Posts by paulchen

    Ich habe es schon geahnt :grinning_squinting_face: .
    Bevor Du weiter versuchst das feuchte Zeug ins Werkzeug zu spritzen, Material trocknen wie Please login to see this link. es schon beschrieben hat. Wenn es während des Ausspritzens schon aufschäumt ist es offensichtlich zu feucht. Habt Ihr die Möglichkeit das Material zu trocknen und die Feuchtigkeit zu messen? Merke, alle Kunststoffe, außer PE / PP, müssen vorgetrocknet werden (ja, auch POM).

    Wenn die Maschine schon 5 Jahre steht, ohne das ein Teil produziert wurde, wie alt ist das Material? Ist das Werkzeug für PA 6 GF 30 überhaupt geeignet?

    Mal davon ausgehend dass das Material richtig getrocknet ist kann man doch an der "Selogica" einen negativen Staudruck zum aufdosieren im Handbetrieb eingeben. Somit sollte sich das rauskleckern aus der Düse erledigen. Zum spülen kann man das Abspritzprogramm nutzen. Merke gerade, ich war schon seeehr lange nicht mehr an unserer kleinen Arburg :frowning_face: .

    Ich liebe diese Aussage :

    Das Material ist noch nicht getrocknet worden. Allerdings sagt mir mein Chef, dass das soweit auch noch nicht schlimm ist, da im schlimmsten Fall im Spritzling Bläschen auftauchen können.

    Mit solchen Aussagen macht es doch immer wieder Spaß Programme zu erstellen :pouting_face: . Macht es natürlich nicht, weil es einfach unmöglich ist unter diesen Voraussetzungen prozessfähige Programme zu erstellen. Wenn vermehrt die filigranen Kerne nicht mehr im Werkzeug sondern im Teil stecken hat es sich wieder richtig gelohnt zu sparen :thumbs_up: .

    Aber wie heißt es immer: "Sackware brauchen wir nicht vortrocknen, die kann man gleich so verarbeiten"

    Ohne Dir nahe treten zu wollen Please login to see this link., hattest oder hast Du schon praktisch mit Kunststoffverarbeitung zu tun gehabt?

    Hallo Ukash,

    Das sieht für mich im linken Bild nach einer durchs Entformen weggezogenen Kante aus. Wir haben Artikel die durch die Zwangsentformung ähnlich aussehen. Versuche es mal mit höherem Nachdruck und langsameren auswerfen in der ersten Stufe. Des weiteren achte mal drauf ob das Teil beim Werkzeugöffnen schon vom Kern rutscht. Das kann auch zu diesem Fehlerbild führen. Hast Du auf der Außenseite eine glänzende Stelle die leicht eingefallen ist an dieser Stelle?
    Im rechten Bild würde ich fast behaupten das es sich um Material handelt das zu warm entformt wurde. Hast du mal die Temperaturen am Kern gemessen nach dem Entformen?

    Moin,


    Please login to see this link. , das klingt nach komplette Hilflosigkeit

    Das klingt nicht nach kompletter Hilflosigkeit sondern nach dem Willen etwas zu lernen, zu verstehen und umzusetzen . So einen "Nachwuchs" kann sich jede Firma nur wünschen ! Und selbst ein Spritzereileiter entscheidet im Endeffekt nicht über Schulungen. Er kann sie zwar ins Budget aufnehmen, aber ob sie nicht unter den Rotstiftwahn fallen liegt nicht in seiner Verantwortung.

    Please login to see this link.: lass dich nicht entmutigen. Schön zu sehen das Du mit so viel Eifer und Wissensdurst an die Arbeit gehst :thumbs_up: . Daran sollten sich einige ein Beispiel nehmen. Klar sind Schulungen vom Hersteller durch Selbststudium nicht zu ersetzen, aber hinsetzen und jammern :" Ich kann das nicht / Ich hab keine Ahnung " bringt auch nichts.

    Warum werden denn Richtwerte festgelegt? Weil mit Sicherheit in einer Zeit "x" minus Sicherheitsfaktor xy nach dem festgelegten Richtwert vermehrt Unfälle aufgetreten sind weil man sich das Geld sparen wollte. Für die meiste GF/GL ist "da unten" jeder nur ein Kostenfaktor und jederzeit ersetzbar. Leider auch heute noch. Das Gejammer geht erst dann los wenn die BG oder im schlimmsten Fall die Kripo an die Tür klopft.

    Im übrigen wird es bei uns seit einigen Jahren gemacht wie Please login to see this link. es beschreibt. Die Schläuche werden getauscht, mit einer Kennung versehen und in einem digitalem System gelistet. Unsere Jungs der Technik haben jederzeit zugriff auf das System und können rechtzeitig Termine zum Austausch vereinbaren. Egal wie die Schläuche aussehen, sie fliegen raus. Sicherheit geht nun mal vor.

    Hallo Michael,

    es wäre von Vorteil wenn man sich die Unebenheit anschauen könnte bzw. wenn du die Wandstärke des Formteils nennen kannst. Handelt es sich hier um Einfallstellen aufgrund der Konstruktion des Werkzeuges bzw. des Bauteils oder treten diese Unebenheiten über die gesamte Fläche auf. Bei einer dünnwandigen Oberfläche ( 0,65 mm z.B) kann ich Dir den Vorschlag von 1u21 nur wärmstens empfehlen. 40°C Werkzeugtemperierung und schneller einspritzen. Was du auch noch versuchen solltest ist die Massetemperatur auf 260 - 280 °C zu erhöhen. Nachdruck, entgegengesetzt zur Lehrmeinung, zum Ende hin ansteigen lassen. So solltest Du eine schöne Glatte Oberfläche hinbekommen. Wie gesagt, ohne eine genauere Beschreibung des FT ist es schwer zu sagen was Du versuchen kannst.

    Hallo Sandrosa,

    ich hatte vor 8 oder 9 Jahren mal das Vergnügen mich mit der Maschine zu beschäftigen. Mal abgesehen von der grauenhaften Übersetzung und den verwirrenden Fehlermeldungen ( kleines Beispiel: "Fehler heben senken Deckel" :confused_face: :grinning_squinting_face: ) waren die damals sehr zuverlässig. Wir hatten eine 1000 und 800 kN Maschine. Hatten damit keine Probleme.

    Nichts für ungut, aber da müssten noch einige andere Kollegen mal die Schulbank drücken. Für Please login to see this link. kann das sicherlich nur nützlich sein, aber den Hauptfehler haben andere gemacht. Irgendjemand muss ja schon vor ihm die Idee gehabt haben das Werkzeug bezüglich seiner Prozessfähigkeit auf der Maschine zu testen. Spätestens beim überprüfen des Dosierweges und der Verweilzeit im Vorfeld hätten da alle Alarmlampen angehen müssen :pouting_face: .

    Jetzt wundert es mich auch nicht das Phibo solche Probleme hat. Wenn ich den Anspritzbereich mit teilaufgeschmolzenem Granulat versiegel muss ich mich nicht wundern das ich keinen stabilen Prozess hinbekomme.

    Please login to see this link.,

    wie sieht das Material aus wenn Du den ins Freie abspritzt? Kann es sein das im letzten drittel des Massestroms noch Granulatkörner zu finden sind. Das Werkzeug gehört auf eine andere Maschine, die Produktion gestoppt und die produzierten Teile gesperrt. Da weiß man doch gar nicht was da zwischenzeitlich mit den Teilen spritztechnisch passiert :upside_down_face:

    Guten Morgen,

    es gibt Zentrierstifte die man in die Aufspannplatte einschraubt. Dazu muss aber im Werkzeug eine passende Bohrung gefertigt werden. Es gibt z.B. von Stäubli Schnellspannplatten für verschiedene Werkzeuggrößen die diese Stifte verbaut haben. Dies kann man aber auch direkt in die Aufspannplatten verschrauben. Ich würde nicht unbedingt in die Aufspannplatte bohren.
    Hier mal ein Link:

    Please login to see this link.

    Im Bild sieht man unter dem Zentrierring den Zapfen.

    Sicher gibt es das auch von anderen Herstellern. Soll nur als Beispiel dienen.

    Guten Morgen ,

    Erst einmal dazu

    Die Kameraprüfung ist also keine Allheilmittel.

    Dem stimme ich voll und ganz zu. Stichproben sind unumgänglich. Bei uns werden bei jedem wechsel der vollen Kartons Sichtkontrollen gemacht obwohl alles überwacht wird.


    Zu Deiner Frage.

    Wir arbeiten mit verschiedenen Kamerasystemen die nicht ausgespritzte Teile und Teile mit sichtbaren Bindenähten erkennen sollen und dies auch tun. Das was BastiWest beschreibt hat sich als optimale Beleuchtung für alle Farbvarianten dieser Artikelgruppe erwiesen. Wir bestrahlen mit einem rotem Licht das ringförmig um die Kamera angebracht ist. Die Teile fahren während der Prüfung zwischen der Reflektorplatte und der Kamera durch. Ein anderes System ist z.B. soweit abgedunkelt das man die Teile auf dem Monitor kaum noch erkennen kann. Hier wird auf Bindenähte kontrolliert. Alle Kamerasysteme sind gegen Fremdlicht abgeschirmt weil das Umgebungslicht einen starken Einfluss auf die Auswertung der Kamera hat.

    - wie wir noch bessere Kontraste hinbekommen können?

    Für höhere Kontraste solltet Ihr die Grundplatte mattschwarz halten und nur da wo die Teile sitzen helle Flächen einfügen die in der Größe der Grundfläche des FT entsprechen. Weiß würde ich nicht nehmen da es stark blendet.


    - wie die Kanten exakter abgebildet werden können?

    Welche Kanten meinst Du? Wenn die Kamera mehrere Aufgaben macht müssen die Prüffenster auch scharfgestellt sein. Das heißt für jede Aufgabe benötigt die Kamera, wenn sie überhaupt dafür geeignet ist, eigene Prüffenster wo die Kanten eindeutig zu erkennen sind.


    Was ich nicht ganz rauslesen kann, steht der Roboter während der Prüfung oder wird jedes einzelne FT vor die Kamera gefahren und geprüft?


    Vielleicht hatte jemand schon ein ähnliches "Problem" und hat eine gut Lösung dafür gefunden.
    Würde mich freuen, wenn dieser, diese mit uns teilen würde

    Deswegen sind wir hier, um Erfahrungen auszutauschen :grinning_squinting_face:

    Gruß
    paulchen

    Hallo Basti,

    ich habe nur kurzzeitig mit den Dingern zu tun gehabt. Gebe dir vollkommen Recht. Das Programmieren ist an den Geräten eine Qual. Verstehe nicht warum die Oberfläche der Viper dafür nicht verwendet wurde. Zum Glück haben wir die Dinger nicht hier. Den Befehl " Springe zu Label" kennst Du doch noch von guten alten Geiger. Da heißt es "Gehe zu Zeile **" :winking_face:

    Problem: Da sind junge fähige und intelligente Leute, die 12 Jahre zur Schule gegangen sind, Abitur haben, studiert haben, die beruflich etwas machen wollen wo Kunststoffprodukte gestaltet und hergestellt werden, aber sie wissen nicht wie ein Werkzeug zum Spritzguss hergestellt wird. Sie wissen es einfach nicht. Sie haben auf jeden Fall das Talent es zu begreifen aber es hat ihnen niemand gesagt,

    Und genau da ist das Problem. Sie wissen es nicht. Klar, woher auch. Aber sich selber mal zu bewegen und zu sagen:" Hey, wie funktioniert das, das muss ich mir mal anschauen und erklären lassen um das zu verstehen." Dazu sind die Herrschaften nicht bereit. Sie verstehen einfach nicht das man ein Leben lang bereit sein muss zu lernen wenn man etwas bewegen will.
    Und nur weil sie Abitur haben heißt es noch lange nicht das sie fähig oder intelligent sind. Ich will damit nicht alle Abiturienten über einen Kamm scheren. Ich habe die Erfahrung gemacht das Einsen und Zweien auf dem Papier zwar ganz schön aussehen, aber nichts darüber aussagen ob die Person den unterschied zwischen Theorie und Praksis erkennt und auch umsetzen kann. Mal selber seinen Horizont erweitern zu wollen und über den Tellerrand zuschauen und von sich aus Neuland zu betreten, das vermisse ich bei unserem Nachwuchstalenten. Wenn ich was nicht verstehe frage ich nach und beschäftige mich damit bis ich es verstanden habe. Und nur so kann es funktionieren. Wenn ich warte bis mir jemand etwas erklärt stehe ich in drei Wochen genauso schlau vor dem Problem was ich nicht verstehe und habe nichts erreicht.

    Klingt fast so, als hätten wir mal zusammen gearbeitet.

    :fearful_face: die Welt ist klein.

    Das matte Oberflächen sich bei PP besser entformen ist ganz klar. Die saugen sich ja auch nicht so fest in der Düsenseite wie auf glänzenden Oberflächen was wiederum beim öffnen dazu führt das die Teile von den Figurkernen gezogen werden. Und nein, Werkzeugtechnisch ist da nichts zu machen. Das wurde schon mechanisch versucht als die Teile auf den polierten Figurkernen beim entformen umgekrempelt sind und schlaue Leute dachten " ich schneid die mal auf, dann bekomm ich die besser runter" :pouting_face:

    Guten Morgen,

    wir verarbeiten Capilene QU80 A (Carmel Olefins Ltd) , Borpure RJ 377 MO (Borealis) und Isplen PR 290 X9M (Repsol YPF S.A. ). Allerdings haben wir Wandstärken < 1mm. Lässt sich super verarbeiten bei unseren Wandstärken. Die Teile sind glasklar. Wie es sich bei Euren Wandstärken verhält kann ich nicht sagen da wir keine so dicken Materialplätchen haben. Kann ja mal drei Teile übereinanderlegen und dann berichten :grinning_squinting_face:

    Das ist die traurige Wahrheit. Man will saubere und korrekte Arbeit abliefern, hat aber nicht wirklich die Möglichkeit dazu. qs trifft den Nagel auf den Kopf.

    Dazu kommt noch der ausweglose Kampf gegen die Investitionsmüdigkeit. Wir haben einige Maschinen / Werkzeuge ( Dauerläufer) die mit dem Jahreslos zu 140 bis 160 % ausgelastet sind berechnet nach der Zykluszeit des Werkzeugs als es neu war (11 Jahre). Die Maschine ist 14 Jahre alt. Gibt ne neue Maschine und ein neues Werkzeug (Vhk) hieß es Anfang 2018. Die jüngeren (Azubis) unter uns sind total begeistert. Was kommt? "Wie das kostet Geld? Gibt's nicht, gestrichen" September 2018. Das ist der traurige Alltag.

    Ich sehe unter anderem das Problem in der Schichtarbeit und in der Firmenpolitik in Deutschland.
    Ich habe selber über ein Jahrzehnt in Schichten gearbeitet und bin froh das ich da raus bin. Es gibt sicherlich Schichtmodelle in denen man Familie, Gesundheit und Job gut verträglich für beide Parteien unter einen Hut bekommt. Das ist aber von den meisten Firmeninhabern nicht gewollt da das einzige was zählt der maximale Profit ist. Personal ist nur ein notwendiges Übel das auch noch vernünftig bezahlt werden will. Wenn ich dann noch die unsinnige Aussage " leistungsgerechte Bezahlung" oder "Haustarif" lese werde ich alles tun, aber mit Sicherheit mich nicht in dieser Firma bewerben. Über 14 Euro würden sich einige sicherlich freuen Please login to see this picture. .Geld ist nicht alles, dem stimme ich voll und ganz zu, aber eine vernünftige Bezahlung, ein respektvoller Umgang mit dem Personal und ein gesundes Betriebsklima das von beiden Seiten ausgehen muss, ist das A und O.

    Weiterhin kommt dazu das jahrelang auf Fachpersonal bewusst verzichtet wurde, und immer noch wird, um Geld zu sparen. Der Ausbildungsstand der Ausbildung ist zu gleichen Zeit stehen geblieben. Wenn ich sehe das unsere Auzubi`s zum größten Teil nur das Schäumen in der Theorie haben frage ich mich was soll ich damit anfangen. In den paar Tagen die sie in der Firma sind kann unser verantwortlicher Ausbilder nicht alles ausbilden weil das Grundwissen nicht vorhanden ist. Leider kommt dann noch das was TheProblemSolver in seinem ersten Punkt geschrieben hat dazu. Solange das gesamte Bildungssystem so veraltet bleibt werden wir es schwer haben fachlich Qualifizierte Kollegen zu finden.

    Zum Thema Leiharbeit sei nur kurz gesagt dass das Angebot von "guten" Leiharbeitern ebenfalls langsam erschöpft ist. Alles das was taugt wurde und wird früher oder später als Bediener oder Helfer eingestellt, durch die Mitarbeiter ausgebildet um dann früher oder später, je nach Eignung, außer Rüstarbeiten alles zu machen was ein Einrichter macht. In meinen Augen können die Leute die für diese Sklaventreiber arbeiten einen nur Leid tun. 11 bis 14 Tage am Stück arbeiten für ein paar Euro :pouting_face: .

    Guten Morgen,

    SYRUS, ich will Dich weder persönlich angreifen noch Deine Fähigkeiten in Frage stellen. Es geht mir einzig und allein darum zu erfahren ob ich das mit dem "Zyklisch neu initialisieren" so richtig verstanden habe. Wie Please login to see this link. schon sagte macht es aber keinen Sinn. In der Bedienungsanleitung steht es nicht sauber beschrieben. Die liegt übrigens neben mir im Schrank wie auch die anderer Hersteller. Wir haben im übrigen 10 Maschinen mit CC300 Steuerung. Aber das nur am Rande.

    Die Frage die für mich offen bleibt ist immer noch was mit der Toleranzgrenze ist. Bleibt diese konstant oder passt sie sich ebenfalls an den Referenzzyklus an wenn "Zyklisch neu initialisieren" aktiviert ist? Mehr wollte ich nicht wissen und niemanden angreifen oder in Frage stellen.

    Suche mal bei Dr. Google nach SRK 10 oder SRK 100 von Krahl Messtechnik (soll keine Werbung sein). Das erstere misst 3 stellen nach dem Komma und das andere 2 Stellen. Das SRK 100 ist mein Favorit und kommt auf die Wunschliste fürs nächste Jahr :smiling_face: . Arbeitet ohne chemische Mittel und ich kann es mit an die Maschine nehmen. Preislich gesehen, mit Software, deutlich günstiger als die beiden oben genannten.