Posts by Alex66

    Hallo,

    mich wĂĽrde Euere Meinung zu folgender Problematik interressieren.
    Ein Kunde lässt bei uns Tastaturen fertigen. Sehen ähnlich aus wie die auf der Ihr gerade rummtippt - also für den Computer.
    Gefertigt wurden dieses aus Magnum ABS 8434 natur mit 1% Remafin schwarz. Danach wurden diese silber lackiert. Dies ist aber wahnsinnig kostenintensiv also haben wir einen Versuch mit Perlsilber MB gemacht.
    Die Fliesslinien waren deutlich zu erkennen (klar - denn angespritzt wird ungefähr zwischen der "Entf" und "Einfg" Taste).
    Frage ist wenn man die FT hochjubelt und die ZT gleich mit gibt es ein Material was besonders prädestiniert ist für solche Anwendungen? Eins das sehr sehr leicht fliesst und die Brandklasse HB erfüllt?

    Danke fĂĽr Euere Antworten

    Alex

    Hallo,

    ich schreib´jetzt einfach mal die Namen auf und wenn´s Werbung (oder das Gegenteil) ist, dann löschts doch einfach.

    Das "alte" Material war Cycoloy 90 irgendwas ABS/PC FR von GE.
    Das neue Material ist Bayblend FR3010 ABS/PC FR von Bayer.
    Der Grundstoff kommt aber von Sabic logischerweise fĂĽr das von GE die Sabic ja gekauft hat und fĂĽr das Bayblend kauft Bayer den Grundstoff von Sabic ein.
    Der Grund für den Wechsel ist, das der Kunde nicht nur von GE abhängig sein wollte und deswegen bei Bayer das neue Material gekauft hat.
    Fazit: Jetzt sind ´se halt von Sabic abhängig

    Hy,

    also nur mal so, das Material auf das umgestellt worden ist kostet 9,70€/kg. Das vorher kostete 3,20€/kg. Grund: der Kunde wollte nicht nur von einem Materialhersteller abhängig sein. Witzig: Der Rohstoff für das Material beider Firmen kommt vom gleichen Hersteller.

    GrĂĽĂźe Alex

    Hy,

    ist besser gelaufen als erwartet - viel besser. Wir kommen da also an - ich mit einer Stinkwut im Bauch. Ein grosser Ordner mit allem was nötig ist um zu beweisen wer´s verbockt hat. Ja und dann passiert das allerschlimmste - sehen die doch tatsächlich Ihren Felher 100% ein - nehmen die Reklamation zurück und bezahlen die Formänderung die nötig ist um das "neue" Material zu entformen.
    Die spinnen die Römer.
    Viel Wirbel um nix tz tz tz :face_with_rolling_eyes: :face_with_rolling_eyes:

    GrĂĽsse Alex

    Wirft fĂĽr mich die Frage auf: Wenn die mechanischen Eigenschaften verbessert werden (was heisst wenn - werden sie ja) und PA das Wasser wieder abgiebt, dann ist die warscheinlichkeit doch hoch, dass der Kunde in einem Jahr wiederkommt und brechende Teile im Feld reklamiert?!

    Hallo,

    wir fertigen Teile aus PA 6.6 mit 20% CF 10%GF. Vorher wurden diese Teile aus POM gefertigt. Jetzt müssen sie wegen der Leitfähigkeit also aus o.g. Material sein. Diese beiden Teile werden bei uns montiert. Ein Raststift der in eine Bohrung gesteckt wird. Beim montieren kam es durch Überdehnung zur Beschädigung. Also haben wir die Teile konditioniert - ging wunderbar. Diese wurden im K-Becken belassen, bis sie montiert wurden - mit Lappen abgetrocknet und dann eben verbaut.
    Jetzt kam eine Reklamation wegen Kalkrückständen an diesen Teilen. Die Rücklieferung haben wir nachgebürstet. Aber wie sollte ich weiter verfahren um das Problem beim nächsten mal zu vermeiden? Danach vielleicht in eine Tüte packen? Vielleicht könnt Ihr mir helfen (was heisst vielleicht - ganz bestimmt :grinning_squinting_face: )
    Danke im Voraus

    Alex

    P.S. und ich hab mich diesmal eeecht kurz gefasst :smiling_face_with_sunglasses:

    Danke fĂĽr Euere Antworten,

    das Problem ist ja, dass Teile mit dem "alten" Material sich zwar leichter entformen, aber der Verzug ist der gleiche. Sagen die. Stimmt zwar aber es ist ja bewiesen, dass dieses Material sch.... ist. Andere Firmen haben damit ähnliche Probleme. Das Material ist 3 mal so teuer wie das "alte". Aber der grosse Kunde will ja nicht von einem Materialhersteller abhängig sein. Der Oberguru möchte auf keinen Fall eine weitere Diskussion über Materialwechsel - was ja OK ist, aber dann muss man halt einen Tod sterben.
    Bei denen weiss A nicht was B tut, jeder reklamiert an diesem Teil mal so ein bischen rum, vor ner halben Stunde hab ich erfahren, dass dieser "Weissbruch" (weil Crazing kennen die nicht) der eine kleine Ritze an der Oberschicht ist (wohlgemerkt liegen darunter 4,8mm unbeschädigte Struktur) genau 0,2 N aushalten muss und die haben Angst das reisst. AAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHH :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face:

    Ach und offensichtlich kann ich nicht "kurz" schreiben - sorry :face_with_rolling_eyes: :face_with_rolling_eyes: :face_with_rolling_eyes:

    Hallo,

    ich brauch mal Eueren Rat. Das Thema passt weder zu Maschine, Form oder Material, deswegen hab ich´s hier mal eingestellt.
    Ich mach´s mal chronologisch:
    Angefangen hat´s mit dem was wir allle brauchen, eine neue Form.
    Die ist also gebaut worden und kam dann zur Erstbemusterung zu uns.
    So weit - so gut. Derartige Teile (Frontrahmen für Bedienfelder) wurden immer aus dem gleichen Material gemacht ABS/PC mit n´bisschen Flammschutz von einer Firma von der man glauben könnte die machen generell elektrisches (hoffe habe den Namen gut umschrieben). Das ging also 14 Formen lang gut. Dann hat jemand (also der Kunde) gemeint er müsse ein Material von einer Firma nehmen die eigentlich Arznei herstellt. War ja vielleicht noch OK weil es auch ABS/PC mit dem gleichen bisschen Flammschutz ist (laut Hersteller ja ganz genau das gleich - ha,ha). Beim ersten einspritzen mit Nachdruck etc. gabs dann einen hübschen Knall - was war passiert? Halle zusammengebrochen? Maschine zerrissen? Roboter runtergefallen? übergewichtiger Kollege umgekippt? Nein weit gefehlt, das war das Herzerfrischende Geräusch des entformens. Man wundert sich (oder auf bayrisch "Ja varreck". Kurz und gut gings halt schlecht raus, sehr viel schlechter als mit dem Material von den "elektrogenerellen". Na OK lassen wirs halt polieren und noch mehr Auswerfer setzen, die Konizitäten erhöhen etc. Naja als es dann endlich mal ging - neue Muster, aber diesmal mit Konstrukteur. Neues Problem - Verzug. Erklärung plastische Seele Wanddickenunterschiede - verschiedener Schwund im Teil - Verzug. Klingt komisch iss´aber so. (Also klang für den Konstrukteur komisch) Naja auf jeden Fall wollten sie halt ein gerades Teil, also wurde die Form so vergewaltigt, das ein delta Teta von 75°C ja 75°C zwischen DS und AS herrscht. Warum? keiner wollte einen Wärmeleitstahl bezahlen oder die Nacharbeit (spannen, Hitzerelaxation etc.). Nun gut man spielte also mit allem was man zur Verfügung hatte rum (in der Maschine) bis der Verzug minimiert wurde.
    Resultat - Prozess instabil Ausschuss 30%. Aber des Menschen Wille ist ja bekanntlich sein Himmelreich. OK man meldet sich halt weil man von den 30 mindestens nen nuller weghaben möchte, keiner sagt was. Gut!
    Bis plötzlich Scheffe kommt und erzählt, das alle anderen Firmen die dieses Material benutzen, ich sag mal, "dürfen" die gleichen Probleme haben. Kurz und gut tat ich es ihnen gleich und prompt stand jemand von der Tablettenfirma (wie geschickt ich es vermeide den Herstellernamen zu nennen - gelle :P) mit Kunden vor der Tür und hat also wie es nicht anders zu erwarten war als erstes mal den Fehler bei...
    ... mir gesucht. Da bin ich halt ein bischen empfindlich und konnte dann jeden Einstellparameter erklären (Der Verzug Ihr erinnert euch). OK, dann wollten also die die Form bei sich haben - hammer hingeschickt und folgende Empfehlung erhalten. "Der Ausschuss kann minimiert werden wenn der Anschnitt von 3,5mm auf 4,5mm erhöht wird". Gut sagte man, aber dann wird der Abriss halt grösser und der Anspritzpunkt höher. Kunde sagt mach nichts wir sagen OK. Anschnitt vergrössert Änderung marginal. Dann Reklamation - Warum? Erhöhter Anspritzpunkt - Nacharbeit (iss ja nicht so, dass keiner was gesagt hätte).
    OK weiter. Plötzlich fällt jemanden auf - Ja die Einfallstellen bei den Wanddickensprung von 2 auf 5 mm mit der Wand dahinter, die können wir nicht nehmen, weil wir kleben ja da eine Chromstyle Folie drauf. Wie gut, dass man einen grösseren Anguss hat. Also drücken wir diese lästige Einfallstelle einfach mit einem Nachdruck raus der ausreichen würde ein 10Tonnen Form in den Orbit zu schiessen. Und das alles in der Zeit die reicht um sich einen Bart wachsen zu lassen. Warum denn nicht. Ja weil - die Sache mit der Entformung. Kunde sagt iss egal Hauptsache schön. Gut mach ma schöne Teile mit dem Energieverbrauch einer Kleinstadt. Alle Freuen sich. Bis auf den Kunden, denn der hat unterm Mikroskop Risse um die Auswerfer entdeckt. Und das an einer Stelle wo die Teile in einen Rahmen gespannt werden. Und wenn da jemand mit einem Drehmoment von 1200000 kn anzieht dann bricht das 5 mm Teil ganz genau dort.
    Ich weiss das war viel zu lesen aber iss Reklamieren vielleicht Olympisch geworden und ich weiss es nicht? Kennt Ihr solche Fälle. Ich kann nicht mehr. Letzte Woche haben die eine Auffälligkeit an einem anderen Kunststoffteil reklamiert, dass schon 7 Jahre läuft. Man höre und staune, es handelte sich dabei um den Anspritzpunkt. Was wird denen noch einfallen? Am Donnerstag ist Rapport, weil die Teile die kann man ja so nicht nehmen. HIIIIILLLLLLLLFEEEEEE!!!!! :loudly_crying_face:

    Quote

    Original von Michael-S
    Also, ich hab mir mal die LektĂĽre von Demag mit nach Hause genommen.
    Aber eins frag ich mich doch, lassen sich die Wkz. Geschwindigkeiten auf der NC4 nicht auch in mm/s statt in % angeben?

    Auf der VDMA Seite lassen sich zwar spezifische Drücke einstellen und mm lässt sich in ccm angeben aber von der Geschw. steht da nix.

    Arburg war 2001 schon Meilenweit besser als Demag (so mein erster Eindruck).

    GruĂź Micha


    Hallo,

    soweit ich weiss gehts nur in Prozent. Stell halt alles was wichtig ist auf der Seite 20 Prozessoptimierung ein. Dort kommst du auch per Softkey in alle Profile und in das Bild für die EE. Auf Bild 83 kannst du die Parameteranzeige ändern von z.B. ccm in mm vom hydraulischen Druck in spezifischen usw.

    Hallo nochmal zu den Löffeln,

    ich hab den Spruch im Netz gefunden. Wir stellen die Dinger selber her.
    Also ist bestimmt nicht meine Meinung.

    Aber es ging in die Richtung wie das mit den Fliessbändern die alle 150 sec. einen Anguss befördern.
    Also nicht lĂĽnchen - Danke.

    Hab da im Internet einen netten Spruch gefunden, weiss nicht von wem er stammt, aber hat was. Auch wenn er nicht gerade zuträglich für unsere Branche ist

    "Es ist schon erstaunlich, dass unsere Gesellschaft einen Punkt erreicht hat wo der Aufwand Öl aus dem Boden zu fördern, es in eine Raffinerie zu transportieren, Kunststoff daraus zu machen, es zu einem Kunststofflöffel zu formen, in ein Geschäft zu transportieren, es zu kaufen und nach Hause zu bringen als weniger aufwändig zu klassifizieren als einen Metalllöffel einfach abzuwaschen wenn man ihn benutzt hat."

    Die benutzen eine Granulatschnecke.

    Die Dosierung erhöhen bringt bei den Sch.... Masterbatch nichts.
    Alles probiert.

    Die Frage ist halt immer noch verursacht das MB die Schwankungen oder ist die Maschine doch im A.... und alles ist nur Zufall?????

    Hab alles als ich dort war probiert

    Temperatur - gar nix

    Drehzal - Dosierzeit kĂĽrzer (wenigstens das stimmt) Schwankungen gleich hoch

    Staudruck - Dosierzeit länger Schwankungen gleich

    SC-zurĂĽck vor Dos. variiernen - bringt gar nix

    nach dosieren - gar nix

    Profile in allen Variazionen - nix

    Batch weg - Dosierzeit schwankt um 0,2 sec

    Batch dazu - Dosierzeit schwankt um -15 bis + 50 sec.

    :confused_face: :confused_face: :confused_face: :confused_face:

    Die wollen eins bestellen mit MABS als Täger anstatt Unibatch.
    Farbschlieren - wenig. Aber die Dosierzeitschwankung? Glaubst du die ist dann weg? Ich muss passen! Und vor allen Dingen kann Batch - so wenig dosiert - DAS verursachen?

    Danke