Rückstromsperre prüfen - was ist die beste Art?

  • Hallo granulat,

    das kommt immer auf den Anwendungsfall an.

    Die besten Methode lässt sich beim Kaltkanal einsetzen:
    Anguss in das Angusssystem einsetzen, Maschine in Halbautomatik starten und dann, wenn der Einspritzvorgang startet und die Schnecke nicht nach einem angebessenen Weg (ca. 0,5 - 1 D) stehen bleibt, auf "Hand" schalten, sonst kann es Probleme mit einem verklebten Einzug geben...

    Bleibt die Schnecke nicht stehen, ist die RSP oder der Zylinder nicht mehr i.O

  • Hallo Granulat,
    ich würde zuersteinmal auf das Massepolster schauen. Sind dort große Unterschiede von Schuß zu Schuß zu erkennen, könnte dies auf eine verschlissene RSP hindeuten. Vorausgesetzt das System (Werkzeug, Anguß, Düse) sind dicht.

    Wenn immer der gleiche Artikel (Werkzeug) auf der Maschine läuft kann man über die Polsterüberwachung den Verschleiß der RSP überwachen. Wenn ein bestimmtes Massepolster unterschritten wird, sollte man sich die RSP genauer anschauen.

    Wenn das Massepolster große Schwankungen aufweist, könnte dies aber auch an einer sehr langsamen Einspritzgeschwindigkeit liegen. Dann die erste Einspritzstufe schnell einstellen.

    Bei HK Werkzeugen schwankt das Massepolster mehr als bei Kaltkanal Werkezugen.

    Mfg
    tech-freak

  • Hallo zusammen,

    Ich schliess mich der Variante von Zauberer an, bei uns wird das auch erst mal so geprüft, sofern ein Kaltkanal vorhanden ist!

    Die Sache anhand der Polsterüberwachung zu beurteilen ist etwas heikel, wir haben bei uns auch schon anhand von Polsterschwankungen eine RSP ausgebaut um dann festzustellen das alles in Ordnung ist! Das kann wie Tech Freak sagt auch daran liegen das die RSP nicht richtig schliesst! Was wir auch schon hatten das sich ein kleines Metallstück in der RSP verklemmte!


    Quote

    Original von tech-freak

    Bei HK Werkzeugen schwankt das Massepolster mehr als bei Kaltkanal Werkezugen.

    Mfg
    tech-freak

    @tech freak was verstehst du darunter? Die Angussart sollte meiner Meinung nach keinen Einfluss auf das Massepolster haben! Und sonst ist der Anguss noch nicht richtig eingefrohren bei Ende Nachdruck!

    gruss igel

  • Hallo Igel,
    ich wollte damit zum Ausdruck bringen, das bei HK Werkzeugen mehr Einflußfaktoren das Massepolster beeinflussen können (Temperatur, Volumen, Kompressibilität usw).
    Wenn man Rückschlüsse auf die Qualität/unktionalität der RSP ziehen möchte sollten diese Einflußfaktore eliminiert werden. D.H. Kaltkanalwerkzeug.


    Mfg
    tech-freak

  • Hallo granulat,

    auf der Hauptseite gibt es Oberhalb eine "Suche" gib mal >>RSP OR Rückströmsperre<< ein, dann gibt es jede Menge Themen.

    Was Zauberer als Tipp angeboten hat ist gut, aber er schreibt ja schon selbst - es könnte auch der Zylinder ausgewaschen sein.

    Was tech-freak als Tipp gibt ist auch gut, aber der Nachteil ist, dass es Prozesse sein müssen welche oft oder immer dort laufen, um eine Veränderung zu bemerken.

    Meist merkt man es durch Massepolsterschwankungen, Spritzzeit - unregelmäßigkeiten, Dosierzeit - unregelmäßigkeiten, plastische Masse im Einzug usw. Wobei dann immer noch nicht gesagt ist, das die RSP defekt ist.

    --> Schnecke ziehen - RSP vermessen / Zylinder vermessen!!
    Dann weist du erst ob wirklich etwas nicht i.O. ist, da du die RSP komplett unter die Lupe nehmen kannst - zB Metall oder eine abgerissene RSP welche nur hin- und hergeschoben wird.

  • Quote

    Original von tech-freak
    Hallo Igel,
    ich wollte damit zum Ausdruck bringen, das bei HK Werkzeugen mehr Einflußfaktoren das Massepolster beeinflussen können (Temperatur, Volumen, Kompressibilität usw).
    Wenn man Rückschlüsse auf die Qualität/unktionalität der RSP ziehen möchte sollten diese Einflußfaktore eliminiert werden. D.H. Kaltkanalwerkzeug.

    Mfg
    tech-freak

    Hallo Tech Freak,
    ja das ist so das ein HK mehr Einflussfaktoren haben kann...
    Was das Thema RSP Test angeht oder Teilweise auch die Prozessstabilität ist ein Kaltkanal sicher einfacher, nur halt leider nicht immer umsetzbar!
    Ich persöndlich arbeite lieber mit HK Werkzeugen, das optimieren ist oft viel einfacher :smiling_face:

    gruss igel

  • Hallo Igel,
    ich finde HK Werkzeuge auch sinnvoll, weniger Anguss-Abfall usw.

    Ich habe nur festgestellt, wenn man am Anfang der Produktion eine Füllprobe macht und dann die HK Temperatur einstellt, und diese Füllprobe nach einiger Produktionszeit wiederholt, ergeben sich andere Füllgrade als zu Anfang der Produktion (Eingeschwungener Prozess).

    Wie löst du dieses Problem? Wie "optimierst" du eure HK ?
    Ein HK hat ja meistens ein "Eigenleben" (Sinusförmge Temperaturverlauf usw.) bedingt durch die Regelcharakteristik und sonstige Schwankungen.

    Mfg
    tech-freak

  • Hallo tech-freak,

    die in der Maschine integrierten HK-Techniken verfügen über eine HK-Optimierung. Welche auch genutzt werden sollten. Demsofolge auch bei jedem Werkzeug welches zum ersten Mal dort angeschlossen wird, danach ändert sich ja nicht mehr viel außer es war mal ein Fühler oder Regler defekt.
    Bei einem externen Gerät wird immer nach dem Einschalten optimiert oder die Geräte sind Standard eingestellt.
    Aufjedenfall ist es wichtig (hat man festgestellt) den HK im kalten Zustand zu optimieren. Früher hat man gesagt 50 - 70°C Unterschied zur gewünschten max. Temperatur. Heute weiß man das das nicht so hervorangend ist.

  • Hallo Tech Freak,

    Wie Kuka schon schrieb verfügen Maschinen die eine HK Technik integriert haben über eine HK Optimierung, wir verwenden fast nur solche.

    Bei uns läuft das so ab das der HK bei neuen Werkzeugen mit dieser optimiert wird (im heissen Zustand) und diese Werte werden dann ausgedruckt und mit den Werkzeugdaten archiviert, wenn es dann später probleme gibt können diese Daten von Hand eingegeben werden und das Problem ist meistens so behoben!
    So gibt es keine Füllunterschiede mehr!

    Bei einigen heikleren Werkzeugen optimieren wir den HK bei jedem Einrichtvorgang, so kann die Abnützung etwas ausgeglichen werden.

    Was das "Eigenleben" des HK's angeht, da gibt es auch möglichkeiten um das etwas "einzuschrenken"!
    Wir hatten früher oft das Problem das sich mit der Zeit der Fühler des Heisskanals verschoben hat und somit nicht mehr gleich gemessen hat wie am anfang als das Werkzeug noch neu war, das war nicht viel aber es reichte bei heikeln Teilen schon für Prozessprobleme. Nun haben wir diese fixiert und somit schon eine grosse Fehlerquelle weniger!

    gruss igel

  • hallo zauberer,
    du brauchst doch kein kaltkanal.
    schieß deine form voll,beobachte ob sich die schnecke beim einspritzen dreht,dann gleich raus,alles.
    dann lass dass das wkz zu,handbetrieb,
    versuch in die volle kavität zu spritzen.
    wenn rsp oder schnecke n.i.o.,dann drückt sie durch.
    außerdem ist es am einfachsten und ohne großen aufwand zu erledigen wenn mann mal 10 min. nur die massepolsterschwankungen
    beobachtet.
    wird nur der daumen schmutzig

    grüße

  • Quote

    Original von Instandhalter

    schieß deine form voll,beobachte ob sich die schnecke beim einspritzen dreht,dann gleich raus,alles.
    dann lass dass das wkz zu,handbetrieb,
    versuch in die volle kavität zu spritzen

    Hallo Instandhalter,

    deine Erklärung ist ziehmlich brachial, aber würde funktionieren, kommt halt nur auf deine Maschine an.
    Die meisten Maschinen haben im Handbetrieb keine Düsenanlagekraft, also drucklos, das Material würdest du zwischen Düse und Werkzeug rausdrücken. Und eine Doppelbelegung der Tasten funktioniert bei den meisten auch nicht.

  • hallo,
    düsenanlagekraft baut sich bei allen maschinentypen nur auf wenn
    zuhaltekraft wkz erreicht ist.
    augen zu und los,egal ob arburg,km oder battenfeld.
    wichtig ist freigabe spritzen.

    hab vertrauen,und etwas angst :smiling_face:
    grüße

    sorry,hälfte übersprungen,
    maschine geht automatisch auf zuhalte wenn du düse oder einspritzen
    betätigst.sicherheit.
    pratzenschießen ist übel.
    grüße

  • Natürlich Wz-zu! :smiling_face_with_sunglasses:

    Also eine KM hat nur im Handautomatik Anlagekraft, spritz dann aber nicht wenn 0,0 im Weg steht.
    Eine Battenfeld, hat Doppelbelegung durch die Schalter, ja könnte funktionieren...
    Bei einer Demag funktioniert das definitiv nicht - keine Doppelbelegung sowie ich auf einspritzen drück - geht Anlagedruck runter.

  • doppelbelegung der schalter funktioniert nie,streikt jede,
    es klappt nur im handbetrieb,egal welcher hersteller.
    werde NUR FÜR DICH :)extra nochmal alles nachvollziehen
    km,arburg,(da ist die steuerung wichtig) , oder bat,sowie engel
    grüße

  • Quote

    Original von Kuka
    Natürlich Wz-zu! :smiling_face_with_sunglasses:

    Also eine KM hat nur im Handautomatik Anlagekraft, spritz dann aber nicht wenn 0,0 im Weg steht.
    Eine Battenfeld, hat Doppelbelegung durch die Schalter, ja könnte funktionieren...
    Bei einer Demag funktioniert das definitiv nicht - keine Doppelbelegung sowie ich auf einspritzen drück - geht Anlagedruck runter.

    Wir haben auch Demag Maschinen bei denen wir ohne Schließkraft durch den HK spritzen können. Warum das bei einigen geht und bei anderen nicht...keine Ahnung.

  • Morgen KVL,

    früh auf den Beinen was.

    Ich glaub wenn eine Demag die Wz-Schließkraft ist aufgebaut hat, kann ich mit Hand Aggregat vor und dann baut die Maschine Anpreßkraft auf, aber nur bei einem Softwarestand bei dem ich das Aggregat "nullen" muss, bei den anderen fällt die Kraft wieder ab sobald ich den Softkey loslasse.

    Und bei Softkeytasten haben wir viele Maschinen an denen diese Tasten nur einzeln funktionieren.

    Im Endeffekt muss man halt schauen ob nicht das Material hinten an der Düse-Wz rausgedrückt wurde.

  • Wir haben nur Softkey Maschinen...alle NC 4. Ich muß keine zwei Tasten gleichzeitig drücken. Düse Nullen und ab gehts durch den HK bei offenem WZ und ohne das was an der Düse rauskommt. Geht aber wie gesagt nicht bei allen.
    Bei KM gehts z.Bsp. bei den mir bekannten vollhydraulischen MC 4 Maschinen bis 500t auch.

  • hallo,
    wenn du durch ein offenes wkz sprtzt kann sich auch kein druck
    aufbauen.
    da merkst du gar nichts.
    einen rat noch,spritz normal mit abgehobener düse aus,
    wenn der der massestrahl um die ecke schießt ist was drin.
    zieh alles.heißt aber nicht das es die rsp ist, kann auch die schnecke oder
    zylinder sein.


    nicht schrauben ,erst kucken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    grüße

  • Quote

    Original von Instandhalter
    dann lass dass das wkz zu,handbetrieb,
    versuch in die volle kavität zu spritzen

    Hä? Wassen jetzt nun? Ich hab schon gedacht: ich bin bissi kaputt...
    Auf das habe ich geantwortet, dass man aufpassen muss, da man bei einigen Maschinen kein Anpressdruck vom Aggregat hat und dabei die Masse auch zwischen Düse und Wz durchdrücken kann.

    Aber das ist alles nicht 100%ig, aufmachen, nachschauen, notfalls vermessen.

    Edited once, last by Kuka (September 25, 2008 at 11:28 PM).

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