Hallo in die Runde!
Es ist offenbar Sommerloch, da kann ich ja mal mit einfachen Fragen nerven ![]()
Ich bin gerade dabei, mein erstes TPU-Werkzeug für meine kleine Boy 22 zu konstruieren (196x196mm). Das Ganze dann mit Wechseleinsätzen. Nun möchte ich überschlägig den maximalen Wärmeeintrag ins Werkzeug berechnen, um zu schauen, welche Art der Kühlung am sinnvollsten ist.
Ich bin nun einfach über die mittlere eingebrachte Wärmemenge herangegangen:
maximal eingespritztes Volumen: 40 cm³, Dichte TPU: ca. 1,14 g/cm³ => Masse: ≈ 45,6 g
Verarbeitungstemperatur laut Hersteller: 170-180°C
Als Entformungstemperatur habe ich 90°C angesetzt => ΔT=90K. Die spezifische Wärmekapazität ist 2,0 kJ/(kg·K).
Die Wärmemenge ist m⋅c⋅ΔT, also:
Q = 0,0456 kg ⋅ 2000 J/(kg⋅K) ⋅ 90 K = 8208 J ≈ 8,2 kJ pro Schuss (spez. Wärme)
Dazu kommt noch die latente Wärme, für die ich für mein TPU 35J/g gefunden habe.
Qlat = 0,0456 kg ⋅ 35 J = 1,6 kJ
Bei einer minimalen Zykluszeit von 20s wären das also (8,2+1,6)*3 kJ = 29,4 kJ pro Minute.
Die abzuführende Leistung wäre dann ca. 500W (im Maximalfall - 40cm³ sind das maximale Schussvolumen).
Ist die Überschlagsrechnung soweit richtig?
Viele Grüße,
Christoph