Immer verschiende Teile

  • Hallo zusammen,

    habe folgendes problem,
    wir haben ein neues Werkzeug bekommen 8fach kavität Heißkanalsystem mit 4Anbindungen und 1Verteiler

    Das Material ist TPE
    Die Temperaturen sind 180 im Einzug und 185 an der Düse
    Die Temperaturen im HK ist 205° Düse und 185 am Verteiler.
    Die Wz Temperatur ist 35° Beidseitig die Kerne sind direkt gekühlt.

    Bei der Abmusterung ist das Problem aufgetreten das die 8Teile füllen sehr unterschiedlich ein problem der Anbindungen klar.

    Die Anbindungen wurden geschliefen und es sah auch schon besser auf.

    Jetzt das Problem

    in ersten Schuß füllte Nest 3-6 kaum und Nest 5 und 4 waren schon voll der rest auf gleichen nievau bei ca 75%

    nachdem aufschleifen sah es so aus:
    Nest 3-2-4-1 bei 60% Nest 5-6 laufen vor

    2schuß später:

    Nest 3 wieder bei 25% nest 4-5-6 voll der Rest bei 60%

    und so ging es weiter Nest 5-6 laufen vor die werden am Montag gebessert aber der Rest bin ich ratlos. wie kann es sein das die so unterschiedlich sind von schuß zu schuß?

    freue mich auf eure antworten

    Grüße

  • Hallo Sargman,

    gleich vorn weg, die meisten TPE kann man auch etwas wärmer (Zylinder) fahren.
    Wie hoch sind deine HK-Temperaturen?

    Bei ungleicher Füllung geht man eigentlich sofort von erkaltetem Material aus welches vom HK oder der Zylinderdüse vor sich her geschoben wird. Das erklärt dann auch die Unterschiedlichkeit des Füllens.

    Vllt sind auch deine HK-Regler zulangsam....

    Bevor ich hier alles aufzähle was schon einmal besprochen wurde, schaust du lieber mal >>hier<<

    Da wurde lang und breit diskutiert und gepostet....

  • Das ist ein TPE Santoprene 111-73

    wenn ich noch höher mit den temperaturen wird die restkühlzeit zu das nicht akzeptabel ist.

    (die kontur innen ist so komplex die muss total ausgeformt sein, bei zu kurzer rsz gibt es verformungen!

    Gruß

  • Deine Zylindertemperaturen und Werkzzeug sind klar zu kalt.
    Zudem benötigst du Schährung und das Material zum Fließen zu beweltigen.
    Also viel Staudruck, kleine Anschnitte und hohe Dosiergeschwindigkeit.

    Kann auch sein das du verbranntes Material aus dem HK ausspühlst.
    Ist es vielleicht sogar ein innenbeheizter HK?
    Oder mit Isolierkappe?

    Material ist Vorgetrocknet und nicht übertrocknet?

  • Die Temperaturen sind nicht änderbar, der zyklus würde zu lang werden.

    Es ist kein Verbranntes material im HK.
    Es ist kein Innenbeheizter HK.
    Keine Isolierkappe

    TPE zieht kein Wasser meineswissens nach.

    (Kunststoff Institut Lüdenscheid sagt TPE nicht vortrocknen, Süddeutsches Kunststoff Institut sagt TPE vortrocknen, man kann sich jetzt streiten)

    Ich habe die Erstmusterung heute abgeschlossen.
    Ergebniss: viel zu viel Trenngrat, die Ausformungen innen total mieß 2FN laufen vor

    das Wkz ist erstmal aufn Weg zum Formenbauer

    Grüße

  • Hallo Sargmann,
    TPE zieht Wasser, aber es kommt darauf an was für ein TPE du hast und vortrocknen schadet nicht.

    Deine Ergebnisse lesen sich so, als ob unteranderm die Entlüftung der Kavitäten nicht paßt.

    Ob die Temperaturen zu kalt sind, kann ich so nicht beurteilen ohne das ich die Zykluszeit kenne, aber ich habe schon 65Sh A TPE-S mit 160°C verarbeitet ohne Probleme.

    Gruß
    Michael W

  • Hallo Sargman,

    ein TPE sollte vorgetrocknet werden. Es lässt sich allemal besser verarbeiten und Oberflächenfeuchtigkeit wird somit ausgeschlossen...

    Was dein Prob. angeht, da ist der Wz-Bau wohl die beste Idee, was willst du dort ändern lassen?

  • Quote

    Original von Kuka
    Hallo Sargman,

    ein TPE sollte vorgetrocknet werden. Es lässt sich allemal besser verarbeiten und Oberflächenfeuchtigkeit wird somit ausgeschlossen...

    Was dein Prob. angeht, da ist der Wz-Bau wohl die beste Idee, was willst du dort ändern lassen?

    Das kommt wohl wirklich aufs TPE an und kann man nicht so richtig pauschalisieren...wir fahren Unmengen von TPE und nicht ein Korn wird vorgetrocknet.

  • Quote

    Original von KVL

    Das kommt wohl wirklich aufs TPE an und kann man nicht so richtig pauschalisieren...wir fahren Unmengen von TPE und nicht ein Korn wird vorgetrocknet.

    Mmmmh, ich würde sagen, dass bei euch die Lagerung dann auch dementsprechend ausgelegt ist. Zumal wenn man unmengen TPE verarbeitet wird man wohl die Trocknung weglassen, da dies mit Mehrkosten verbunden ist. :face_with_rolling_eyes:

    Es schadet nie ein Kunststoff vorzutrocknen! - um wie schon gesagt, die Oberflächenfeuchtigkeit auszuklammern. Man kann auch mit einem PP Probleme bekommen.

    Wir trocknen jedes TPE vor..

  • Mag sein das es den meißten Kunststoffen nicht schadet, bei einigen ist es aber definitiv unnötig bis unsinnig - Prozessgerechter Umgang vorrausgesetzt. Und es ist keine Frage der Kosten das wir nicht trocknen, sondern einfach nicht nötig.

  • also ich hab das TPE jetzt mal getestet und die restfeuchte ist akzeptabel und nicht prozessschädigend.

    Die vermessung der Musterteile wurde auch abgeschlossen, also um es einfach auszudrücken die teile sind eine einzige katastrophe -.-.

    Bis zur nächster Musterung wird geändert:

    Die Anschnittverbindung auf gleiches Nivau gebracht.
    Die Trenngratbildung auf ein ordentliches Nivau gebracht.
    Die Konturen innen ausgebessert (Kerne)
    usw

    mal schauen was an der nächsten Musterung rauskommt.

    trotzdem danke für eure hilfe

    Grüße

  • Desmopan ist ein TPE-U und die müssen trocken sein bei der Verarbeitung ansonsten bauen sie sich ab, da sind Oberflächen Fehler das geringste Problem. Die gleiche Problematik hat man bei TPE´s der Typen Ether, Ester oder Amid. Deswegen istz die Aussage TPE muß nicht vorgetrockent werden nur zu einem Teil richtig.

    Denke auch an die Entlüftung, wenn die Luft nicht gleichmäßig entweichen kann, hast du auch eine ungleichmäßige Füllung.

    Gruß
    Michael W

  • Na wegen dem Fließverhalten bestimmt nicht. Die meißten Hersteller empfehlen das Trocknen, eine Empfehlung entspricht aber keiner Notwendigkeit.

    Meine Erfahrungen decken sich 1:1 mit der Arbeit aus dem folgenden Link:

    http://www.mb.hs-wismar.de/~hansmann/Down…-spritzguss.pdf

    Bei "Spritzgißen von TPE´s findet man Folgendes:

    Das Vortrocknen von TPE-Neuware ist nur in Ausnahmefällen notwendig. Ein zu hoher Feuchtegehalt macht sich im Allgemeinen durch Hohlräume im Formteil und nicht durch eine Veränderung der Fließeigenschaften bemerkbar. Produktionsabfälle hingegen sollten vor der Wiederverarbeitung immer vorgetrocknet werden.


    @ Michael

    Ich hab ja nie behauptet das man kein TPE trocknen muß, wir slbst trocknen unsere Sorten jedenfalls nicht und haben keinerlei Verarbeitungsprobleme bzw. Qualitätsprobleme.

    Edited 2 times, last by KVL (September 17, 2008 at 12:50 PM).

  • hallo Sargman,

    wenn ich das richtig lese, dann spritzt du "heiß auf kalt" heißt, heißkanal auf kaltkanalverteiler.
    ich vermute, dass die fließfront unterwegs mal hier oder mal dort vor dem anspritzpunkt (tunnelanspritzung?) "einschläft".

    mein tip: mit min 3, besser 4 (je nach größe der teile) spritzstufen spritzen. die erste spritzstufe nur, um die masse bis in die kavität zu bringen und diese spritzstufe mit hoher geschwindigkeit wählen. mit stufe 2-4 die Teile ausformen. probiere es mal.

    gruß
    hhb, spritzguss-schulung.de

  • Quote

    Original von KVL
    Na wegen dem Fließverhalten bestimmt nicht. Die meißten Hersteller empfehlen das Trocknen, eine Empfehlung entspricht aber keiner Notwendigkeit

    KVL

    Jub, ist OK - lassen wir das. Wenn du mal wieder ein Prob. hast - schmeiß es mal in den Ofen!

    Edited once, last by Kuka (September 18, 2008 at 12:14 AM).

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