Wir haben dazu schon mal gesprochen .
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Grundsätzlich kommt es auf die Art der Lagerung an. Trocken, kühl und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt ist auf jeden Fall die sinnvollste Art der Lagerung.
Es gibt selbstverständlich auch Compounds in denen Additive enthalten sind, die bei den Fertigteilen bestimmte Funktionen übernehmen sollen, wie z.B. Schmierstoffe (Silikonöle) Diese migrieren mit der Zeit an die Oberfläche - was sie auch sollen. Lagert man solche Materialien sehr lange , sind diese Bestandteile allerdings nicht mehr im Granulat sondern auf dem Granulat und im Sack oder Oktabin und nicht mehr in der zu erwartenden Menge im Granulat. Das bekommt man dann auch nicht wieder in geeigneter Weise im Endprodukt eingearbeitet.
Wir kennen es auch alle, dass irgendwelche Kunststofffertigteile nach mehreren Jahren plötzlich ihren Geist aufgeben und plötzlich brechen oder zumindest spröde werden. Auch ein Kunststoff ist also nicht immer für die Ewigkeit gemacht wie z.B. eine Steinaxt. Ein Kunststoff kann also auch einer Oxidation unterliegen und auch durch andere Umwelteinflüsse mit der Zeit seine Eigenschaften verlieren. Das fällt aber beim Spritzguss oder bei der Extrusion evtl. noch nicht auf. Deshalb "prüfe, wer sich ewig bindet".
Ein MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) geben wir in der Regel nicht an. Außer es handelt sich z.B. um ein mit bestimmten zeitabhängigen Additiven ausgerüstetem Material. Da sagen wir dann schon dem Kunden, dass er es "zeitnah" verarbeiten sollte.
Ein Material, welches aber schon 4 Jahre irgendwo unter nicht idealen Bedingungen in der Ecke lag, würde ich nicht mehr unbedingt zu hochwertigen Funktionsteilen verarbeiten. Für Versuche auf einem Werkzeug vielleicht noch geeignet aber endlich nicht mehr zu allem geeignet.