Einfallstellen in PA66

  • Hallo Zusammen

    Ich arbeite im Moment an einer Methode um Einfallstellen in einem PA66 mit 50% GV zu reduzieren.

    Nun suche ich einen Weg um diese möglichst auf Material bezogenem Weg zu reduzieren. d.h. nicht spritzgusstechnisch.

    Also Treibmittel liegt nicht drin weil meines Wissens die Oberfläche vor die Hunde geht und die is ziemlich heikel.

    Ich hoffe einer kann mir helfen.

    Gruss aus der Schweiz

  • Hallo chstudent,

    willkommen im Forum!

    Tja, ich kann leider nicht ganz folgen! Bei 50% GF kann der Einfall nicht wirklich groß sein, oder?
    Genauso schötze ich es mit der Oberfläche. Du möchtest kein Treibmittel verwenden, da die Oberfläche darunter leidet, aber GF trägt auch nicht gerade zur optischen Verbesserung bei!

    Was Du versuchen könntest, wäre Langglasfasern einzusetzen. Diese erzeugen in der Schmelze ein "Gerüst"

  • Hallo qs

    Danke für die postwendende antwort.

    Nein der Einfall ist nicht wirklich gross. Das ist korrekt.

    Hmm die Oberfläche kommt eigentlich ganz gut. Das Problem ist, dass das Teil dann mit irgendwas so metallähnliches Lackiert wird und dabei sieht man jede kleine Einfallstelle. Besteht da trotzdem die Möglichkeit eines Treibmittels? So weit ich das gelesen habe verändert das auch die Oberflächenbeschaffenheit....

    Das mit den Langglasfasern ist auf jeden Fall ein Versuch wert.


    Gruss aus der SChweiz

  • Hallo Kuka

    Ich habe soweit eigentlich gar nichts mit dem Spritzgiessen selber zutun. Ich bin in der chemieabteilung.

    Danke war ein intressanter Artikel.

    Wird High Speed PA auch noch von andern Firmen als BASF hergestellt?

    Gruss aus der Schweiz

  • Hallo chstudent,

    ok bis hierhin konnte nicht wirklich geholfen werden. Du willst die Einfallstellen materialtechnisch reduzieren.

    Kannst du sagen aus welchen Gründen Einfallstellen vorhanden sind?
    Als Beispiel: größere Querschnittunterschiede, Rippen oder vielleicht Dome.

  • Hallo zusammen,
    zu Beginn des Themas wurde ja schon einmal was von einem Treibmittel geschrieben.

    Ich habe mal gelesen das man mit schäumen die Einfallstellen beseitigen kann. Wenn man unter 10% bleibt, soll angeblich die Oberfläche recht ordentlich sein und die mechanischen Einbusen sich in Grenzen halten.

    Mfg
    tech-freak

  • Hallo

    tech-freak danke dass muss ich mal probieren mit den bis 10%

    Kuka es handelt sich dabei hauptsächlich um Rippen welche die Einfallstellen verursachen. es sind ausserdem relativ kleine Wandstärken und wie unten beschrieben handelt es sich dabei nicht um grosse Einfallstellen aber das problem ist, die Oberfläche wird anschliessend irgendwie metallisch lackiert und da sieht man jede Beule....


    Gruss aus der Schweiz


    Hab noch was vergessen. hab gerade nen Bericht von unseren Spritzer gefunden die mit Treibmittel mal gearbeitet haben und bei 3% sieht das haarsträubend aus.

    Gut mittlerweile werden die Treibmittel wohl auch besser sein. Kennt jemand ein Treibmittel mit dem er gute Erfahrungen bezüglich Oberfläche etc. gemacht hat?

  • Diese Einfallstellen werden sich in keinem Fall vermeiden lassen. In allen Fällen von Wanddickenänderungen werden sich diese "Einfallstellen" bilden. Besonders an Verstärkungsrippen ergeben sich diese Streifen. Mit entsprechenden Fließanalysen und der Hilfe des Werkzeugbauers werden diese Rippen , wenn möglich in Bereiche verlegt, in denen sie optisch weniger störend wirken. Oder die Oberfläche wird "genarbt" oder mattiert. Dadurch werden diese Oberflächenfehler praktisch kaschiert. Eine Hochglanzoberfläche dürfte hier aber immer mit den störenden Dellen markiert werden.

  • Hallo peters

    Danke für den Beitrag.

    Darum ist das problem auch "neu" aufgetreten weil der Kunde plötzlich eine neue Lackierung haben will und die soll metallisch glänzend sein. Vorher war sie matt und da sah man die Dellen nicht.

  • Hallo,

    ob mit Treibmitteln die Oberfläche miserabel wird kann dir doch eigendlich egal sein, wenn der Artikel im nachhinein Lackiert wird. Bindenähte und Fließfalten werden ja nicht vorhanden sein, oder?

    Mit Teibmittel für PA habe ich keine Erfahrung. Nur in Verbindung von Treibmittel für PP und da ist meist der Träger ein PP (Kommt halt auf das Treibmittel an).

    Quote

    Original von petersj

    Mit entsprechenden Fließanalysen und der Hilfe des Werkzeugbauers werden diese Rippen , wenn möglich in Bereiche verlegt, in denen sie optisch weniger störend wirken.

    petersj
    Ich denke die Rippen sind schon aus verschiedenen Gründen dort platziert, schon im hinblick auf die Materialersparnis oder die Steifigkeit des Produkts.

    chstudent
    Wieso willst du eigendlich Materialbezogen die Einfallstellen weg bekommen, spritztechnisch wäre doch bestimmt etwas machbar...

  • Hallo chstudent.
    Was Kuka schreibt ist im Grunde richtig. Ich würde den Lacker mit ein paar Teilen mit wenig Einfallstellen bemustern. Er soll dann entsprechende Lackierversuche machen. Kostet im ersten Moment vieleicht ein paar €, unendliche Versuche mit neuen Materialien und Schäumern fallen dann aber evtl weg und die ganze Sache wird dann wieder billiger.

    Kuka
    Wenn die sichtbare Oberfläche nicht all zu groß ist kann diese evtl. dicker ausgeführt werden und die Rippen dann verschoben werden. Die Rippen sollten grundsätzlich dünner sein als die Oberfläche. >Schwindung.

  • Hallo

    Kuka Das stimmt mit den Treibmitteln. Eigentlich sollte die Oberfläche egal sein. Wir haben leider nichts konkretes von unserem Kunden gehört wie er das ding genau lackieren will. Aber i versuch dem mal genaueres zu entlocken:D
    Der Kunde spritzt die Teile selber ab und und er meint es liegt Material und daher muss ich auf dem materialbezogenen Weg suchen....
    Der Kunde ist König:)


    petersj So wie ich das gehört habe sind die Teile schon lackiert worden und daher die Reklamtion nur habe ich noch kein Muster davon bekommen und weiss nich wie der Lack genau aussieht. Die Rippen müssen aus Stabilitätsgründen genau an diesen Orten sein.

    Besten Dank für eure Ideen

    Gruss aus der Schweiz

  • Hi ALL,

    jetzt sieht die Sachlage ein wenig anders aus.
    Ich denke, dass es die Teile in einer lackierten Optik und unlackierter Optik verfügbar sein müssen...

    Fassen wir mal ein bisschen zusammen :face_with_tongue:
    1 - Im Grunde weist du nicht wie die Teile aussehen - ob mit oder ohne Treibmittel.
    2 - Wie die Teile lackiert aussehen - weist du auch nicht.
    3 - Treibmittelversuche - gaben keine positiven Veränderungen.
    4 - Werkzeugtechnisch etwas zu ändern - liegt fern.
    5 - Materialbezogen sollen Einfallstellen minimiert werden - König Kunde.

    Mmmmh. Hört sich nicht gerade lösbar an. :frowning_face:

    Also eines der vorhandenen Aspekte wird man wohl ändern müssen. Was petersj sagt liegt nicht allzufern -> der Oberflächenquerschnitt sollte im Verhältnis zu den Rippen größer sein. [Querschnitt > Rippen]
    Auf lange Sicht betrachtet wäre eine Werkzeugänderung sehr sinnvoll, da Treibmittel ungewisse Ergebnisse erzielen, zumal wenn nochmals eine andere Farbe hinzukommt und das Spiel von vorn losgeht!

    Edited 2 times, last by Kuka (August 20, 2008 at 1:55 PM).

  • Hi Kuka,

    Quote

    Wäre es möglich tech-freak den Materialhersteller und vielleicht den Typ zu verraten?

    Was für ein Materialhersteller, was für ein Typ??? Den Link zu dem anderen Thema verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht. Sorry.


    Habe noch was zum Thema Rippendicke gefunden.

    Die Rippe sollte 50% der Wandstärke nicht überschreiten.

    http://chemie.fb2.fh-frankfurt.de/KUT/Konstrukti…gn%20Tips04.htm

    Achtung:
    Wird die Rippe jedoch zu dünn, dann zeichnet Sie sich auch wieder an der Oberfläche ab.

    Mfg
    tech-freak

  • Hallo chstudent.
    An Hand der letzten Meldungen kann man eigentlich sehen, dass der Kunde wenig Ahnung von der Kunststoffverarbeitung hat. Diese Rippen lassen sich nicht umgehen, OK. Hochglanz lackieren geht auch nicht richtig. Kann man den Kunden vielleicht überreden auf das Lackieren zu verzichten?(Ist schließlich ein Arbeitsgang weniger und spart damit wieder Geld) Es gibt diverse Hersteller, die sehr gute Effekte in nahezu alle Thermoplaste einarbeiten (inklusive Metallik- oder Flitterefekte, auch mit GF-Gehalten).
    Leider komme ich dann nicht um Werbung für unsere Firma herum. Homepage siehe Profil.

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