Kennzeichnung Regranulat/Neumaterial

  • Hallo,

    kann mir jemand sagen, wie viel Prozent Regranulat ohne Kennzeichnung dem Neumaterial beigemischt werden darf? Gibt es zu diesem Thema eine Norm oder Richtlinie? Leider bin ich bisher noch nicht fündig geworden.

    Wie sieht die ganze Sache bei glasfaserverstärkten Materialien aus? Muss hier auf jeden Fall angegeben werden wie viel Prozent Regranulat beigemischt werden darf? Durch die Zerkleinerung der Glasfasern nimmt ja die Festigkeit des Materials ab.

    Danke,

    Gruß tp17s

  • Hallo tp17s,

    Willkommen hier im Forum!

    Eine Norm ist mir nicht bekannt, ich denke das die jeweiligen Hersteller da eine bessere Auskunft geben können.
    Was die Faser angeht, denke ich dass man sich an die Höchstmenge an Regranulat herantasten kann ( was die Festigkeit angeht).
    Aber wie gesagt, ich würde den Hersteller mal kontaktieren!

  • Guten Abend tp17s,

    als erstes gilt die Bestellvorschrift des Kunden.
    Wenn dieser vorschreibt, dass nur Original-Material eingesetzt werden kann, dann hast keine Wahl, wenn Du keine Probleme bekommen willst.

    Mir ist in meiner Praxis noch kein Kunde begegnet der gesagt hat, für dieses Teil sind xxx% Regranulat-Beimischung zulässig.

    Du Pont gibt in seiner Broschüre zu Zytel Balkendigramme an, die den Einfluß von Regranulat-Beimischung etwas Klassifizieren.

    Letztlich aber kommt es immer auf den Einsatzfall des aktuellen Produktes an.

    Eine Normvorschrift über zul. Mischungsverhältnis ist mir nicht bekannt. Selbst in Werknormen habe ich hierzu keine Festlegungen gefunden.

  • Quote

    Original von Alex

    Auf den Teilezeichnungen ist normalerweiese vermerkt ob überhaupt, und wenn ja wie viel % Regranulat zulässig sind.

    Hallo Alex,

    was meinst du jetzt mit Teilebezeichnung??
    Meinst du das der Mahlgutanteil auf der Zeichnung des zu fertigenden Artikels angemerkt ist, oder was meinst du??

  • Guten Tag qs,

    ja , so verstehe ich Alex.

    Aus meiner Praxis kenne ich die Zeichnungsangabe : "Nur Originalmaterial zulässig, kein Mahlgut oder Regranulat , zulässig)

    Wogegen ich mich an keine Zeichnung erinnern kann, in welcher der Kunde z.B.: " 5% Mahlgut Beimischung zum Originalmaterial zulässig " angegeben hat.

    Andererseits, kenne ich wiederum Fälle, wo es hieß:

    "Nur Originalmaterial zulässig" zuzüglich 4% Masterbatch XYZ für den Farbton nach RAL ....

    Kein Konstrukteur oder Techniker des Kunden hat mir jemals eine Freigabe zur Beimischung von Mahlgut erteilt.

  • Hallo Zusammen,

    ich würde einfachmal Teile aus unterschiedlicher zusammensetzung Spritzen d. h. mal mit 10% 20% 50%. Mahlgut.
    Diese dem Kunden vorstellen und mit offenen Karten spielen.
    Sollte später eine Reklamation kommen und der Kunde kommt euch auf die Schliche das ihr einfach Mg verwendet habt dann seit ihr Auftrag + Kunden los.

    MfG LCP

  • Quote

    Original von LCP
    Hallo Zusammen,

    ich würde einfachmal Teile aus unterschiedlicher zusammensetzung Spritzen d. h. mal mit 10% 20% 50%. Mahlgut.
    Diese dem Kunden vorstellen und mit offenen Karten spielen.

    Wenn das so einfach wäre.

  • Guten Tag Gemeinde,

    ich kann Alex nur unterstützen, letztendlich muß man beim Kunden jemanden finden, der unterschreibt, dass x-% Mahlgut beigemischt werden darf.

    Das ist mir in meiner Praxis nie untergekommen.

    Also bleibt einem nur, wenn man eine "saubere Weste" behalten will, die Angüsse zu entsorgen, wobei es ja Firmen gibt, die Angüsse aufbereiten und dann die Werkstoffe als Mahlgut oder Regranulat wieder verkaufen.

    Ideal ist natürlich, wenn man einen Eigenartikel hat, der zu 100% aus Mahlgut gefertigt werden kann.

  • Naja,

    wie schon unten erwähnt, gibt es das schon. Aber das steht dann von Anfang an in der Zeichnung.
    Einfach so mal Mahlgut oder Reg. beimischen und dann die Teile vorstellen halte ich aber für sehr fragwürdig.
    Außer in China, wie man in letzter Zeit sehen konnte.
    Denen ist egal was im Mat. ist. :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

  • Hallo Alex,


    Habt ihr denn intern die Möglichkeiten das Teil mal für Euch selbst mit Mahlgut zu spritzen und auf die mechanischen und visuellen Eigenschaften hin mit Teilen aus einer Standardserie zu vergleichen?
    Wenn die Ergebnisse i.O. wären, hätte man vielleicht eine Bessere Verhandlungsgrundlage!!

  • Mh wir haben einen artikel da kommt es vor, das erst mal eine Ganze Produktion Schrott gespritzt wir und danach das geschrederte Zeug mit zwei Krümeln Neuware vermischt wird um es einziehen zu können und dann kommen die besten Teile raus :smiling_face:

    Und die Dinger kommen an einen Bentley.

  • Das ist einfach. Das schlimmste was man machen kann ist seinen Kunden das beimischen nicht zu sagen.
    Ihr habt doch sicherlich eine Teilezeichnung da steht das Material auch drauf. z.B. "wie Rilsan PA12" und das "wie" ist entscheident. Weil da kannst du jetzt auch einen billigeren Hersteller nehmen. Hauptsache es ist "wie PA12".

    Mfg LCP

  • Hi @ all,

    verstehe die ganze Diskussion um Kennzeichnung des

    Neumaterials/Mahlgutes nicht ganz,

    in vielen Datenblättern ist die Zugabe des Mahlgutanteiles, der laut

    Hersteller unbedenklich ist, angegeben z.B. mit 10-15%,

    also warum alles an die grosse Glocke hängen??

    Kenne natürlich auch Fälle, in denen die Verwendung von Mahlgut

    eindeutig untersagt ist, aber der Anteil ist sehr gering, in diesen Fällen

    würde ich mich natürlich auch daran halten.

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