• Hallo.

    Aus der Sicht eines Unternehmers darf eine Wartung nichts kosten, keine Zeit in anspruch nehmen und natürlich muss die Maschine danach wie neu sein.

    Präventive Instandhaltung, Fluidmanagement und Sensorenkontrolle sind die Zauberwörter die einem eine lange Lebensdauer versprechen und Ausfälle vermeiden sollen.

    Die Realität sieht anderst aus.
    Jährlich ein neuer Ölfilter, Fett und ein bischen Putzen dauert fast zu lange und füllt das Buget für die Wartung aus.
    Defekte Bauteile gehören ja auch zu einer anderen Kostenstelle.

    Welcher Aufwand ist sowohl für den Unternehmer als auch für den Instandhalter gerechtfertigt?

    Gruß Micha

  • Hallo Michael-S,

    da kann ich DIr nur zustimmen.
    Leider sind die Unternehmer oftmals Kaufleute ohne technisches Interesse sowie Verständnis!

    Es gibt aber auch Ausnahmen:
    Ich bae letztens einen UNternehmer kennengelernt (Kaufmann), der alle 1 bis 1,5 Jahre das Öl de SGM tauscht. Als ich ihn erstaunt angesehen habe, fragte er, ob die INterwalle zu lang seien. Als er hörte, dass er der erste ist, den ich kenne, der dieses macht, fragte er nach und ich gab imhm eineige Tipps, wie er das umgehen kann.
    Wie gesagt, eine Ausnahme.

    in manchen Firmen kommt auch die Antwort, dass man keine Zeit hat, vorbeugende Instandhaltung zu machen. Meistens sage ich dann: "Ihr habt zur vorbeugenden Instandhaltung keine Zeit, weill ihr reparieren müsst!", was dann in den meisten Fällen bejaht wird.

    Den wenigsten ist klar, dass Einsparungen bei der Instandhaltung sich immer nach einighe jahren bitter böse rächen und dann ein vielfaches an Reperaturkosten kommt, was eine regelmäßige Instandhaltung kostet.

    da fallen mir immer meine Freunde in Rumänien ein:
    Schneclenspriel ca. 1,8 mm bei 35 oder 40er Schnecke, und dann noch PPO verarbeiten! Das sind mir die richtigen.
    nach 3 Monaten wirder ein Problem an der SGM (Massepolster), kurze Frage ob Zylinder getauschet, was verneint wurde. Antwort von mir: "Ich kann euch da auch nicht helfen, mein Standpunkt ist dokumentiert: ihr müsste den Zylinder + Schnecke tasuchen, dann klappt es wieder!". Mein "Freund" wollte mir zeigen, dass das auch so geht, er übt wohl noch, denn den Beweis ist er mir schuldig geblieben.
    gegen soviel Eigensinn kann man nichts machen.
    Soetwas soll es aber auch in Deutschlad geben, so wie ich hörte!

    Beleibt ist auch das tauschen der RSP ohne den Zylinder / Schnecke zu messen und dann wundert man sich, dass es immer noch nicht richtig funktioniert oder die Schmelzehomogenität schleichend schlechter wird!

    Da sind halt "Halbwissende" oftmals am Werk, die Zusammenhänge nicht erkennen können oder wollen!


    Ich kann nur jeden ermutigen, der eine vorbeugende Instandhaltuung machen will. e szahlt sich langfristig aus.

    Gruss
    Zauberer

  • Hallo,

    den Zylinder wechseln muss man erst wenn das Dosiervolumen nicht mehr reich. :winking_face:

    Mal im ernst, wie viel Instandhaltung rechnet sich wirklich.
    Die Palette reicht von 3 Mü Ölfilter bis zur Erneuerung der Kolbendichtringe alle 5 Jahre.

    Mit welcher Lösung kann sowohl der Techniker als auch der Kaufmann zufrieden sein?

    Gruß Micha

  • Hallo,

    was das Dosiervolumen angeht, ist ein ausgeschalgener Zylinder ja eher von Vorteil. :grinning_squinting_face:

    Nun zu Deinen Fragen:
    - Ölfiltartion im Nebenstom (bei Neumaschinen mitbestelen) / regelmäßige
    Ölanalyses durchführen
    - Zylinder / RSP jährlich prüfen
    - hydraulikschläuche in den gesetzzlich vorgeschriebenen INtervallen
    wechseln!!!!
    - monatliche Kontrolle der Lüftung vom Schaltschrank!!!
    - Kompressorenwartung! (Wartungsvertrag mit Lieferanten abschließen)
    Dichtigkeit der Rohrleitungen am Wochenede prüfen und instandsetzen
    (dann hört man gut das Zischen der leckluft!), alle 6 Monate
    - regelmäßige Kontrolle des Kühlwassers (Analyse)
    - regelmäßige Reinigeung derWerkzeuge (Kühlkanäle usw mit geeignetem
    Gerät
    - jährliche Kontrolle der Schließeinheiten (Parallelität usw), Ausrichtung der
    SGM
    uwm.

    Wichtig ist auch, dass alle Kollegen mit offenen Augen und Ohren am Werke sind und alle aufgefallenen sachen melden, die dann auch zügig erledigt werden müssen.

    Ich habe einmal informiert, dass an einer maschine die Hydraulikpumpe in naher Zukunft den geist aufgibt; neue war auch schon bestellt, weil der Instandhalter das gehört hatte. Die Kollegen Schichtführer und Einrichter waren wohl alle taub!
    Lehre: es müssen alle mitmachen und Auffälligkeiten melden, bevor es geknallt hat!

    Gruss
    Zauberer

  • Danke.

    Bis letzten Monat habe ich am Wochenende für eine Firma gearbeitet die Industriewartungen und Reinigungen durchführt.

    Dort habe ich eine Maschine gereinigt bei der man vor lauter zischen taub wurde.
    Das habe ich dann dem Besitzer der Maschine gesagt, er meinte nur:"Ja dafür ist doch ihre Firma zuständig".
    Bin dann zu meinem Vorarbeiter gegangen und habe den gefragt ob ich den Fehler gleich beheben soll wenn ich doch schon die Verkleidungen ab habe.

    Antwort:"dafür bekommen wir z.Z. kein Geld dann machen wir das auch nicht, da gehen wir in einem halben Jahr ran"

    So wüncht man sich ein Kundenservice.

    Gruß Micha

  • Viele wissen nicht das Luft das teuerste Medium in der Firma ist. Schlauchschelle nachziehen kostet oftmals nur eine Minute Zeit, aber egal.... weg mit der Knete

  • Hallo zusammen.
    Thema Wartung.?????????!!!!!!!!!!!!! :confused_face:
    Es wundert mich, dass mann im Spritzgussbereich das Wort überhaupt kennt!!!! :grinning_squinting_face:
    Versuchen wir das Thema mal von einer anderseite anzugehen.
    Was kosten Euch die Mascinenstillstände und unterbrüche.
    Was Koste Euch der Ausschuss der bei Problemen produziert wird.
    Was koste Euch ein nicht frühzeitig erkannter Qualitätsmangel? -der zu allem Überfluss auch noch zum Kunden geht.
    Was koste Euch dann der Imageverlust vom Kunden der Euch ev. neu klassiviziert?
    Wenn das Ihr mir das beantwortrn könnt, können wir über entsprechende Gegenmassnahmen sprechen - Sprich Wartung !

    auf der Homepage findet Ihr ein Störungs-Ablaufdiagramm, das einigermassen zeigt was in einem sollen Fall alles passieren kann, ohne dass es den Anspruch stellt - dass alle Möglichkeit erfasst sind.
    Kann da als PDF Datei herunter geladen werden.
    http://www.johstalder.ch/dienstleistungen/default.htm

    Hoffe von Euch zu hören bis Bald

    Gruss Johann

    n.B. bin nächste ganze nächste Woche in Deutschland um Wartungs-Probleme zu lösen und kann erst wieder in Kw 14 mit euch Kontakt halten

  • Kann nur Hut ab für diesen Beitrag alles richtig was du sagst aber warum haben Maschinenhersteller so ein problem damit vernüftige Wartungspläne zu erstellen sie haben doch am ende auch was davon wen ersatzteile bestellt werden

    Bis denne

    Obelix

  • mh, bei einer zu schlechten Wartung wird wohl mehr kaput gehen?
    Ich habe gehört das ein namhafter Hersteller noch bis vor ein paar Jahren viel zu grobe Ölfilter eingesetzt hatte, bis er ganz still und leise auf feinere Filter umgestellt hatte.

    Gruß Micha

  • also was die Wartung durch den Maschinenherteller angeht, kann ich mich nicht beschweren.
    Sollten Dinge auffallen, die nicht direkt in den Plan fallen, wird nachgefragt ob das auch gemacht werden soll.
    Wenn dadurch größere Kosten entstehen, zB. durch neue Dichtungssätze, wird einem auch gleich gesagt wieviel das kosten wird.

  • Das wäre ja auch ein starker Imageverlust, wenn die Zustände aus dem Schuhzeitalter noch betünden.

    Wobei man bei Battenfeld bekommt man auch ein Ersatzteilabo.
    Da kommen dann wöchentlich Ersatzteile.
    Aber Bat. ist eine Sache für sich, die haben Kniehebel die sich bei längeren Nachdruckzeiten aufdrücken.

    Gruß Micha

  • Quote

    Original von Michael-S
    Aber Bat. ist eine Sache für sich, die haben Kniehebel die sich bei längeren Nachdruckzeiten aufdrücken.

    Gruß Micha

    gehört zwar nicht hier her, aber wir haben noch 4 BKT mit Kniehebel, und haben dieses Problem nicht.

  • hallo,

    wir nannten sie immer "Bastelfeld". Ich kann aber nur Großmaschinen neueren datums (ab BJ 2000) selber beurteilen, und da war es so (HM-Baureihe)

    Wenn der Kniehebel bei längerem ND aufgeht, prüfe einmal den Druck im Schließzylinder, evtl. fällt der ab!

    Gruss
    Z.

  • Der Rabat im Feld Monteu hat mitlerweile sein eigenes Büro in der Firma.

    Wie gesagt Ersatzteile gibts im Abo, und die Kolbendichtringe wurden schon gewechselt.

    Battenfeld ist auch Wartungsunfreuntlich.
    Die Gleitschine für die Spritzeinheiten haben bei Bat. eher was mit Landwirtschaftlichen Maschinen gemeinsam als mit Kunststoffmaschinen.

    Bei Wartungsarbeiten muss meistens die Einheit mit dem Kran angehoben werden, um in diesen blöden Gleitschuh Fett zu bekommen.

    Fazit: Arburg ist wartungsfreuntlicher als Bat.

    Gruß Micha

  • Da muß ich dir Recht geben. Selbst bei den Robotern von Battenfeld ist das ein Problem. Es gibt zwar unmengen von Schmiernippeln, aber an manche kommt man nicht ran ohne etwas abzubauen. :confused_face:

  • Hallo zusammen,
    bin gerade in das Forum eingestiegen (aus Deuschland) gar nicht so einfach wenn mann ein PC-Banause ist!
    Hallo Michael-S -- richtig erkannt - der richtige Schritt zur Besserung!
    Apropo Filter- es wurden über Jahrzehnte die falschen Filter eingesetz!!!
    Versucht Euch mal vorzustellen wie eine Partikelpyramide aussieht:
    an der Spitze die grossen Procken > 20-100my. je weiter nach unten wird die Pyramide immer breiter und die Partikel immer feiner 3-5my und die Anzahl immer grösser. Welche Partikelgrösse verursacht den Verschleiss???
    Nächster Punkt - Kniehebel !!!
    Wenn der Kniehebel im Spitzprozess öffnet, ist das in den wenigsten oder gar nicht ein Fällen ein Problem vom Druck, sonder ein Problem vom Hebel-Null-Punkt. Normalerweise muss der/oder die Hebel gerade duchgestreckt sein, so, dass mit minimalstem resp. ohne Druck dieser gehalten werden.
    Wenn dieser trotzem öffnet ist das eine Sache von Verschleiss an den Hebelgelenken - so dass der Totpunkt nicht mehr stimmt.
    Im den meisten fällen stimmt dann auch die Plattenparllelität oder die Holmbelatstung nicht mehr. Dem kann meistens abgeholfen werden, wenn der Verschleiss einigermassen gleichmässig ist.

    Störungen und nicht gemachte Wartung sind für die Maschinenhersteller immer noch ein seeeehr luckeratives Geschäft. Warum sollen Sie ihr geschäft kaputt machen???
    Wartung ist nicht eine Sache vom Maschinenhersteller und nicht in erster Linie wie schnell ich ein Ersatzeil kriege, sondern den DAS ERSATZTEIL MÖGLICHT NICHT ZU BENÖTIGEN!!!!! :face_with_tongue:
    Wartung ist Sache des Maschinenbetreiber, er allein ist verantwortlich wie gut oder schlecht auf der Maschine produziert wird - mit wieviel Standzeit er die Maschine nutzen kann, bei welche Qualität. Alle dass liegt in seinen Ermessen und seinen Kosten :winking_face_with_tongue:

    Bin gespannt was als nächstes kommt. :grinning_squinting_face:
    Gruss Johann

  • Wie sehen denn bei den Neuen die Kniehebel aus?
    Ich habe gerade extra bei unseren Kniehebel Maschinen geschaut, da sind alle durchgedrückt. Sind allerdings BKT.

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