Lufteinschluss im Teil / Blase an der Oberfläche

  • Hallo.
    Bei der Fertigung von runden 2K-Teilen kommt es bei der TPE-Komponente bedingt durch einen Fließfrontzusammenfluss zu einem Lufteinschluss im Teil, der an der Oberfläche als "Blase" sichtbar wird.
    Es ensteht eine richtige Beule am Teil.
    Die Prozessparameter haben wir schon rauf und runter gefahren.

    Hat evtl. noch jemand eine Spontanlösung bevor wir an konstruktive Veränderungen im Werkzeug (Anspritzung, Geometrie verändern) gehen ?
    Danke für eure Hilfe im Voraus.

    Gruß
    TThias

  • Hallo TThias,

    ist das ein Neuwerkzeug, oder besteht das Problem schon länger?

    Mir fällt da nur ein sehr starkes reduzieren der Einspritzgeschwindigkeit

    zum Ende des Füllvorganges ein.

    Wie hoch hast du die Spritzgeschwindigkeit?

    Ist die TPE-Komponente sehr dünnwandig?

    Kannst du die Einspritzgeschwindigkeit insgesamt reduzieren, oder

    hast du dann Probleme mit der Haftung?

  • Hallo.
    Danke für die Rückmeldung.
    Wie ich bereits sagte, haben wir den Prozess schon rauf und runter gefahren, ohne eine Verbesserung zu bekommen. Selbstverständlich auch in Verbinfung mit den üblichen Fehlerbehebungslektüren.

    Ich suche hier im Forum nach einem, na sagen wir mal "Zufallstipp", der weiterhelfen könnte.

    Gruß
    TThias

    Edited once, last by TThias (November 23, 2007 at 7:06 AM).

  • Hallo TThias,

    hast Du eine gute Entlüftung an der Kontur wo die Blase entsteht?
    Gehe mal mit der Zuhaltekraft runter, wenns geht da 2K?
    Klebe mal einen oder mehrer Tesafilmstreifen ca. 5mm vom Konturrand an die Zusammenflußstelle, das begünstigt die Entlüftung.

    Gruß
    Rainer

  • Hallo.
    Wir sind schon auf einer Maschine, bei der ich die Zuhaltekraft parallel zum Einspritzen erhöhen kann, um die Luft entweichen zu lassen.
    Leider wird mir diese Restluft aber dennoch immer wieder von den Schmelzefronten "eingefangen", was dann zu der Blase führt.

    P.S.: Ein temperaturbedingtes Zersetzungsproblem des Materials, was ebenfalls zu Blasen am Teil führen könnte, kann hier ausgeschlossen werden. Ist bereits abgetestet.

  • Hallo Thhias,

    hatten das selbe Problem auch schon öfters mit TPE. Hat das Werkzeug einen Heisskanal?
    Bei uns hats immer funktioniert mit tiefern Heisskanaltemperaturen und einer langsameren und gestuften Einspritzgeschwindigkeit.

    Ist die TPE Komponenete in der nähe des Anspritzpunktes der andern Komponente? Dann könnte es auch sein das dieser zu heiss ist und es deshalb Blasen gibt, hatten wir auch schon.

  • Hallo TThias,

    wenn ihr die Luft wirklich durch die Fließfront einsschließt, ist der Anspritzpunkt falsch gewählt. Versuch mal so schnell als möglich einzuspritzen, hat bei uns mal geholfen die Luft zu verdrängen, auch wenn es unlogisch klingt, aber es hat funktioniert. Ansonsten könnte noch ein anderes TPE helfen, wenn ihr nicht festgelegt seit. Jeder Compounder geht anders an die Sache ran und hat auch manchmal andere Basisrohstoffe, kann helfen.

    Michael

  • Hallo.
    Danke für eure Hilfe. Ich würde gerne ein anderes TPE nehmen, aber leider ist dies ein speziell auf PA abgestimmtes TPE. Somit habe ich da nicht die große Auswahl.
    Wir haben aber am Freitag recht positive Ergebnisse erzielt und setzen da heute erneut an.

    Gruß
    TThias

  • Hallo TThias,

    warum "angeblich" haftungsmodifiziert?

    Hast du Probleme mit der Verbindung?

    Weitere Hersteller haben meine Vorredner ja schon genannt, den

    gibt`s übrigens auch noch: http://www.delta-kunststoffe.de ,

    zu Kraiburg und PTS kann ich noch anfügen, dass beide absolut

    kompetente Fachleute in Ihren Reihen haben.


    hier ist noch einer: http://www.hofer-plast.at

    Edited once, last by peri (November 29, 2007 at 9:32 PM).

  • Hallo TThias,

    ich weiß nicht, wie groß das Teil ist, bzw. wieviel Volumen Luft beim Füllen aus der Kavität verdrängt werden muß . . ? Habt ihr es schon mit Vakuum versucht? Bei kleinem Volumen reicht schon eine pneumatisches Vakuum-Ventil. Ich würde empfehlen, um die ganze Kavität im Abstand von max. 5 mm einen Kanal (ca. 4 mm breit x 3 mm tief) zu fräsen. Dann den Steg zwischen Kavität und Kanal ca. 0,04 mm abfräsen/-schleifen. Mit dem Vakuum dann an einer Stelle an den umlaufenden Kanal gehen und beim Einspritzen bzw. kurz vor dem Einspritzen das Vakuum aktivieren. Habe damit schon gute Erfolge gehabt, da die Schmelze auf diese Art keine Luft verdrängen muß.

    Überhitzung kann aber auch durch die Scherung in der Schmelze beim Einspritzen entstehen, das nur als Hinweis.

    Gruß
    HHB

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