Nichtbedruckbar aufgrund von schlechter Ausgasung

  • Hallo,

    frage an die Gruppen Intelligenz, wir haben hier rechtdickwandige Spritzenzylinder, diese wurden früher via Siebdruck bedruckt, seit de wir das druckverfahren umgestellt haben auf Thermotransfer, und zudem die Maschine gewechselt haben gibt es nur noch Probleme diese zu bedrucken, mal mehr mal weniger.

    Ich habe einer Schlechter Ausgasung im verdacht, mein Produktionsleiter ist da aber leider anderer Meinung (er hat das Programm erstellt), ist schließlich nicht so wichtig.

    es handelt sich um ein PP Bormed RF830MO

    auf einer Netstal Elion 80T 35mm Schnecke

    Kaltkanal beheizte Angussdüse

    10,2g Schussgewicht

    35mm Dosierweg -> 12mm Umschaltung


    vielleicht hat ja auch Jemand noch eine Andere Idee.


    Grüße aus dem Norden

  • Der PP-Typ

    Link: Bormed RF830MO (ein transparenter, nucleierter PP-Random-Copolymer) ist gut bedruckbar, vor allem wegen seiner hohen Transparenz, seines Glanzes und seiner Eignung für medizinische Verpackungen und Geräte, aber wie bei den meisten PP-Typen erfordert die Bedruckbarkeit eine gute Oberflächenvorbereitung (z.B. Corona-Behandlung) für optimale Haftung, da PP von Natur aus eine geringe Oberflächenenergie hat, aber die hohe Qualität des Materials unterstützt dennoch hochwertige Drucke für anspruchsvolle Anwendungen.

    Diese Information hab ich aus dem Netz per KI bekommen. Und die Ansage bezüglich der geringen Oberflächenenergie haben auch wir für verschiedene Materialien feststellen können.

    Hat in diesem Fall aber bestimmt nichts mit "schlechter Ausgasung" zu tun.

    Edited once, last by petersj (December 12, 2025 at 10:30 AM).

  • Vielleicht hilft davon etwas weiter ...

    Häufige Fehler und Lösungen:

    • Link: Blasses, schwaches Druckbild:
      • Ursache: Temperatur zu niedrig oder Geschwindigkeit zu hoch.
      • Lösung: Temperatur erhöhen, Geschwindigkeit senken, bis das Bild voll und dunkel ist, aber nicht verschmiert.
    • Link: Verschwommenes, dickes Druckbild:
      • Ursache: Temperatur zu hoch oder Geschwindigkeit zu niedrig.
      • Lösung: Temperatur senken, Geschwindigkeit erhöhen. Bei zu viel Druck kann das Band falten oder das Bild verschmieren.
    • Link: Druck löst sich ab oder haftet nicht (speziell bei PP):
      • Ursache: Falsches Farbband (z.B. Wachs auf PP). PP haftet schlecht auf fast nichts, braucht spezielle Tinte.
      • Lösung: Verwenden Sie ein Harz-Farbband (Resin), das für Kunststoff-Etiketten (PP, PE) geeignet ist, nicht ein Wachs- oder Wachs/Resin-Mischband.
    • Link: Farbband faltig oder verrutscht:
      • Ursache: Falsche Einlage, zu wenig Spannung, falsche Fixierung.
      • Lösung: Farbband gerade und fest einlegen, Spannung prüfen, ggf. nachjustieren.
    • Link: Papier/Etikett wird nicht transportiert oder blockiert:
      • Ursache: Falsche Medienart (Thermodirekt statt Thermotransfer), falsche Sensor-Einstellung.
      • Lösung: Sicherstellen, dass Sie Thermotransfer-Etiketten verwenden. Sensor-Einstellungen für den Medientyp (Kerbe/Blackmark) prüfen und anpassen.
    • Link: Generelle Unschärfe/Ausfälle:
      • Ursache: Druckkopf verschmutzt oder abgenutzt, falsche Medienausrichtung.
      • Lösung: Druckkopf reinigen, Etiketten mit bedruckbarer Seite nach oben einlegen.


    Wichtige Kombinations-Tipps für PP

    • Farbband: Harzband (Resin) ist meist die beste Wahl für Polypropylen (PP), um Haltbarkeit und gute Haftung zu gewährleisten.
    • Etikettenmaterial: Spezielle PP-Etiketten (Synthetik) sind notwendig, nicht Papier.
    • Kombination: Drucker (Einstellung), Farbband (Harz) und Etikett (PP) müssen aufeinander abgestimmt sein, um beste Ergebnisse zu erzielen, oft ein Harz-Farbband auf PP-Etikett.
  • Beschreibst Du die Probleme bitte genauer: schlechte Haftung, verwischter Druck, Fehlstellen im Druck?

    Wir haben auch Teile bedruckt, aber mit einem völlig anderen Verfahren!

    Grüsse vom Rentner Lutz aus dem Harz

    es handelt sich um Fehlstellen im druck meist am äußeren ende der Zylinder

  • Moin,

    Fehler beim Bedrucken haben meiner Erfahrung nach nur selten als Ursache die Spritzteile. Ich habe es beim Tintenstrahldruck nur einmal erlebt: Schallplatteneffekt durch eine defekte Heißkanaldüse!
    Trotzdem kann es nicht schaden, die Teile unter farbigem oder polarisiertem Licht zu betrachten!

    "am äußeren ende der Zylinder": Am Ende des Druckes? Ist das auch Fließwegende?

    Gute Nacht!

  • Sehr gute Informationen von Link: KuFo . Diese Infos gelten übrigens nicht nur für Etiketten sondern auch für den Druck direkt auf Fertigteilen.

    Stimmt, auch wir hatten Probleme (auch zwischendurch immer mal wieder), weil irgend ein Beschaffer meinte, dass ein billigeres Farbband zum Bedrucken der Warenetiketten ausreichen müsste. Auch hier zeigte sich: PE-Etiketten brauchen ein spezielles Farbband und der Lieferant bestätigte, dass er sich wunderte, dass plötzlich Farbbänder für Papier bestellt wurden. Das muss also gut und richtig aufeinander abgestimmt sein. Auch muss das Farbband die richtige Breite haben und die Temperatur muss richtig eingestellt sein. Sonst gibt es auf jeden Fall Probleme mit der Haftung. (Kann man ohne viel Gewese einfach abwischen und Ränder werden nicht gedruckt, weil z.B. die Temperatur zu niedrig war).

    In der Regel können die Farbband- und Druckerlieferanten sehr gut beraten. Und meistens wollen sie das auch. Denn diese Bänder sind meisten nicht so ganz preiswert und eine schlechte Qualität wird bei Unzufriedenheit meistens mit Kundenverlust bestraft. Also auch den Lieferanten evtl. mit in die Problematik einbinden. Bei uns wurde das Problem von einem auf den anderen Tag behoben.

    Übrigens: Auch ein zu breites Band für einen zu schmalen Druckbereich wird meistens mit Misserfolg bestraft (Knitterband wegen der Haftung).

  • Ich gehe mal davon aus, dass die Spritzen im Außendurchmesser minimal konisch zulaufen (Enformungsschräge). Dann muss ggf. der Druckkopf entsprechend der Neigung der Schräge eingestellt werden, da der Anpressdruck sonst an der kleineren Seite nicht wirkt. Wird der Spritzenkörper beim Druck auch noch gerollt, sind die Umfangsgeschwindigkeiten ggf. unterschiedlich, so dass die Schrift verzerrt wird. Also muss die Auflage angepasst werden. Sonst wird die Druckfolie einseitig gestreckt. Das wird schwierig, ist aber durchaus zu bewerkstelligen.

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