Materialveträglichkeit??

  • Erstmal Hallo an alle nochnmal,

    so meine Diplomarbeit ist so gut wie durch und nun kann ich mich auch im Kreis der Kunststoffingenieure begeben :grinning_squinting_face:

    nun hab ich dennoch eine kleine Frage..wie kann es sein..das beim Verbund-Spritzgiessen mit 2 Materialen unterschiedliche Messwerte rauskommen??

    nochmal Revue pasiert..

    Vorspritzling aus PBT30%GF (Hersteller 1)
    Umspritzen mit PBT 30%GF (Hersteller 2)

    Hersteller 1 mit Hersteller 2 vertragen sich einigermassen..
    Hersteler 2 mit Hersteller 2 geht gar nicht....alles undichte Werte bei der Dichteprüfung..

    spielen da vieleicht die Additive eine Rolle??? oder was könnte der Grund sein?? Kunststofftyp ist ja der gleiche..irgendwas muss da was stören..??

    Edited once, last by Jim (October 25, 2007 at 1:57 PM).

  • hallo jim,
    grundsätzlich lassen sich teilkrisalliene kunststoffe nicht verbinden -
    - ausnahmen gibt es :smiling_face:
    aber pbt und pbt geht nicht -
    handelt es sich um standardmaterial? oft wird bei pbt asa oder teee als modifikator beigegeben - das hat einen einfluß - alles andere nicht -
    abgesehen von fr-mittel -
    grundsätzlich ist bei 2k - der druck wichtig - nicht die temperatur -
    aber nochmals - man schaft es nicht die oberfläche von pbt mit pbt anzuschmelzen und dadurch einen verbund zu bekommen.

    gruß
    hermann

  • Guten Morgen Hermann,

    grundsätzlich muß ich Dir widersprechen. Meine Erfahrung ist diesbezüglich, dass es eine Frage der Gestaltung der Oberfläche in der Fügezone ist.

    Wenn diese filigran genug gestaltet ist, dann kann die nachfolgende Schmelze durchaus den Werkstoff des Vorspritzlings anschmelzen und eine druckdichte Verbindung herstellen.

    Dies habe ich sowohl bei PA wie auch bei PBT mehrfach praktiziert.
    Wobei natürlich wichtig ist, dass der Vorspritzling sauber, fettfrei und möglichst umgehend umspritzt werden muß.

  • Hallo Opa,
    grundsätzlich stimme ich dir zu :smiling_face: ABER (wie so oft bei Kunststoff) -
    ist eine Dichtigkeit zweier Bauteile durch aufschmelzen zweier gleicher TK-Kunststoffe sehr schwierig. Ich konnte schon einige Erfahrungen im Bereich von Spulenkörpern sammlen - z.B. Spuenkörper PBT 30% GF - Umspritzung gleiches Material - eine Dichtigkeit ist nur an den Abschmeltzkanten möglich - das Teil wird zwar dicht - aber durch eine Überprüfung durch einen Mikrotomschnitt ist sichtbar das keine 100%Verbindung ein aufschmelzen erfolgt.
    Man veruscht im Bereich von PA deshalb den Spulenkörper aus PA 6 und die Umspritzung mit PA 6.6 zu machen.

    Kunststoff ist immer wieder spannend - meine Erfahung ist das bei der Kunststoffverarbeitung nicht alles weiß oder schwarz ist - es gibt sehr viel grau :smiling_face:

    wünsche noch einen schönen Feiertag und ein gutes neues Jahr.

    Hermann

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