Größe Abmusterungsteam im Vergleich zur Fertigung/Neuwerkzeuge pro Jahr

  • Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren wie es bei euch in den Firmen so aussieht bzgl. der Teamgröße in der Bemusterungsabteilung im Vergleich zur Fertigungsgröße und Neuwerkzeugen pro Jahr.

    Bei uns stehen kleinere organisatorische Änderungen bevor und mir fehlt da etwas der Vergleich zu anderen Spritzereien mit eigener Bemusterungsabteilung.

    Ich bin Teamleiter und somit Abmusterungsverantwortlicher.

    In meinem Team sind zwei Einrichter für Neuwerkzeuge, welche die Bemusterungen in Früh- und Spätschicht (also schichtübergreifend) in Zusammenarbeit mit mir umsetzen.

    Wir haben 63 Spritzgussmaschinen von 80to - 550to. Entnahme zu 85% mit Portalhandling, die anderen 15% 6-Achs und Schüttgut.

    Ca. 40 Neuwerkzeuge von 1-8-fach im Jahr.

    Würde mich freuen von euch zu lesen.

    Schönes Wochenende!

    Viele Grüße Tobias

  • Hallo,

    der Vergleich wird dir nicht helfen :winking_face: aber trotzdem

    • 80 SGM, 400-3200kN
    • 5 bis 15 Neu-WKZ im Jahr bis 96fach, alles Voll- oder Teil-HK mit Angussentnahme
    • 2 Musterer, die aber auch als Problemlöser fungieren, eigene Projekte bearbeiten und alle Versuchswerkzeuge /-materialien mustern.

    Gruß

  • Hallo!

    Bei uns sind es knapp 100 Maschinen von 50t - 3200t. Davon 6 Maschinen (110t - 1100t) die in einem eigenen Technikum, abgekapselt von der Serie stehen. Wir haben je nach Auftragslage zwischen 400 und 800 Neuwerkzeuge pro Jahr.

    Unser Musterteam besteht aus 10 Mitarbeiter/innen plus eine Teamassistenz und der Führungskraft.

    Die Prozesstechniker/innen kümmern sich um die komplette Musterung inklusive Rüstvorgang. Weiterhin stehen sie mit der Konstruktion und Werkzeugtechnik in Verbindung um bei der Erstellung der Neuwerkzeuge zu unterstützen. Das inkludiert Moldflowanalysen und Kontruktionsfreigaben. Weiterhin sind die Mitarbeiter/innen auch national und international in den Werken unterwegs um bei Neuanläufen zu unterstützen. In der Serienproduktion gibt es noch eine kleine Abteilung die sich um Probleme kümmert und die Schnittstelle zwischen Musterteam und Serienproduktion darstellt und das Musterteam auch unterstützt.

  • 70 Maschinen bist 2000to

    In Messejahren bis zu 800 neuen Werkzeugen.

    4 Mann

    Wobei das Rüsten die Einsteller übernehmen.

    Wasser etc. wird nach unseren Vorgaben angeschlossen.

    Hi Bernd,

    800 Neuwerkzeuge pro Jahr? Das wären bei vollen 52 Wochen ja 15-16 Werkzeuge pro Woche....

    Bitte sag mir, dass da ne Null zu viel dran ist :winking_face:

    Grüße

  • Hi Bernd,

    800 Neuwerkzeuge pro Jahr? Das wären bei vollen 52 Wochen ja 15-16 Werkzeuge pro Woche....

    Bitte sag mir, dass da ne Null zu viel dran ist :winking_face:

    Grüße

    Hallo,

    das habe ich mich auch gefragt. Sind ja im Prinzip dann pro Mustermann nahezu jeden Tag ein neues Werkzeug. Also schief gehen darf da nichts. Und der Prozess muss im Prinzip auch auf anhieb stehen. Dazu kommt noch, dass nicht jedes Werkzeug mit einer Schleife erledigt ist. Klingt für mich auch echt heftig.

    Aber solange es für alle beteiligten funktioniert ist es ja toll, wenn die Auslastung gut ist!

  • Da ist keine 0 zu viel

    Dann sind das auf den Anlagen wohl keine Langläufer: bei 70 Maschinen à 250 Arbeitstagen (bei Samstagsschichten 300AT) sind das bei 800 Neuwerkzeugen nur ca. 21 Tage im Jahr, die die Werkzeuge laufen ohne irgendwelche alten Werkzeuge aus dem Vorjahr (oder von vor 5, 10.. Jahren) zu berücksichtigen :fearful_face:

  • Bevor hier ein Wettstreit *Wer ist besser und schneller bei Musterungen* entbrennt, ein bissl "Würze" meinerseits zu dem Thema:

    1. Der Zeitbedarf einer Musterung wird von vielen Komponenten beeinflusst, wie z. B.

    • Standardisierung der Schnittstellen Maschine Werkzeug und sonstiger Pripherie
    • Qualifizierung, Knowhow und Verfügbarkeit von Personal
    • Planung/Organisation und deren Prozesse (z. B. Dokumentationen)
    • Werkzeugkonstruktion "spritzgiessgerecht"
    • Werkzeugabnahmen vor der Musterung ordnungsgemäß nach Werkzeuglastenheft durchgeführt
    • Ort der Musterung (Technikum oder Produktion?)

    2. Die Qualität der Musterungen, bei der ein Masterprozess für die Serie ensteht, spiegelt sich in der Produktion:

    Umso aufwendiger die Betreuung der Spritzgießprozesse in den Schichten und umso mehr Aufwand für die Qualitätsprüfung notwendig ist,

    umso schlechter ist die Qualität der Masterprozesse!

    Zudem ist die notwendige Zeit natürlich erst einmal auch, wie Streetforce schon erwähnte, von der geometrischen Komlexität der Formteiles abhängig!

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