2-Fach HK ungleiche Festigkeiten je Nest

  • Hallo Kunststoffspezialisten,

    Wir umspritzen bei uns vorgefertigte Kunststoffteile mit einem offenen 2-Fach HK-System.
    Dabei wird ein Träger aus PA66GF35 mit PA66GF35 überspritzt.
    Dabei habe ich das Problem das manche Träger halten, und manche nicht, alles in einer Serie mit gleichen Kompontenten und Spritzparametern.
    Meine Theorie:
    Der HK öffnet jeweils ein Nest verzögert und dadurch die Schwankungen der Festigkeit von Nest 1 auf Nest 2 und umgekehrt.
    Bei einer Füllstudie füllt einmal zuerst Nest 1, später wieder Nest 2 zu erst :frowning_face:
    Wie schaft Ihr es bei Euch die HK-Düsen gleichmäßig "aufzubrechen"??
    Fahrt Ihr zum "Aufbrechen" mit viel Dampf......
    Leider verträgt das teil keinen hohen WZ-Innendruck
    Düsentemp hatte ich schon bis zum "rauslaufen" hoch.

    Welches Spritzparameter würdet Ihr vorschlagen?
    Wie könnte ich meinen HK testen??
    Füllstudien mit verschieden. HK-Temps?? Einspritzprofilen?
    Tipps??

    Danke für die Unterstüzung!

    Gruß
    Rainer

  • Hallo rafi,

    habt ihr in den HK- Düsen Wärmeleitstifte (Torpedo), scheint so, als

    ob die Glasfasern an der Oberfläche zu schnell abkühlen.

    Als erstes würde ich versuchen die Wärmeleitstifte im Werkzeug

    vorzusetzen, so dass die Stifte ca 0,5 - 1 mm überstehen, gibt erstens

    einen sauberen Abriss, zweitens wird die Wärme dahin geführt, wo

    sie benötigt wird.

  • Hallo rafi,

    nichts zu danken, dafür gibt`s ja dieses Forum :winking_face:

    Ich würde das Werkzeug und HK im kalten Zustand vermessen, ich

    denke, dass der Faktor der Längenausdehnung der Wärmeleitstifte

    keinen grossen Einfluss hat.

    Kannst ja erstmal kalt vermessen, danach den HK aufheizen und nochmal

    messen, dann siehst du den Unterschied.

  • Hallo rafi,

    es gibt vom Heißkanalhersteller genaue Vorgaben für die Fließspaltmaße zwischen Torpedo und Bohrung. Ich würde empfehlen, den Heißkanalhersteller zu befragen, er muß Dir die Maße geben. Es wird im kalten Zustand mit Berücksichtigung der Längenausdehnungen eingestellt.

    Im Übrigen sind offene Düsen für glasfaserhaltige Materialien ungeeignet, da das "Heiß Öffnen und Kalt Schließen" bei diesen Düsen durch den starken Verschleiß nicht prozessicher über einen längeren Zeitraum möglich ist. Für solche Materialien sollten grundsätzlich Nadelverschluß-Systeme eingesetzt werden. Also, Dein Problem wird wegen dieses Werkzeugmangels ein "Dauerbrenner". rede mit den Werkzeugleuten darüber.

    Gruß
    HHB

  • Hallo HHB,

    ja ich lasse gerade das L-Maß/Durchmesser rausmessen und spreche dann mit dem HK Hersteller darüber.
    Bei Neuwerkzeugen setzen wir schon Nadelverschuß ein.


    Gruß
    Rainer

  • Im Übrigen sind offene Düsen für glasfaserhaltige Materialien ungeeignet, da das "Heiß Öffnen und Kalt Schließen" bei diesen Düsen durch den starken Verschleiß nicht prozessicher über einen längeren Zeitraum möglich ist. Für solche Materialien sollten grundsätzlich Nadelverschluß-Systeme eingesetzt werden. Also, Dein Problem wird wegen dieses Werkzeugmangels ein "Dauerbrenner". rede mit den Werkzeugleuten darüber.


    Hallo Behrens,

    deine Aussage kann ich so nicht stehen lassen, wir verarbeiten

    grösstenteils GF Materialien, davon ca 90% mit offenen HK-Düsen,

    Probleme wie du sie beschreibst, haben wir nur mit einem Hersteller,

    da ist die Standzeit echt bescheiden.

    Ansonsten haben wir keine nennenswerten Probleme, denke die

    Entscheidung ob Nadelverschluss oder nicht, ist schliesslich auch ne

    Kostenfrage.

    Gut abgestimmte offene Heisskanalsysteme als Werkzeugmangel zu

    bezeichnen, halte ich für ziemlich übertrieben.

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