Prägewerkzeug mit Einlegeteil

  • Hallo,

    am besten geht es über die Maschinensteuerung. In einer Formhälfte ist der Innenbereich der Kavität über Tellerfedern oder Ähnliches beweglich gelagert. Das WZ schließt ohne Zuhaltekraft bis die Tennung geschlossen ist=> füllen der Kavität nur mit Fülldruck, kein Nachdruck=>dann ordentlich Zuhaltedruck=>die Form federt zusammen, über den Weg und somit den verringerten Volumen wird der Nachdruck aufgebaut.Auch das Halteelement für das Einlegeteil muß beweglich sein da sonst dieses beim endgültigen Schließen plattgedrückt wird. Die ganze Mimik funkioniert am sichersten mit einer Verschlußdüse da sonst das Material zurückströmen könnte. Auch in der Stabilität ist darauf zu achten das in der Regel höhere Kräfte auftreten als in "normalen" Spritzgußwerkzeugen.

    Gruß und viel Erfolg

  • Das ganze kommt aber noch auf den Prägehub und Minimalschließkraft an. Und auf das Prägeverfahren!
    derda beschrieb ein Wz ohne Schließkraft beim einspitzen, das ist aber seltenst möglich (bei uns jedenfalls).

    Es kommt natürlich auch darauf an wie das ET im Wz liegt und wie dieses ausgelegt ist.

    Die entscheidende Frage ist aber wieso willst du Spritzprägen?

  • Hallo derda,
    Hallo Kuka,

    Danke für eure Informationen.
    Wenn ich euch richtig verstehe, dann muß ich nicht unbedingt ein Tauchkantenwerkzeug bauen. Es reicht wenn die abdrückenden Elemente gefedert gelagert sind.
    Gibt es keine Probleme das die Trennebene aufgedrückt wird, wenn eine Werkzeugseite schon gefüllt ist, die andere aber noch nicht (ungleichmäßiges Füllen)??
    Kann durch prägen der Verzug bzw. einseitige Schwindung minimiert werden??? Nach meinem Verständnis müßten die inneren Schwindungen durch prägen minimiert werden, daher also auch der Verzug.
    Ich möchte eine ebene Scheibe (PA66 GF43) herstellen und hoffe durch eine bessere Ebenheit sowie eineren besseren Planlauf zu erhalten.


    Gruß
    tech-freak

  • Quote

    Original von tech-freak
    Wenn ich euch richtig verstehe, dann muß ich nicht unbedingt ein Tauchkantenwerkzeug bauen.


    Nein.

    Quote


    Es reicht wenn die abdrückenden Elemente gefedert gelagert sind.


    Das habe ich sowieso nicht verstanden :confused_face:

    Quote


    Gibt es keine Probleme das die Trennebene aufgedrückt wird, wenn eine Werkzeugseite schon gefüllt ist, die andere aber noch nicht (ungleichmäßiges Füllen)??


    Das kommt ganz auf dein Prägeverfahren an. Es gibt zig Verfahren.
    -Wz offen, einspritzen, Wz schließen, Nachdruck
    -Wz offen, einspritzen, Nachdruck, Wz schließen
    -Wz geschlossen, einspritzen, Wz öffnen, Nachdruck
    -Wz geschlossen und dann öffnen gleichzeitig zu einer der Phase.

    Ich weiß jetzt gar nicht welche Verfahren es noch gibt.

    Quote


    Kann durch prägen der Verzug bzw. einseitige Schwindung minimiert werden??? Nach meinem Verständnis müßten die inneren Schwindungen durch prägen minimiert werden, daher also auch der Verzug.


    Ja, es ist möglich, aber nicht automatisch und immer.

    Quote


    Ich möchte eine ebene Scheibe (PA66 GF43) herstellen und hoffe durch eine bessere Ebenheit sowie eineren besseren Planlauf zu erhalten.

    Ob es bei einem 6.6er PA funzt, "pfff" und dann auch noch mit einem GF Anteil von 43%, das wird schwierig und muss die Anwendung zeigen. Du musst dann halt versuchen das Material "verformbar" zu halten und ein 6.6er PA wird da nicht lange mitmachen kurz nach dem Einspritzvorgang kann man auch nicht allzulang nachdrücken.

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