• Hallo an alle ich wurde heute von einer Firma namens Kleentek angerufen hab nie was von denen gehört. Hab mir Unterlagen schicken lassen und es hört sich sehr Interessant an, vor allem ,dass man nicht mehr das Öl wechseln muss. Jetzt wollte ich fragen ob jemand von euch sowas schon mal getestet hat und ob man wirklich sehr viel Geld spart . Da würde sich mein Schef aber freuen .

  • Hallo, und willkommen im Forum.
    Habe mir die Homepage von denen mal angeschaut. Ich bin der Meinung irgendwann muss man das Öl komplett wechseln. Aber gut.

    Es gibt heutzutage Möglichkeiten, das Öl durch Filtration möglichst lange in der Maschine zu belassen (ca. 20000 Betriebsstunden). Das schont den Geldbeutel und die Bauteile der Maschine.
    Hier gibt es dem entsprechende Fachliteratur.

    Das System von Kleentek kenne ich nicht. Bin gespannt auf Erfahrungswerte auch im Vergleich zur Filtrierung.

  • Hallo,

    ich war mir erst nicht sicher ob das die Firma war die bei uns ihr Gerät unter Beweis stellen wollten und haben. Ich habe es auch nur am Rande mitbekommen, weiß aber ein bißchen drüber - weil ich sehr Neugierig bin :grinning_squinting_face:

    Wir hatten ca. 20Wochen das Gerät zum Test. Pro Maschine sollte es ca. 10Tage dran bleiben, was natürlich an der Anzahl der Maschinen scheiterte.

    Bevor das Ölreinigungsgerät zum Einsatz kam wurden 2 Ölproben pro Maschine genommen und an 2 unabhängige Labore geschickt, wobei eines Kleentek selber war.

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, waren die Ergebnisse nicht schlecht, man konnte das Ergebniss sehr gut mit früheren Proben (welche in einem bestimmten zeitlichem Abstand und nach einem Ölwechsel genommen werden) vergleichen.

    Am Anfang wurde noch von einem Erwerb eines solchen Gerätes gesprochen. Im Nachhinein aber, wird es wahrscheinlich nur ausgeliehen, da dann die Wartung und Filterwechsel usw nicht auf uns lastet und demzufolge das Ausleihen günstiger wird.

    - ich hoffe, ich konnte konnte zu diesem Thema beitragen... :smiling_face:

  • Hallo Zusamen,
    habe vor kurzem etwas ähnliches gelesen. Bei diesem Verfahren handelt sich es jedoch um filtration.

    http://www.oelfilter.net/downloads/TRABOLD_Industrial_DE.pdf

    Klingt ja ganz gut. Was ich mich aber frage ist, wie kann ich die Qualität eines Öles messen?
    Rein optisch kann man schon erkennen ob ein Öl alt (grau/schwarz) oder neu (durchsichtig gelblich) ist. Dies sagt aber noch nichts über die Schmierwirkung, Wassergehalt usw. aus.

    Ich denke das es einen großen Vorteil dieser Feinstfilter gibt. Sie filtern die Schwebestoffe heraus, die für erhöhten Verschleiß an den Hydraulikbauteilen sorgen.

    Hat jemand Erfahrung mit diesern Art der Ölreinigung und wie verhält es sich unter Realbedingungen???

    Mfg
    tech-freak

  • Hallo tech-freak,

    filtrieren ist genau das was das Ölreinigungsgerät macht. Ein Unterschied besteht zB darin, das die Durchsatzmenge viel höher ist als bei der SGM direkt. Dazu werden Vorlauf mittels Ansaugung und Rücklauf (Drucklos) direkt in den Tank am Einfüllstutzen gesteckt, somit wird ein kleiner Strudel erzeugt, damit wirklich alles gefiltert wird.
    Dabei sollte die SGM/Pumpe aber laufen.

    Abgesetzte Verunreinigungen werden jedoch bleiben.

    Nicht nur Schwebstoffe zerstören das Öl, auch Wasser und Luft gehören dazu. Wenn Luft komprimiert wird, weiß Einjeder, dass Ablagerungen zu erwarten sind.

    Über die Messung der Qualität von Öl kann ich nichts weiter sagen. Messgeräte für Frittieröl gibt es auf dem Markt, die messen glaub nur die Viskosität.

  • Hallo,
    vor Ort untersucht werden kann (teilweise mit entsprechenden Messgeräten):
    - Farbzahl,
    - Viskosität
    - Wassergehalt
    - Anstieg der Neutralisationszahl gegenüber Frischöl
    - äußere Erscheinung

    Im Labor können dagegen weitere Punkte untersucht werden wie:
    - Reinheitsklassen
    - Filtrierbarkeit
    - Ölalterung
    - Abriebelemente
    und weiteres

    Es gibt wenn mich nicht alles täuscht von der Firma Pall auch Partikelzähler, die im mobilen Gebrauch eingesetzt werden können.

    tech-freak
    Hallo,
    wir arbeiten schon seit längerem mit Filtration des Öles. Details zu nennen würde hier den Rahmen sprengen. Es macht sich aber bemerkbar, da wir in den letzten Jahren kontinuierlich die Ölstandzeit erhöht, Verschleiß minimiert und Ausfallzeiten reduziert haben.

  • Vielen dank für die Antworten . Ich hatte auch Feinstfilter im Einsatz das Problem jedoch war, dass dur die hohe Ölmenge die durch den Filter durchgepumpt wurde, das Öl gecrackt wurde und das Aditivniveau sank. es kahm sogar zu richtigen Funken im Tank und in den Leitungen. Ein weiters Problem sind die Ablagerungen in den Maschinen, die man auch mit Frischöl nicht weg kriegt. Ich habe mit dem Vertreter gesprochen und der meinte , dass man auch diese weg bekommt.
    Ich hab dann im Zweitwerk bei uns Angerufen , die haben nähmlich so ein Gerät und der Mitarbeiter dort hat gemeint , dass er überhaupt keine Probleme mehr mit dem Öl hat. Er hat das Gerät schon seit 6 Jahren und bis jetzt nie ÖL gewechselt. Bekommt auch von Warecheck nur gute noten für Öl.

  • Hallo Orlov,

    gehe ich richtig in der Annahme, das du dich bei deinen Kollegen im Zweitwerk nach der Firma "Kleentek " erkundigt hast und dann die Aussage bekommen hast:

    Quote

    die haben nähmlich so ein Gerät und der Mitarbeiter dort hat gemeint , dass er überhaupt keine Probleme mehr mit dem Öl hat. Er hat das Gerät schon seit 6 Jahren und bis jetzt nie ÖL gewechselt.

    Oder haben deine Kollegen ein anderes System im Einsatz.


    Was verstehst du unter "Warecheck"????? Ist das eine Firma, System oder einfach nur eine interne Abteilung bei euch die das Öl prüft????

    Mfg
    tech-freak

  • In dem Buch "Flüssiges Gold" beschreibt Klaus Lange seine Erfahrungen mit Bypassfiltern. In diesen wird das Öl kontinuirlich gereinigt. Da dies sich als sehr Praktikabel herausgestellt hat und die lebensdauer der Maschinen erheblich steigert und auch die Wiederholgenauigkeit erhalten bleibt, bieten mittlerweile die Maschinenhersteller dies als Option an.

    Die verwendung von 3 My Filtern hat da durchgesetzt, da bei 1 My Additive alsgefiltert werden können. Will man allerings das Öl so lange wie Möglich nutzen, so ist ein Ölmanegament nötig. Das heißt mit geeigneten teueren Messeinrichtungen regelmäßig prüfen und Dokumentieren. Da dafür die meisten Firmen zu klein sind, kann man externe Labors hinzuziehen, die dann auch das nötige Knowhow haben.

    Also unterm Srich muss man erst einmal Investieren um indirekte Einsparungen zu haben. Da für den Buchhalter zukünftige Reparaturkosten nicht kalkulierbar sind und das Sparpotentioal beim Öl auch nicht so groß ist, lohnt sich diese Geschichte eher bei Neuen Maschinen, wenn man das dort gleich mitbestellt.

    Ob sich das mit der Externen Firma und ihren Beistellgeräten lohnt, muss der Büromann errechnen. Die Gefahr ist dann aber das der Schuss nach hinten los geht, wenn die Maschinen Schaden nehmen und der Dienstleister jede Schuld von sich weist.

    Gruß Michael

  • Es ist ein Thema welches man nicht außeracht lassen sollte,denn ein geeignetes Fluidmanagement ist unerlässlich und von nöten.

    Selbst beim befüllen der Maschine (auch neue SGM) können schon Schutzstoffe eingebracht werden, denn auch Frischöle können verunreinigt sein.
    Durch Wasser können sich Rost und Festpartikel bilden. Luft birkt die Gefahr des Dieseleffekts und zerstört unter Umständen Hydraulikleitungen.
    Eine ungenügende Entlüftung der SGM und ein zu geringes Ölniveau sind Gift für Öle.

    Die Frage ist aber im Nachhinein, warum von den Maschinenherstellern ein nicht hinreichendes Filtersystem verbaut wird.
    Und man noch in andere Systeme investieren muss, wo doch bewiesen ist das es besser (als verbaute) Systeme gibt.

  • Quote

    Original von Kuka

    Die Frage ist aber im Nachhinein, warum von den Maschinenherstellern ein nicht hinreichendes Filtersystem verbaut wird.
    Und man noch in andere Systeme investieren muss, wo doch bewiesen ist das es besser (als verbaute) Systeme gibt.


    Kosten, Aufwand Nutzen.

    Wie viele beschäftigen sich mit Fluidmanagement? Ich schätze das ist nur ein geringer Teil.

    Vielleicht aber erkennen in Zukunft mehr,dass sich so Geld und Arbeitsaufwand sparen lässt und seitens der Maschinenhersteller wird dann reagiert.

  • Hallo Zusammen,

    was versteht Ihr unter Fluidmanagement????

    Quote

    Es ist ein Thema welches man nicht außeracht lassen sollte,denn ein geeignetes Fluidmanagement ist unerlässlich und von nöten.

    Auf was muß man achten, was beinhaltet solch ein System, welche vorraussetzungen müssen geschaffen werden usw.???????

    Mfg
    tech-freak

  • Quote

    Original von tech-freak
    Auf was muß man achten, was beinhaltet solch ein System, welche vorraussetzungen müssen geschaffen werden usw.???????

    Dies wurde von HK schon beantwortet...

    Quote

    Original von HK
    tech-freak
    Hallo,
    wir arbeiten schon seit längerem mit Filtration des Öles. Details zu nennen würde hier den Rahmen sprengen. Es macht sich aber bemerkbar, da wir in den letzten Jahren kontinuierlich die Ölstandzeit erhöht, Verschleiß minimiert und Ausfallzeiten reduziert haben.

    Nicht nur in Richtung Maschine sollte gedacht werden, sondern auch an die Umwelt!!! Alle Störfälle, welche von einer SGM minimiert werden können, tragen zum Umweltschutz bei.
    Umweltschutz und Recycling stehen sehr weit oben bei uns und wenn man bei einer Maschine das komplette Öl gewechselt werden muss, dann sind das enorme kosten und diese können doch wohl vermieden werden.

    Ach nochwas, bei deinem Auto achtet man doch auch auf alle Flüssigkeiten...

  • Quote

    Original von tech-freak
    Hallo Zusammen,

    was versteht Ihr unter Fluidmanagement????

    Auf was muß man achten, was beinhaltet solch ein System, welche vorraussetzungen müssen geschaffen werden usw.???????

    Mfg
    tech-freak

    Als Tipp, wenn Du mehr über das Thema wissen möchtest, dann empfehle ich Dir das Buch, was Michael-S schon angesprochen hat.

    Flüssiges Gold von Klaus Lange

  • @ HK

    Alles klar, werde mir das Buch besorgen. Danke

    Kuka

    Quote

    wir in den letzten Jahren kontinuierlich die Ölstandzeit erhöht, Verschleiß minimiert und Ausfallzeiten reduziert haben.

    Ich habe den Beitrag von HK gelesen. Das was ich rausgelesen habe war, das HK das Öl länger in der Maschine lassen konnte und als positiver Nebeneffekt auch noch den Verschleiß sowie die Ausfallzeiten minimiert hat.

    Zum Fluidmanagement müßte aber mehr gehören als nur das filtern des Öl´s, daher meine Frage.

    Wie schon erwähnt, werde mir das Buch besorgen und dem Thema mal auf den Grund gehen.
    Hört sich interessant an.

    Mfg
    tech-freak

  • Quote

    Original von tech-freak
    Zum Fluidmanagement müßte aber mehr gehören als nur das filtern des Öl´s, daher meine Frage.

    Hallo tech-freak,

    Fluidmanagment beinhaltet:
    Analysieren des Mediums
    Dokumentation der Analysen
    Wiederherstellung der geforderten Eigenschaften (zuviel Wassergehalt im Medium)
    Filtereigenschaftüberwachung und eventueller Wechsel der Filter
    usw

    Dies gilt, sofern ihr es selbst durchführt, für eure Firma und auch für die Firma die für die Qualitätskontrolle und - Sicherung beauftragt wird.
    Hoffe die Aufzählung reicht dir erstmal. :grinning_squinting_face:

  • Hallo,
    KUKA und tech-freak,

    Fluidmanagement beinhaltet aber nicht nur Öl, sondern z.B. Kühlwasser.

    Hier können auch diverse Maßnahmen ergriffen werden um die Qualität und dadurch z.B. die Lebensdauer der Kühlkanäle im Werkzeug zu erhöhen.
    Aber das Gehört in dieses Forumthema nur am Rande, wollte ich nur mit erwähnen.

  • Hi HK,

    genau deswegen habe ich versucht immer Ölbezogen (Thema=Ölreinigung) zu bleiben. :grinning_squinting_face:

    Quote

    Original von HK
    Aber das Gehört in dieses Forumthema nur am Rande, wollte ich nur mit erwähnen.

    Beim Kühlwasser darf man halt die Bioorganismen nicht außeracht lassen. Da diese schlimmer als Kalk die Kühlkanäle, welcher Art auch immer, zusetzen und zerstören. Ob solche auch im Öl zu finden sind, weiß ich nicht. Aber das nur am Rande... :winking_face: :grinning_squinting_face:

  • Hallo Zusammen
    Hallo Kuka
    Das Thema wurde hier im Forum schon einigemale angesprochen. Trotzdem kommt es immer wieder. Habe keine Probleme damit, aber nur auf das Knöpfchen drücke und die Maschine läuft und läuft und und .... Leider wollen einige Anwender nicht einsehn, dass auch hinter jeder Maschine die Physik steht mit Ihren Gesetzgebigkeiten. Jewenige in den Maschinenunterhalt investiert wird desto schlechter im alter die Ergebnisse.
    Hydrauliköl ist nun mal ein Antriebsystem das seine Tücken hat - Vergleich - wie beim Mensch das Blut, wenn das nicht in Ordnung ist hast du bald mal einige Probleme.
    Grundsätzlich: alles was in Bewegung verursacht Reibung - Verschleiss - und Friktionen und schon sind wir bei der Physik. Thermische Belastung vom Öl erzeugt verschmutzung und Schmutz im Öl erzeugt Verschleiss und schon fängt die Geschichte wieder von vorne an.

    zu Kleentek: wenn Ihr das selbe meint wie ich, handelt es sich um ein Elektrostatische Reinigung. Beläd Partikel positiv / negativ - entsprechend orientierte Partikle ziehen sich an und können so ausgeschieden werden. Meiner Meinung nach ein sehr gutes System, das Fähig ist verschmutzte Leitungssysteme über die Zeit abzureinigen. - Dazu ist zu sagen, dass eine Reinigung an der Maschinen soweit ich weiss, mindest 100mal das Tankvolumen umsetzen muss um einen gewünschte erfolg zu erhalten. Zudem ist zu sagen, dass nach der Reinigung die Verschmutzung durch den Produktionsprozess wieder zunimmt und dadurch in der Reinheitsklasse schwankungen sind.

    Demgegenüber gibt es heute auch die sogenannten Tiefenfilter, welche kontiunierlich an der Maschine in Bypass installiert werden, welche fähig sind in Reinheitsklassen ca. 8/12 abzureinigen.

    Ein weiterer Punkt bei der Ölqualität spielt die Tanktemperatur und auch die Lieferantenqualität.

    Quote

    Die Frage ist aber im Nachhinein, warum von den Maschinenherstellern ein nicht hinreichendes Filtersystem verbaut wird.


    Hier muss man ganz realistisch sein. Der Maschinenhersteller hat nur bedingt ein Interesse durch entsprechende Massnahmnen die Lebensdauer der Maschine zu verlängern. Im übrigen ist das Ersatzteilgeschäft für ihn ein sehr lukratives!??
    Ausser Netstal kenn ich kein Maschinenhersteller, der Feinfilter standardmässig einsätzt. Wobei ein Filtersystem immer nur so gut ist wie es Unterhalten wir, denn auch hier muss ein Filterwechsel periodisch gemacht werden.

    Weitere Fragen?

    Gruss Johann

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