• Hallo zusammen, ich habe ein Problem mit dem Material ABS/PC und zwar von der Fa. DOW-Chemical (Pulse A 35/110). Gibt es Qualitätsvorgaben bezüglich der Oberflächenspannung? Kommt es vor dass das patch eine Ausblühung an der Oberfläche verursacht? Habe deswegen Schwierigkeiten mit einem Kunden. Wie werden Teile aus diesem Material normalerweise ausgeliefert? Wer kann mir weiterhelfen. Ich bin selbst kein Kunststoffspritzer und verarbeite die teile mit diesem Material weiter und haben seit kurzen ständig Probleme damit. Wer kann mir weiterhelfen?

    MfG Robby :face_with_rolling_eyes:

  • Hallo peri, hallo Alex,
    die Ausblühung die ich meine, sind Ölabsonderungen vom Einfärbemittel (patch). Dieses soll angeblich ein Kohleprodukt sein und je nachdem wieviel von diesem Einfärbmittel eingemischt wird verursacht dies eben diese Absoderungen. Allerdings kann man diese nicht mit dem Auge feststellen. Wir nehmen die Tinte für die Oberflächenspannung und stellen es dadurch fest. Da wir die Teile weiterverarbeiten (Beflocken) haben wir natürlich an Unterschiedlichsten Stellen keine Haftung zum Substrat.
    Meine frage ist zum einem: wie kann das abgestellt werden? und ist das normal dass bei solch einem Material das beschriebene passiert?
    Danke für eure mithilfe.
    Gruß Robby

  • Hallo Robby,
    ich bin mir nicht sicher ob tatsächlich das Masterbatch für Deine Probleme den Ausschlag gibt. Wobei ich voraussetze, dass die Einfärbung mit einem Batch auf PC-Basis erfolgt ist. Ein Universal-Batch auf PE-Basis oder Harz-Basis ist nicht geeignet.
    Ähnliche Probleme könnten Dir Trennmittelrückstände und/oder die brüchtigten "Schweissfinger" bereiten. (Abhilfe= Baumwollhandschuhe)
    Ebenso ist sicherzustellen, dass in der gesamten Fertigung und im Lagerbereich kein silikonhaltiges Trennmittel, auch nicht in weiterer Entfernung vom Produktionsstandort deines Teiles zur Anwendung kommt.
    Siliconhaltiges Trennmittel wird oft im Zusammenhang mit Tampondruck angewendet.

    Vielleicht kannst Du Dir den Produktionsstandort einmal genauer ansehen.
    Wenn die Maschine, auf der Deine Teile gefertigt werden einer "Ölquelle" gleicht, dann hast Du den Grund für Dein Problem möglicherweise eingegrenzt.

    mfg opa

    PS
    Mir ist noch nachträglich eingefallen, dass ich ein ähnliches Problem einmal mit einer Dame hatte , die sich die Hände mehrmals am Tage eingecremt hatte und die Teile nachbearbeitet hat.

    Edited once, last by opa (September 13, 2007 at 8:27 AM).

  • Hallo Opa, diese Aussage dass es am Batch liegt kommt von dem Institut (TÜV R...) dass die Materialien Untersucht hat. Fehlerquellen wie MA oder Siliconfreies Trennmittel wurden bereits vor längerer Zeit umgestellt. Es ist wirklich so dass diese Rückstände selbst mit reinigen (Isop.) nicht vollkommen entfernt werden können. Es kommen immer wieder Teile heraus bei dem sich der Klebstoff zurückgezogen hat.
    Gruß Robby

  • Kannst du nicht schon eingefärbtes Mat. nehmen?
    Wir stellen viele Teile aus PC ABS her die später bedampft oder lakiert werden.
    Öl ist da der absolute Tod.
    Wir hatten nur ein ähnliches Problem mit grauem PC ABS. Da kam die Entformungshilfe an die Oberfläche.

  • Hallo,
    leider habe ich da Schwierigkeiten an diese Daten heranzukommen, da wir nicht der Kunststoffspritzer sind. Wir Beflocken die Teile und haben eben diese erwähnten Probleme mit dem Kunststoffspritzer.
    Was ich herausfinden möchte ist: ob dies in der Kunststoffbranche üblich ist dass Teile dieses Merkmal aufweisen. Denn dass ist die Aussage unseres Kunststoffspritzer, mit der wir allerdings nicht leben können.

    Gruß Robby :winking_face:

  • Hallo Robby,

    Ich hoffe ich habe alles Richtig verstanden :confused_face: , denn:

    ich komme zwar nicht aus dem Bereich " Veredeln" aber wenn sich etwas auf der Oberfläche befindet, ( in welcher Form auch immer ), was zu Haftungsproblemen führt, was " normal" ist, wie Dein Lieferant sagt, frage ich mich, wie damals die ganzen Handyschalen, die ebenfalls aus PC/ABS bzw. ABS/PC waren veredelt werden konnten!!!

    Ist das die erste Lieferung die ihr bekommen habt?
    Waren vorherige Lieferungen besser??
    Gibt es Additive im Material???

    Eine Produktion mit diesem Blend ist in jedem Fall auch ohne Oberflächenfehler möglich!!!
    ( zumindest mit ABS/PC Blend allgemein, das genannte kenne ich nicht! )

    Wie peri schon fragte, kannst du ein Bild einstellen???

  • Hallo Robby,

    wenn ich es richtig interpretiere, fertigt der Spritzer im Kundenauftrag, Du veredelst und gibst die Teile zurück bzw, an den Kunden weiter.

    Nach dem, was Du im Forum geäußert hast, finde ich, dass nur ein Gespräch mit Kunde, Spritzer und Euch zu einem Erfolg führen kann. Dort müssen die Karten auf den Tisch und u.U. auch der Materiallieferant mit einbezogen werden.

    Die in meinen Augen sehr suspekten Ansichten Deines Spritzers kann ich nach 45 Jahren in der Plastverarbeitung nicht nachvollziehen.

    Das Prüfergebnis des TÜV kann ich auch nicht unterschreiben. Wenn es tatsächlich das Masterbatch wäre, so müsstest Du 100% Ausschuß beim Beflocken haben.

    mfg opa

  • Hallo zusammen,
    danke für eure Beiträge. Aber genau da liegt der "Hund" begraben, ich komme an den Bericht des TüV nicht heran, da ich nicht der Auftraggeber bin und muss mich auf dass verlassen was ich gesagt bekomme. Bin aber auch an dieser Sache dran. Ein Bild könnte ich zwar einstellen aber man würde auf der Oberfläche nichts erkennen (Ölrückstände oder dergleichen), da wir dies bei der WE Prüfung optisch auch nicht erkennen können. Wir erkennen es zum einem wenn wir mit Prüftinte auf das Teil gehen oder beim Klebstoffauftrag. Allerdings können wir die Teile nicht in Prüftinte baden, damit wir jedes Teil erkennen. Wir Beflocken diese Teile bereits seit dem Jahre 2004 und haben noch nie solche Probleme wie seit März diesen Jahres. Leider sind Gespräche mit dem Lieferanden nicht möglich da dieser sich mittlerweilen wendet wie ein Aal. In seinem letzten Brief schrieb er mir dass er verpflichtet ist Teile zu Liefern die "mittlerer Art und Güte" (ist wahrscheinlich ein juristischer Satz) entsprechen. Was bedeutet: dass es in der Kunststoffbranche üblich ist, mit diesem Material PC/ABS, solche Teile mit diesen Merkmalen zu Liefern. Und genau dass Versuche ich herauszufinden. Vielleicht kann mir jemand (am liebsten ein anerkanntes Institut) bestätigt, ob dies der Tatsache entspricht oder nicht, was ich eher vermute, da meine Flockkollegen dieses Problem noch nie hatten.
    Gruß Robby :confused_face:

  • Meiner meinung nach liegt das Problem an den Additiven im Material.
    Wie schon gesagt, ist mir das Problem bekannt. Teile Oberflächlich i.O.
    aber nach dem Bedampfen ist die Oberfläche schwarz, wie von Öl.
    Ist aber durch die Maschineneinstellung abzustellen.
    Leider habt ihr da ein Problem. Ich stelle meine Teile bei jedem Anlauf vor und lasse sie probebedampfen. Aber wie willst du das umsetzen? Gibt es da eine Möglichkeit, daß der Spritzer es mit dieser Tinte selber testet?
    Die Aussage, daß es in der Branche üblich wäre die Teile mit diesem Merkmal zu liefern würde ich absolut nicht akzeptieren. In der Automobilbranche werden div. Spiegel und lLeuchten aus PC/ ABS hergestellt und bedampft oder lackiert. Dabei muß die Oberfläche natürlich frei von solchen Rückständen sein.

  • Quote

    Original von Robby
    Wir Beflocken diese Teile bereits seit dem Jahre 2004 und haben noch nie solche Probleme wie seit März diesen Jahres.

    Also, geht es doch ohne das Problem!!!

    Ist es seit anfang an der gleicher Lieferant gewesen???

  • Ja es ist der gleiche Lieferant über den gesamten Zeitraum. Angeblich prüft er bei jeder VP zwei Teile, aber diese spiegelt sich nicht mit unseren Aufzeichnungen. Wir haben Monate dabei gehabt da waren 97% der Teile in diesem Zustand. Momentan geht es wieder etwas runder :](54%).
    Leider lässt sich die GF-Leitung dieser Firma auf keinen Kompromiss ein. Wird reinigen seit ca. 4 Monaten und stellen es dieser Firma in Rechnung. Diese sendet die Rechnungen zurück mit dem Hinweis, dass das Reinigen unsere Angelegenheit ist. Mittler weilen habe ich einen Rechtsanwalt eingeschaltet da die zusätzlichen Kosten in einem 6-stelligen Bereich liegen. Deshalb versuche ich auch zu ergründen ob dies was ich unten beschrieben habe zutrifft oder nicht. Vielleicht hat einer von euch eine Empfehlung an wem ich mich wenden kann. Danke bereits vorab.
    Gruß Robby :loudly_crying_face:

  • je nachdem wieviel von diesem Einfärbmittel eingemischt wird verursacht dies eben diese Absoderungen.

    Hallo Robby,

    wer hat dir denn diesen Blödsinn erzählt, da Batch ja auch Geld kostet,

    wird doch kein Spritzer mehr Batch zuführen als unbedingt nötig.

    Habt ihr schon mal versucht die Teile von eurem Lieferanten ganz

    offiziell zu reklamieren, bzw. das ganze Los zurückzuschicken?


    dass es in der Kunststoffbranche üblich ist, mit diesem Material PC/ABS,

    solche Teile mit diesen Merkmalen zu Liefern.

    Mir scheint, dass euer Lieferant nicht gewillt ist das Problem zu

    lösen, oder euch irgendwas verschweigt, wobei er vielleicht doch

    ein anderes Batch einsetzt aus Kostengründen z.B.

    Da bleibt wohl nur die Möglichkeit, dass du auf eigene Kosten eine

    Analyse durchführen lässt, wenn`s auch kostenaufwendig ist.

    Vorab solltet ihr weiterhin alle Mehrarbeitskosten,für spätere

    Auseinandersetzungen,dokumentieren.

  • Hallo peri,
    haben wir schon alles gemacht. Habe auch beim SKZ Untersuchungen laufen. Allerdings bekomme ich vom Kunststoffspritzer keine Materialdaten oder sonst etwas, und am fertigen Produkt ist es äußerst Schwierig irgend etwas herauszufinden, ist die aussage vom Kunststoffzentrum. Dokumentiert ist bereits alles, selbst die Teile mit den Fehlstellen im Flock haben wir im Hof gestapelt als Beweis.
    Leuchtet mir auch ein dass er weniger Einfärbmittel nehmen müsste um kosten zu sparen, aber könnte es nicht sein dass er zu viel Regranulat verwendet und um das nicht kenntlich zu machen benutzt er mehr Färbemittel :confused_face:
    Has Du oder jemanden den Du kennst bereits solche Probleme gehabt bei PC ABS?

    Grüß Robby :winking_face:

  • Guten Morgen Robby,

    wenn ich Deine Berichte so durchlese, habe ich den Eindruck, dass Du stinksauer auf Deinen Lieferanten bist. Deine Gedanken, dich gerichtlich mit Ihm auseinanderzusetzten scheinen mir dafür zu sprechen.

    Ich hatte in meiner Praxis auch ein paar solcher Fälle. Meine Gerichtserfahrung (es läuft alles auf einen Vergleich hinaus) hat mich auf den Teppich zurückgeholt. Wenn es keine Einvernehmliche Lösung gibt, dann habe ich lieber auf den Auftrag verzichtet.

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