Moin,
wollte mal einen spannenden Zufallsfund mit euch teilen.
Scheint eine Kooperation mit CadMould zu sein.
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Schönes Spielzeug.
Bin gespannt, was uns die Zukunft bringt. ![]()
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Wenn es so arbeitet, wie ich es da sehe, ist es einfach nur Blendwerk. Die ersten Fehler habe ich schon gefunden, die auch auf die Funktionsweise schließen lassen. Cadmould hat mit Varimos ein gutes Werkzeug, wodurch viele verschiedene Iterationen bei den Simulationen möglich sind, was die Vorstufe darstellt. Cadmould rechnet auch nur auf einem Kern, was früher ein gutes Alleinstellungsmerkmal war, aber mit fortschreitender Rechenleistung obsolet wurde. Varimos füllt die Lücke, weil auf einem 32-Kern-System auch 32 Simulationen zeitgleich laufen können. Oder bei 96 Kernen dann 96 Simulationen zeitgleich. Varimos wurde damit deutlich schneller und hat den Nachteil überbrückt.
Und das wird nun ausgenutzt. KI kann wunderbar zwischen Ergebnissen interpolieren und das wird genutzt. Das Netz wird einfach so grob wie möglich gewählt, damit das Bauteil noch gerade so ausreichend beschrieben wird. Dann wird ein Knotenpunkt als Anspritzpunkt gewählt und die Füllphase wird gerechnet. Im nächsten Schritt werden die Nachbarknoten als Anspritzpunkt gesperrt und erst der übernächste Nachbar wieder erlaubt. Dadurch ergibt sich ein Netz an möglichen Anspritzpunkten, was vergleichsweise wenige Möglichkeiten bietet. Die notwendige Anzahl an Simulationen, um diese Funktion darstellen zu können, sinkt.
Die zwei Anspritzpunkte sind nettes Gimick. Lege ich beide Anspritzpunkte ganz nah beieinander und behalte den Volumenstrom pro Anspritzpunkt bei, erhalte ich eine Überlagerung zweier verschiedener Simulationen und z.B. den gleichen Fülldruck, wie bei einem Anspritzpunkt. Das ist mathematisch nicht möglich. Der strukturviskose Teil der Kunststoffe wird komplett ignoriert und damit sind die Ergebnisse nutzlos.
Sieht auf jeden Fall interessant aus, solche Ansätze werden wir in den nächsten Jahren vermutlich öfter sehen. Ich denke aber auch, dass man da genau hinschauen muss, was wirklich gerechnet wird und was nur aus vorhandenen Simulationen “gelernt” bzw. interpoliert ist. Für schnelle Abschätzungen oder Variantenvergleiche kann das sicher spannend sein aber eine klassische Simulation wird es vermutlich so schnell nicht ersetzen.
Spannend dürfte es werden, wenn Quantencomputing richtig Fahrt aufnimmt. Dann werden einfach alle möglichen Varianten zeitgleich gerechnet und das Optimum ausgespuckt. Muss nur noch jemand definieren, was "das Optimum" ist... aber da hilft dann wieder die KI... und ich kann endlich in Rente gehen ![]()
Da braucht es erstmal die passende Software für und die Materialvermessung muss auch komplett anders aussehen. Wird ein sehr langer Weg.
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