachlicher Aufbau, da helfen dann die KI Bibliotheken auch nicht, wenn wegen jeder Kleinigkeit gegoogelt werden muss....

    Meine Ausbildung zum damaligen Kunststoffformgeber liegt nun doch schon erschreckend lang zurück, was bleibt sind die Basics.

    Egal was in der Ausbildung passiert und vermittelt wird, man muss sich (auch danach) selbst mühen und damit beschäftigen, sonst wirds nix - IMO: Die 3 Jahre können nur eine Starthilfe für junge Menschen sein, kein Projekt von 0 auf nahe 100%

    Darf ja aber jeder anders sehen:smiling_face_with_sunglasses:

  • Wobei ich grundsätzlich sehr gut finde die physikalischen Grundlagen zu vermitteln - wie z.B. die o.g. Kräfte, Wärmelehre, etc.

    Ohne Basics kein fachlicher Aufbau, da helfen dann die KI Bibliotheken auch nicht, wenn wegen jeder Kleinigkeit gegoogelt werden muss....

    Meine Ausbildung zum damaligen Kunststoffformgeber liegt nun doch schon erschreckend lang zurück, was bleibt sind die Basics.

    Egal was in der Ausbildung passiert und vermittelt wird, man muss sich (auch danach) selbst mühen und damit beschäftigen, sonst wirds nix - IMO: Die 3 Jahre können nur eine Starthilfe für junge Menschen sein, kein Projekt von 0 auf nahe 100%

    Darf ja aber jeder anders sehen:smiling_face_with_sunglasses:

    Das sehe ich ähnlich.

    Was man nicht vergessen sollte ist auch das Thema, dass handwerkliche Berufe mit Schichtarbeit nicht hoch im Kurs stehen da heutzutage die WorkLifeBalance ein sehr wichtiger Aspekt bei der Berufswahl ist.

    Ich als Quereinsteiger vor 34 Jahren kann zur Ausbildung, so wie sie stattfindet, wenig sagen. Ich sehe aber immer bei unseren Neuzugängen, dass die Basics so wie ich sie mir angeeignet habe oftmals nicht vorhanden sind weil sie nicht gelehrt wurden oder in Vergessenheit geraten sind.
    Der Eine sieht es als Job der Andere als Beruf was ich von Berufung ableite.

    Die Ausbildung ist ein Thema, der individuelle Anspruch eine andere Sache.
    Ich bin so das Modell "Nummer5" wem das noch etwas sagt :winking_face: Ich brauche ständig neuen Input und neue Herausforderungen sonst gehe ich ein.
    Leider haben diesen persönlichen Anspruch nicht alle.

  • An der Ausbildung selber sollte man schon mal arbeiten, Thema Spritzguss und gerade Praxis bezogene Themen sind etwas dürftig gewesen. Wie es schon angesprochen wurde sollten Grundsätzliche Sachen nicht missachtet werden.

    Aber auch der Aspekt, das jeder Azubi anders ist und ich habe noch nie von einem gehört "Ich mache die Ausbildung weil die total super Wissen vermittelt." Aus der Praxis heraus sind ein paar unserer intern "angelernten" weitaus besser bei der Sache als Leute die eine Ausbildung genossen haben.

    Nur durch eine veränderte Ausbildung wird die Kunststoffindustrie nicht zwangsläufig attraktiver für junge Leute, denn dazu gehört es auch das Arbeiten im allgemeinen der jungen Generation wieder etwas schmackhafter zu machen.

  • Pinturicchio Hat das auch was mit der Firma REHAU zu tun? Diese Firma erscheint doch in der Öffentlichkeit (Fachzeitungen o. ä.) als der große *Leuchtturm der Spritzgießer-Ausbildung*!?!

    Ich gehe davon aus, da in Rehau an sich ja komplett tote Hose ist, außer eben die Firma Rehau AG.

    Auf jeden Fall hatten auch wir in unserer Berufsschulklasse so viele verschiedene Fachrichtungen, dass logischerweise bei keinem Thema richtig in die Tiefe gegangen werden konnte.
    Vielleicht würde es mehr Sinn machen die einzelnen Fachrichtungen an 1-3 Standorten deutschlandweit zu bündeln und dann nur auf diese Themen einzugehen. Dann könnte man in diesem Zug auch gleich den Lehrplan komplett überarbeiten.

  • Eine Bündelung bzw. Segmentierung der Fachgebiete macht aus der Blickrichtung Fachwissen Sinn.

    Tatsächlich aber schreckt auch heute schon der Blockunterricht bei den Kunststofflern wie z.B. auch den Stahlumformern einen Großteil an Bewerbern ab.

    Denn das bedeutet für die jungen Leute 2-4 Wochen nur am Wochenende zu Hause = Keine Vereinbarkeit mit Hobbys (Sport, Ehrenamt, Kirche, etc.) oder neuer Freund/*in (ist das die korrekte Schreibweise? ;-)) = die Berufe sind schon mal raus aus der Auswahl

    Dann noch das anhaltend schlechte Image des Kunststoffs an sich, Verlagerungen von Fertigungen, Probleme im Maschinenbau, Abbau der Kapazitäten in der Basischemie, was alles medial sehr präsent ist = Zukunftsaussichten aus Sicht der Jungen?

    Und schon haben wir, was wir gerade haben - den nachwuchstechnischen toxischen Cocktail

  • Nur durch eine veränderte Ausbildung wird die Kunststoffindustrie nicht zwangsläufig attraktiver für junge Leute, denn dazu gehört es auch das Arbeiten im allgemeinen der jungen Generation wieder etwas schmackhafter zu machen.

    Das stimmt. Aber für das Arbeitsumfeld ist nicht die Berufsschule zuständig, sondern der Arbeitgeber. Und da gibt es noch viele Diskrepanzen, die vorhanden sind. Ein Beispiel. Wenn ich die Wahl zwischen zwei Firmen hätte, die sich nur im Punkt Arbeitskomfort unterscheiden, wird der Arbeitgeber mit mehr Arbeitskomfort bevorzugt. Oder will jemand händisch jeden Tag 100 einzelne Schläuche anschließen und wieder lösen, wenn er beim anderen Arbeitgeber Kupplungsplatten nutzen kann? Nein, über Kupplungsplatten bitte keine Diskussion starten. Dient nur dem Beispiel.

  • Eine Bündelung bzw. Segmentierung der Fachgebiete macht aus der Blickrichtung Fachwissen Sinn.

    Tatsächlich aber schreckt auch heute schon der Blockunterricht bei den Kunststofflern wie z.B. auch den Stahlumformern einen Großteil an Bewerbern ab.

    Denn das bedeutet für die jungen Leute 2-4 Wochen nur am Wochenende zu Hause = Keine Vereinbarkeit mit Hobbys (Sport, Ehrenamt, Kirche, etc.) oder neuer Freund/*in (ist das die korrekte Schreibweise? ;-)) = die Berufe sind schon mal raus aus der Auswahl

    Dann noch das anhaltend schlechte Image des Kunststoffs an sich, Verlagerungen von Fertigungen, Probleme im Maschinenbau, Abbau der Kapazitäten in der Basischemie, was alles medial sehr präsent ist = Zukunftsaussichten aus Sicht der Jungen?

    Und schon haben wir, was wir gerade haben - den nachwuchstechnischen toxischen Cocktail

    Verstehe deine Bedenken bezüglich nur am Wochenende zu Hause sein, aber ich denke auch hier gibt es bestimmt Möglichkeiten, das attraktiver zu gestalten. Je nachdem wo man das dann aufbaut, kann man ja über Ausflüge oder Aktivitäten diskutieren. Oder zumindest einen Fernseher im Wohnheimzimmer installieren. Wir mussten immer einen eigenen mitbringen..
    Mittlerweile übernimmt unser Betrieb immerhin die Kosten für die Unterbringung im Wohnheim und Sprit bzw. Bahnticket. Damals musste noch alles selbst bezahlt werden.

  • Wenn man das hier liest, stellen sich einem die Haare auf! Wo sind die Firmen, in denen die Azubis jedes Jahr mit Auszeichnungen Prüfungen abschließen? Keiner von denen hier im Forum?

    Mal reinschauen: Please login to see this link.

    Fazit:

    In 8 Jahren bei Ausbildung null Fortschritt! :loudly_crying_face:

    Sorry, stimmt nicht, die Berufsbezeichnung hat sich geändert ☝- also doch Innovation in Deutschland! :grinning_squinting_face:

    Einfach nur traurig bei all den vielen hochdekorierten Institutionen, die für die Ausbildung zuständig sind! Auch in zig Jahren wird m. M. n. dieses Bild👇 LEIDER noch Gültigkeit haben .... :loudly_crying_face:

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  • Das stimmt. Aber für das Arbeitsumfeld ist nicht die Berufsschule zuständig, sondern der Arbeitgeber. Und da gibt es noch viele Diskrepanzen, die vorhanden sind. Ein Beispiel. Wenn ich die Wahl zwischen zwei Firmen hätte, die sich nur im Punkt Arbeitskomfort unterscheiden, wird der Arbeitgeber mit mehr Arbeitskomfort bevorzugt. Oder will jemand händisch jeden Tag 100 einzelne Schläuche anschließen und wieder lösen, wenn er beim anderen Arbeitgeber Kupplungsplatten nutzen kann? Nein, über Kupplungsplatten bitte keine Diskussion starten. Dient nur dem Beispiel

    Vielleicht habe ich mich etwas unvorteilhaft ausgedrückt. Eigentlich meinte ich, es sollte nicht nur über eine Umstrukturierung der Ausbildung nachgedacht werden, sondern auch das Handwerk und die Industrie wieder in ein besseres Licht zu rücken um wieder junge Menschen für solche Berufe zu interessieren. Das am Ende der Arbeitgeber unattraktiv ist weil er keine Kupplungsplatten verwendet ist ein anderes Thema. :winking_face:

    Denn ohne das Interesse an einem solchen Beruf wird sich die Frage nach "Kupplungsplatten oder Schläuche stecken" nie stellen.

  • Hier wäre die Stundentafel für Bayern 1u21 (Quelle ChatGPT)


    📘 Fachrichtung: Formteile

    Jahrgangsstufe 10 (12 Wochen Blockunterricht):

    • Allgemeinbildender Unterricht:
      • Religionslehre: 3 Stunden/Woche
      • Deutsch: 4 Stunden/Woche
      • Politik und Gesellschaft: 4 Stunden/Woche
      • Sport: 2 Stunden/Woche
    • Fachlicher Unterricht:
      • Werkstoffe und Aufbereitung: 7 Stunden/Woche
      • Bauelemente: 12 Stunden/Woche
      • Steuerungstechnik: 7 Stunden/Woche
      • Produkt- und Prozessqualität: 7 Stunden/Woche
      • Spritzgießen und Pressen: 12 Stunden/Woche
      • Blas- und Thermoformen: 8 Stunden/Woche
      • Schäumen: 4 Stunden/Woche

    Jahrgangsstufe 11 (10 Wochen Blockunterricht):

    • Allgemeinbildender Unterricht:
      • Religionslehre: 3 Stunden/Woche
      • Deutsch: 3 Stunden/Woche
      • Politik und Gesellschaft: 3 Stunden/Woche
      • Sport: 2 Stunden/Woche
    • Fachlicher Unterricht:
      • Werkstoffe und Aufbereitung: 14 Stunden/Woche
      • Bauelemente: 12 Stunden/Woche
      • Steuerungstechnik: 7 Stunden/Woche
      • Produkt- und Prozessqualität: 4 Stunden/Woche

    Jahrgangsstufe 12 (10 Wochen Blockunterricht):

    • Allgemeinbildender Unterricht:
      • Religionslehre: 3 Stunden/Woche
      • Deutsch: 3 Stunden/Woche
      • Politik und Gesellschaft: 3 Stunden/Woche
      • Sport: 2 Stunden/Woche
    • Fachlicher Unterricht:
      • Werkstoffe und Aufbereitung: 14 Stunden/Woche
      • Bauelemente: 12 Stunden/Woche
      • Steuerungstechnik: 7 Stunden/Woche
      • Produkt- und Prozessqualität: 4 Stunden/Woche

    Gesamtsumme pro Jahrgangsstufe: 39 Stunden/Woche

    Die Frage ist auch, wie nötig ist der allgemeinbildende Unterricht? Was soll man zum Beispiel noch 3 Stunden die Woche neues in Religion lernen, was man nicht schon in der Schule hatte?

  • Vielleicht habe ich mich etwas unvorteilhaft ausgedrückt. Eigentlich meinte ich, es sollte nicht nur über eine Umstrukturierung der Ausbildung nachgedacht werden, sondern auch das Handwerk und die Industrie wieder in ein besseres Licht zu rücken um wieder junge Menschen für solche Berufe zu interessieren. Das am Ende der Arbeitgeber unattraktiv ist weil er keine Kupplungsplatten verwendet ist ein anderes Thema. :winking_face:

    Denn ohne das Interesse an einem solchen Beruf wird sich die Frage nach "Kupplungsplatten oder Schläuche stecken" nie stellen.

    Ich hab dich schon verstanden. Faktisch wird der Beruf heute genauso ausgeübt, wie in den 80er Jahren. Mit allen Folgen, wie sich ständig wiederholenden Aufgaben. Wenn ich heute vor der Wahl stehen würde, ob ich diesen Beruf ergreifen würde, wenn ich genauso arbeiten müsste wie in den 80er Jahren, würde ich direkt nein sagen. Da muss die gesamte Branche einiges aufholen. Und das ist auch ein Teil davon, was ich in den nächsten Jahren vor habe. Viele tägliche Aufgaben sind einfach unnötig, aber es fehlt häufig entweder am Willen oder der Kreativität der Führung dies zu ändern. Und genau das will ich ändern.

  • Da stellt sich wirklich die Frage, wozu der allgemeinbildende Unterricht notwendig ist. Wenn ich an meine Abi-Zeit zurück denke, hätte man so einiges kompakter gestalten können, wenn die Berufsrichtungen klar sind. Weil es aber die allgemeine Hochschulreife ist und die Berufsrichtung nicht eindeutig ist, muss stärker gestreut werden. Im Punkt Deutsch würde ich aber einiges ändern, weil das geschriebene Wort für die Doku notwendig ist.
    Wenn ich mir den Plan so ansehe, dürfte so einiges für den Beruf Verfahrensmechaniker anders gestaltet werden können.

  • Hallo zusammen,

    Der Lehrplan kann mit Sicherheit optimiert werden. Bei mir waren zudem die meisten Lehrer fernab von der Praxis, somit fehlte der Bezug.

    Bei uns im Unternehmen ist meiner Meinung nach das größte Problem die mangelnde Motivation der Azubis. Die meisten wollen nur pünktlich Feierabend und zeigen sehr wenig Interesse an den Hintergründen und Zusammenhängen.

    Man muss dazu sagen, dass die Verantwortlichen die Azubis nicht motivieren und den Beruf schmackhaft machen.

    Ich habe mir eigentlich mein komplettes Wissen mit Eigeninitiative erarbeitet. Wurde aber auch oft als "Freak" abgestempelt. Mittlerweile zeigt sich aber, dass das Input vom Freak auch schon zu vielen Verbesserungen beigetragen hat :winking_face:

    Man kommt bei uns, aber leider auch oft mit wenig Wissen zurecht, da wir sehr viel standardisiert haben und die Qualitätsanforderungen bei vielen Artikeln nicht sehr hoch sind. Das trägt dann natürlich dazu bei, dass nicht mehr getan wird als "nötig". Obwohl es bei vielen Prozessen noch sehr viel Verbesserungspotential gibt, aber solange es irgendwie funktioniert...:face_with_rolling_eyes:

  • Ich habe mir eigentlich mein komplettes Wissen mit Eigeninitiative erarbeitet. Wurde aber auch oft als "Freak" abgestempelt. Mittlerweile zeigt sich aber, dass das Input vom Freak auch schon zu vielen Verbesserungen beigetragen hat

    Dudi Mach weiter so! Nur die *Freaks* (Querdenker) bringen die Veränderung, die besonders der Spritzguss DRINGENDST nötig hat! Zahle immer gerne den Preis **Unbeliebt** (ich kenne mich da aus :winking_face:)!

    **Gegen den Strom schwimmen ist deshalb so schwer, weil einem so viele entgegen kommen!** (Henry Ford)

    Ich nenne es NEUES DENKEN ...

  • Moin,

    ich hatte meine Berufsausbildung zum Werkzeugmacher noch in der DDR. Das dort Rotlichtbestrahlung durch das Fach "Staatsbürgerkunde" gemacht wurde, kann sich jeder vorstellen. Aber heutzutage "Religion" in der Berufsschule? Vielleicht, damit man nicht vergisst zu beten, dass das, was man gerade tut, auch gut geht!

    Aber ernsthaft für diejenigen, die es beeinflussen können: Warum die theoretische Ausbildung nicht als Online- Untericht gestalten? Damit die technischen Vorrausetzungen vorhanden sind und die Schüler auch am Ball bleiben: im Ausbildungsbetrieb. In einem Raum, den der Lehrmeister durch ein Fenster von außen überwachen kann ohne zu stören? Technisch gesehen ist es ähnlich wie Home-Office.
    Bei meinem ehemaligen AG hatten wir Übertragungsgeschwindigkeiten, von denen ich zu Hause nur träumen kann!

    Grüsse aus dem Oberharz

    Lutze

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