Posts by Otl. E.

    …meine Güte war ich lange nicht hier :fearful_face: :upside_down_face:

    Hallo Robert,

    von meiner Seite erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum der Kunststoffschmieder.
    Vorweg würde mich interessieren, womit Du Dich genau beschäftigst.
    Du wirst doch nicht nur den Parameter Staudruck als einzelne Einflussgrösse betrachten?!?!
    Da steckt doch mehr dahinter, oder?

    Ich habe auch viel über Rückfließen der Masse beim Einspritzen in Abhängigkeit der Viskosität gelesen.

    Das ist auch ein wichtiger Faktor der nicht unberücksichtigt bleiben darf.
    Die Viskosität der Schmelze hat einen wesentlichen Einfluss auf das Ansprechverhalten der RSS beim Beginn dosieren und beim Beginn Einspritzen da sie ein reines mechanisches Bauteil ist (wir gehen von einer Standard 3-tlg. RSS aus, ohne Federn...).
    Die RSS kann von sich aus keinen Druck erzeugen, sie kann ihn nur, wie zum Beispiel beim Einspritzen, durch schliessen und abdichten auf die Masse aufbringen.
    Da sie rein mechanisch ist kann sie nur durch eine Schleppströmung der Masse betätigt werden (vor - zurück, auf - zu).

    Wo bekomme ich so eine Dissertation zum lesen her?

    Einfach mal im Netz recherchieren, manche Schriften sind auch frei zum herunterladen.
    Ansonsten mir mal bitte eine Nachricht mit den Kontaktdaten schicken, bin mir sicher wir finden eine Lösung :winking_face:

    Über Ansprechverhalten habe ich jetzt auch schon viel gelesen, jedoch hat keiner eine Erklärung dazu abgegeben wie es nun funktioniert oder was wirklich passiert.

    Bin mir jetzt nicht sicher, was Du schon alles gelesen hast.
    Was willst Du denn genau wissen?

    Hat die Geschwindigkeit des Einspritzens mit der Rückströmsperre bzw. mit der Rückfließenden Masse etwas zutun?

    Nicht nur die, sondern auch wie geschrieben, die Viskosität der Schmelze hat einen Einfluss auf das Ansprechverhalten und somit das Schliessen der Rückstromsperre.
    Da sie nur rein mechanisch funktioniert und sozusagen auf die Schleppströmung und Druckströmung angewiesen ist.

    Gerne kann ich Dir das noch ausführlicher und detaillierter Erklären wenn Du die Bedingungen besser definierst :smiling_face:

    Beste Grüsse

    Otl. E.

    hat jemand in der Praxis schon das Umschalten per Temperatursensor auf Nachdruck gemacht?

    Hallo rafi170,

    ob das Ganze als Einzelsensorik funktioniert kann ich Dir zwar nicht sagen.
    Wir setzen die Temperatursensoren in Kombination mit Inndendrucksensoren ein.
    Wenn es also rechts hinten drückt kann man die Sensorik gerne nutzen um danach Umzuschalten.
    Es ist sozusagen ein i-Punkt für den Werkzeuginnendrucksensor die Temperatur noch mit abzugreifen und die Zeit und somit die eventuell eintretende Viskositätsänderung der Masse mit einzubeziehen.
    Du benötigst jedoch immer wieder eine Auswerteeinheit die in die Maschine integriert werden muss und kostenmässig nicht zu verachten ist.
    Hast Du eine direkte Anwendung oder wie kommst Du überhaupt auf das Thema?

    Otl. E.

    Wurde der Federstahl schon mal vorgerwärmt, vor dem Umspritzen? Evtl. bringt das was mit dem Schwund...

    Ich würde meinen eher anders herum :smiling_face:
    Wenn sich der Draht nach dem "gewaltsamen" Drehen löst ist es ein Oberflächen-Haftungsproblem.
    Oder sind da mechanische Hinterschneidungen drin / dran / drum???
    Versuche es doch mal mit einem "kalten" Einleger und einem niedrig Temperierten Werkzeug.
    Zwar könnte man meinen, dass der Einleger dann nicht mehr weg schrumpft, jedoch sind die Haftungskräfte dann nicht ganz so hoch.
    Vielleicht sogar noch in einem Verbund mit einem Trennmittel / Trennlack... was auch immer.

    Otl. E.

    Hallo rafi170,

    wir haben schon mehrere IR-Thermometer versucht, im Endeffekt sind wir immer wieder darauf zurück gekommen, dass es am besten ist, man nutzt eines zum einstechen.
    Somit kannst Du die wirkliche Massetemperatur messen und nicht nur die Oberfläche die ja kekanntlich zuerst abkühlt.
    Persönlich würde ich Dir davon abraten.

    mfG Otl. E.


    Sensoren und Überwachung erhöhen natürlich die Wahrscheinlichkeit, ein gutes "Duplikat" zu erhalten.
    Aber ich kann doch im vornherein nicht versichern, dass es funktionieren wird? Ich kann es eben nur unterstützen durch Prozessüberwachung und geeignete Anordnung etc.
    Der Kunde will jedoch mehr oder weniger eine Garantie dafür, das es klapen wird. Meiner Meinung nach nicht möglich...

    Hallo Tomezzz,

    ich würde nicht behaupten, dass die unterstützende Sensorik Dir die Wahrscheinlichkeit gibt, dass Du den Prozess in das Mehrfachwerkzeug duplizieren kannst.
    Da gehört schon etwas mehr dazu :grinning_squinting_face:
    Ungeachtet der geteilten Meinungen über Prozessabläufe würde ich dem Kunden nicht garantieren, dass der Prozess unter anderen Bedingungen gleich abläuft.
    Jedoch zeigt doch euer Vorgehen und euer Umsetzen, dass ihr es drauf habt :winking_face: dass würde ich dem Kunde verklickern.
    Und sind wir doch mal ehrlich, was nützt es dem Kunde wenn Du jetzt die Zukunft aus dem Kaffeesatz (oder aus Simulationen, Sensorendaten und Einstellparametern) liest und es dann doch Abweichungen gibt?
    Was willst Du ihm dann erklären?
    Das sollte er auch verstehen, ansonsten würde ich an Deiner Stelle Lotto spielen, wenn Du so eine Voraussagung machen könntest.

    Beste Grüsse und noch viel Glück mit Deinem Vorhaben.

    Otl. E.

    Guten Morgen,

    das Problem erkennt sicherlich jeder sofort, doch für einen Lösungsansatz wird es noch ein paar Informationen bedürfen.
    Es gibt viele Möglichkeiten darauf einzugehen, jedoch wären hier ein paar Bilder hilfreich.
    Vom Werkzeug (Auswerfer- und Düsenseite) sowie vom Bauteil.
    Und natürlich von den "Krallen" die Ihr schon "reingeschnitzt" habt.

    mfG Otl. E.

    Guten Morgen,

    also ich würde Dir empfehlen etwas Lektüre vorerst zum Eigenstudium zu lesen.
    Egal was Du machst, Du wirst von heute auf morgen kein Superkontsrukteur, auch nicht durch ein "Wunderseminar" was Dir das verspricht.

    Wenn ich mir den Markt so anschaue, werden jedoch händeringend Konstrukteure für den Werkzeugbau gesucht.
    Ich persönlich vertrete immer noch die ehrliche Version.
    Such Dir eine Firma raus, leg die Karten auf den Tisch und sag was Du vorhast, vielleicht bekommst Du auch Unterstützung.
    Die Firmen werden auch wissen, dass wenn Du keinerlei Referenzen hast, Du kein Profi bist und die Erfahrung kommt nun einmal mit der Zeit die Du konstruierst.

    Und Bücher sollten vorweg erschwinglich sein und lassen sich (obwohl ich mir da nicht ganz sicher bin) steuerlich absetzen.
    Als Empfehlung:

    • Werkzeugbau in der Kunststoffverarbeitung von Prof. G. Mennig, ISBN: 978-3-446-40778-7

    Hat zwar nicht ganz so viel mit Konstruktion zutun, ist jedoch eine sinnvolle Übersicht.

    • 1000 Konstruktionsbeispiele für den Werkzeug- und Formenbau beim Spritzgießen, Heinrich Krahn, Dieter Eh, Harald Vogel, ISBN: 978-3-446-41243-9

    Gibt sehr viele Beispiele was die Konstruktion so beinhaltet.

    Auch als Quereinsteiger benötigst Du eine gewisse Anlaufzeit, auch ein Praktika bei einer Werkzeugbaufirma mit Konstruktion ist manchmal ganz hilfreich.
    Hoffe konnte Dir etwas weiter helfen.

    mfg Otl. E.

    Natürlich könnt es auch eine Unverträglichkeit mit dem Farbkonzentrat sein, sicherlich.
    Um das heraus zu finden, könnte man die Zugabemenge ändern oder die Teile einfach mal in Natur spritzen :smiling_face:

    Am einfachsten wäre es natürlich, ein passendes Batch (sofern nicht schon vorhanden) zum Material zu bestellen.

    Es ist richtig, dass es eine Erhebung ist und die Ablagerungen in Fließrichtung auftreten.
    Wir spritzen sehr langsam ein, mit 4ccm/s. Ich stelle morgen mal ein Bild ein.

    Dann kann es sein, dass Du das über die Kanten einer zu hohen Scherung aussetzt.
    Wenn es im Material wäre und etwas ausgasen sollte, hättest Du es im kompletten Werkzeug.
    Da es sich jedoch unter der Erhebung befindet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch.

    Otl. E.

    Hallo geschätzte Forengemeinde,

    ich greife "wieder einmal" in das Thema ein und fange mal an etwas Wissenschaft in den Raum zu werfen.
    Wem es interessiert und wer sich gerne damit auseinader setzen möchte kann gerne die Dissertation des
    Herrn Dr. Reinhard Schiffers lesen.

    Diese wurde am Lehrstuhl für Konstruktionslehre und Kunststoffmaschinen, Universität Duisburg-Essen vorgelegt.

    Beide Gutachter (Prof. Dr.-Ing. Johannes Wortberg, Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Walter Michaeli) sind keine Unbekannten in der Kunststoffwelt.
    Das Thema:

    Verbesserung der Prozessfähigkeit beim Spritzgießen durch Nutzung von Prozessdaten und eine neuartige Schneckenhubführung


    Herr Dr. Schiffers hat sich in seiner Dissertation eingehend mit dem Schliessverhalten von Rückströmsperren in Abhängigkeit von der sinkenden oder steigender Viskoität der Schmelze sowie des Antriebes der Schnecke unter Berücksichtigung des Weg-Geschwindigkeitsprofils beim Einspritzen beschäftigt.

    Er hat in mehreren Versuchen nachgewiesen, dass die Rückströmsperre beim Einspritzen unterschiedliche Anprechverhalten aufzeigt und somit die Schliesszeit der RSS beim Einspritzen variiert.

    Sicherlich hat er noch viel mehr nachgewiesen, dafür fehlt mir jedoch jetzt etwas die Zeit :smiling_face:

    Vorweg schon einmal ein schönes Wochenende.

    Otl. E.

    Hallo,

    auf der Auswerferseite, das Bild mit dem schwarzen Balken, sind doch neben dem „O“ links und rechts, zwei Erhebungen?!?!?!
    Wenn ich das richtig sehe.
    Man könnte auch hineininterpretieren das die Ablagerungen unterhalb dieser Erhebungen und sogar in Fliessrichtung sind, oder?

    Auch spritzt Ihr bei dem TPE sicherlich sehr schnell ein?!?!?

    Wenn möglich stelle doch auch mal bitte Bilder von den Teilen ein, mit und ohne „Verschmutzung“.

    OTL. E.

    Guten Tag geschätzte Forengemeinde,

    grundsätzlich, wie es die Kollegen vorweg schon erwähnt haben, sollte der Zylinder leer gefahren / gespritzt werden.
    Dieser Zustand sollte immer anstrebenswert sein.

    Weiterhin kommt es, wie schon erwähnt, immer auf das Material an.
    Bei gewissen Sorten kommst Du nicht umhin, mit neutralem Material zu spülen.

    Vor Produktionsbeginn sollte auch immer mehrmals aufdosiert und ausgespritzt werden.
    Es verbleibt immer ein Masserest auf der Schnecke, man kann diese nicht komplett leer fahren, das Funktioniert von der Geometrie und vom Massefluss her nicht.

    Um zu gewährleisten, dass sich entweder kein Spülmaterial mehr auf der Schnecke befindet oder degenerierte Masse, sollte einfach genug „frische“ Masse nachgeschoben werden.
    Und Achtung! Eine thermisch geschädigte Masse oder einen beginnenden Kettenabbau sieht man nicht immer am Bauteil.
    Die meisten sparen hier am falschen Ende und wollen die „verbleibende Masse retten“ (kostet ja alles…) ziehen sich dadurch jedoch mechanisch schlechtere Bauteile in Ihre Lieferung und müssen mit Reklamation rechnen.
    Ich frage mich da stets, was günstiger ist?!?!?!

    Otl. E.

    Guten Tag geschätzte Gemeinde,


    habe gerade bemerkt, dass ich ganz schön lange weg war. :grinning_squinting_face:
    Werde mich nun bemühen, der Kunststoffwelt hier im Forum wieder des Öfteren die Treue zu halten.

    Zum eigentlichem Sachverhalt.
    Hier sollten doch erst einmal die Parameter begutachtet werden, oder?
    Was macht den die Maschine bzw. die Parameter (Umschaltpunkt- oder Druck, Restmassepolster, Spritzdruck, Spritzzeit, Dosierzeit...etc. pp.) wenn der Fehler auftritt.
    Alles andere wäre unter den gemachten Angaben aus dem Kaffeesatz lesen und wild spekulieren.

    Modernes PVC ist auch in der Verarbeitung sehr Stabilisiert und lässt sich bequem auf einer Standard 3-Zonen Schnecke mit Rückstromsperre verarbeiten.

    Da hier jedoch nicht angegeben wird, was Ihr Verarbeitet, ist es wieder schwer die Situation zu beurteilen.

    Das mit dem "untemperierten" Werkzeug habe ich mal überlesen und versuche das gerade wieder aus meinem Kopf zu bekommen das irgendwo in Deutschland so gearbeitet wird. :tired_face:

    MfG Otl. E.

    Guten Morgen Micha,

    sicherlich temperiert Ihr das Werkzeug.
    Gib mal kurz einen Aufschluss wie und mit was?
    Also mit Wasser? Von einer Ringleitung? Einem Beistellgerät? etc.pp.
    Und gib mal bitte noch eine Zykluszeit an.

    mfG

    Otl. E.

    Guten Morgen geschätzte Forengemeinde,

    wenn ich den letzten Beitrag von 1u21 richtig verstanden habe gehen wir weiterhin davon aus, dass die Rückstromsperre nach dem Dosieren geöffnet bleibt und sich nicht, wie von Behrens beschrieben, schliesst :exclamation_mark: :question_mark: :exclamation_mark: :question_mark:
    Die erste Bewegung findet mit Beginn Einspritzphase statt :question_mark:
    Wenn dann auch keine fundierten Gegenargumente mehr kommen, würde ich das Thema RSS dann auch "schliessen" (kleines Wortspiel) bzw. als beendet betrachten :grinning_squinting_face:

    Kollege 1u21, wenn es Dir nicht zu viel Arbeit macht, könntest Du dann noch einmal, wie vorgeschlagen, tiefer rein gehen.
    Und zwar in das Thema Kompression von Kunststoff.
    Mit den Ketten ist mir klar, mit der Ausdehnung ist mir klar (obwohl sich alle Stoffe bei Wärme ausdehnen...) nur mit dem Freiraum komme ich noch nicht so richtig zurecht.
    Vielleicht kann man es an einem Beispiel besser verdeutlichen :question_mark:
    An einem handelsüblichen Kunststoff, zum Beispiel Polycarbonat...

    Bedanke mich für die Antworten und verbleibe in Erwartung

    mfG Otl. E.

    Ich muss auch noch einmal in das Thema eintauchen, da es doch noch zu viele ungeklärte Argumentationen gibt.
    Weiterhin habe ich noch ungeklärte Fragen.
    Kommen wir gleich zum Ersten:

    Das Material auf der Schnecke wird verhältnismäßig schnell "entspannt", heißt auch daher "Kompressionsentlasung" (noch ist RS offen, logisch!). Danach wird der Sperring/Stauring durch die Kompressionsenergie/-druck des aufdosierten Matrials vor der Schnecke(!!) nach hinten gegen den Dichtring/Druckring geschoben.


    Hierzu fehlt mir noch die Erklärung, warum vor der RSP ein anderer Druck herrschen soll, als hinter der RSP?

    Der Staudruck bringt in das Material durch Kompression (Kunststoff ist nun mal komprimierbar) eine erhebliche Druckenergie - ist wie bei einem Druckspeicher


    Hier interessiert mich die physikalische Erklärung wie Kunststoff komprimiert wird?

    Und bitte nicht wieder auf den Besuch des Seminars mit Rabattangeboten verweisen, ich hätte gerne ein paar Fakten die die Tatsache belegen.
    Denn ich habe mich jetzt einige Stunden damit beschäftigt, Arbeiten und wissenschaftliche Grundlagen über das Schliessverhalten von Rückstromsperren zu lesen.
    Mir ist nichts von den angegebenen Tatsachen unter gekommen, dass sich die RSP nach dem Dosiervorgang, vor Beginn des Einspritzens, schliesst.
    Um genau zu sein sind mir eher sehr viele Arbeiten unter gekommen, die sich damit Beschäftigt haben, wie lange es dauert, bis die RSP beim Beginn einspritzen braucht, um sich zu schliessen.

    Das Thema muss auf jeden Fall aufrecht erhalten werden.
    Ich bin und bleibe gespannt.

    Otl. E.

    Also Jungs in allen Ehren, ich will auch Euer Engagement auf keinen Fall schmälern, wohl dem wer sich heute noch etwas traut.
    Jedoch solltet Ihr Euch jemanden ins Boot holen, der ein wenig Ahnung von der Materie hat.
    Und wenn es nur als Berater ist.
    Obwohl ich einem Schichtführer schon so viel Wissen zusprechen würde, dass er mit all Deinen Fragen umgehen können sollte.

    Es ist doch Wahnsinn, seine Grundlagen für die Gründung einer Firma (mit hohem Kapitalanteil) in einem Forum zu suchen.
    Lest Euch noch einmal die Beiträge von pertsj und Klabusterbär durch und lasst euch das noch einmal ganz langsam auf der Zunge zergehen was die Beiden da geschrieben haben.

    Und noch eins.
    Sicherlich kann man sich das Ganze auch mit "Kleinem Groschen" aufbauen, jedoch habt Ihr gegenüber Euren zukünftigen Kunden auch eine Verpflichtung.
    Wenn Ihr denn dann Aufträge habt, müsst Ihr dann auch liefern.

    Ja ich weiss, das war harter Tobac, will Euch auf keinen Fall diffamieren oder die Grundidee kaputt machen.
    Will lediglich realistisch sein.

    Otl. E.

    Guten Morgen Philipp,

    schau Dich doch einmal hier im Forum um und benutze die Suche.
    Hier haben schon einige angefragt, was man braucht oder was es kostet in der Garage selbst Teile zu produzieren.
    Sicherlich findest Du dort Rat der Dir vorerst viele Zähne ziehen wird :grinning_squinting_face:

    Kommst Du direkt aus der Spritzgussbranche? Oder baust Du Maschinen bei ARBRUG zusammen?

    Mit besten Grüssen Otl. E.

    In diesem Sinne: Schönes Wochenende, und hört endlich auf mit dem "jeder kocht sein Spritzguss-Süpchen" - alle müssen die gleiche Suppe kochen, und das sollte dann auch die Richtige sein, die die QS-System fast überflüssig und die Kunden zufrieden macht!!!


    Kommt es mir nur so vor, dass Du den Topf, die Zutaten und das Rezept selbst bestimmst und wir nur noch die Möglichkeit des essens haben?

    oh oh oh...
    Die Admins und die Mods sammeln sich am Themenrand und zücken die Knüppel :grinning_squinting_face:
    Beobachte das Thema ja nun auch, hatte mir an sich gesagt, nein... nein zu den Grundlagen äusserst du dich nicht, jetzt muss ich doch.

    Persönlich möchte ich folgendes noch hinzu fügen, jedoch nicht um hier jemanden zu diffamieren, sondern um das eigentliche Thema, den eigentlichen Sinn, wieder zu finden.
    Ich habe einmal gelernt und lehre es auch so weiter, dass sich die Höhe der Dekompression nach der Zylindergrösse richtet.
    Eine prozentuale Angabe ist mir völlig unbekannt.
    Auch wurde mir gelehrt, dass die Dekompressionhöhe so gering wie möglich zu halten ist um eben, wie das Fehlerbild von pertsj zeigt, diesen zu verhindern.
    Sicherlich sind mir auch schon Anwendungen unter gekommen, wo die Dekompression gegen null geht, jedoch ist das nicht der Standard!

    Noch einmal zur eigentlichen Funktion der RSS.
    Muss ich doch ein wenig Krümel kacken :pinch:
    Wir gehen von einer gewöhnlichen 3 teiligen Sperre mit 4 Flanken aus, bestehend aus Spitze, Sitzhülse und Sperring (über die Begrifflichkeit kann man streiten).
    Sofern diese ordnungsgemäss eingebaut wurde und noch nicht abgenutzt ist, befindet sich zwischen Sitzhülse und Zylinderwand ein Spalt von wenigen Zehntel.
    Trifft jetzt Masse oder auch Schmelze auf die RSS wird diese komplett von dieser Umspült.
    Zwischen Zylinderwand und Sitzhülse bildet sich ein Film, dieser bewirkt auch, dass bei der ersten Rückwärtsbewegung die RSS öffnet (sofern sie geschlossen war).
    Die Sitzhülse bewegt sich wenige mm in Spritzrichtung bis sie letztendlich gegen die Flanken der Spitze drückt.
    Masse strömt durch die RSS und wird vor die Spitze gefördert.
    Am Ende des Dosiervorgangs, ob nun mit oder ohne Dekompression, bleibt die RSS geöffnet und zwar so lange, bis sich die Schnecke wieder bewegt und zwar in Spritzrichtung.
    Bei Beginn der Bewegung kommt wieder der Film zwischen Sitzhülse und Zylinderwand zum Einsatz, dieser bewirkt ja, dass benannte den wenigen mm Weg zurück geht und gegen den Sperring drückt und somit dichtet.
    Es kann sich ein Druck aufbauen, eine zu vernachlässigbare Menge an Masse strömt trotz alledem hinter die RSS und alles ist gut.

    Jetzt könnte man noch einbringen, dass es Materialien gibt, die stark Niederviskos sind und die Funktion der RSS beeinträchtigen.
    Somit kann es auftreten, dass bei Beginn Dosiervorgang die RSS nicht öffnet.
    Ein namenhafter Maschinenhersteller hat somit die Option "Dekompression vor Dosieren" eingebaut um dem entgegen zu wirken (Funktion ist nicht nur deswegen...).

    Auf den Verschleiss einer Rückstromsperre kann ich jetzt aus Zeitgründen nicht mehr eingehen, auch nicht auf andere Bauweisen.
    Letztendlich funktionieren Sie alle mechanisch.

    Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass man bei aller Verbesserung und Richtigstellung rein sachlich bleiben kann!!!

    Otl. E.