Flammwidige Kunststoffe

  • Hallo,

    ich möchte mich etwas mehr mit Thematik flammwidriger Kunststoffe befassen, also V0 ect.
    kann mir jemand ein paar interessante Links nennen, bezüglich Verarbeitungsbesonderheiten und Gefahren!!!!

    Danke, freue mich auf die vielen, vielen Antworten =)

  • Hi,

    Danke ersteinmal, aber wie ist es mit den eventuellen Gefahren, wenn ich flamhemmende Kunststoffe verarbeite, z.B. ABS, PA usw. Wie sieht es z.B. mit Halogenen aus?????

  • Hallo,
    soviel ich weiß gibt es auch Halogenfreie Zusätze, Grundsätzlich ist bei diesen Materialien die Verweilzeit in der Schnecke so kurz wie möglich zu halten, da dieses Material sehr schnell reagiert. Es gibt ja verschiedene Arten. So hatten wir mal eins probiert, das ist bei über 200 °C Aufgeschäumt, Nach dem Aufschäumen ist es natürlich nicht mehr verarbeitbar.
    Leider gibt es da nicht soviel Erfahrung mit diesen Materialien.

    gruss
    Miche

  • Hallo,
    dies Thema wurde auch beim Bundesumweltamt behandelt ,(Halogenhaltige flammschutzmittel ) mußte mal durchstöbern ansonsten gibt es auch was zu lesen bei WWF. Da wir selbst mit ABS VO produzieren(müssen) kann ich davon nur Abraten es gibt genug Alternativen wenn einen seine Kollegen bzw. Mitarbeiter lieb sind. Zum Bsp. Bromhaltige VO findet mann nun auch in unseren Körpern wieder.Alles andere kannst du in den Texten und Studien herauslesen.
    MFG
    Zwockel

  • Danke für die Infos!!
    Scheint ja ein " TOLLES ZEUGS" zu sein!!!

    Was muss ich denn bei der Verarbeitung beachte: Absaugung ect.???
    So wie sich das alles liest, muss man dafür ja schon fast eine extra Halle haben!!!

    Edited once, last by qs (February 1, 2007 at 9:48 AM).

  • Hallo,
    die Links von Miche sind ganz gut allerdings ABS gibt es nur mit Brom ( Halogene) bei den anderen genannten Kunstoffe gibt es vielleicht schon andere möglichkeiten diese sind dann zwar etwas teurer aber dafür ist das Personal nicht so oft Krank - Kopfschmerzen. Dies tritt auch bei Einhaltung der Verarbeitungsvorschriften ( Materialdatenblatt ) auf.Wie du vieleicht gelesen hast beim Bundesumweltamt, dünsten die Stoffe bei temperaturen von über 58 Grad aus. Meines wissens sind diese Stoffe zu flüchtig für eine Absaugung.
    MFG
    zwockel

  • Hallo,
    wir haben vor solch einen Kunststoff zu verarbeiten. Ist es ratsam den Produktionsraum bzw. die Maschiene abzuschotten? Bzw. weclche Möglichkeiten hat man überhaupt um die Gesundheitsgefahr so gering wie möglich zu halten?

  • Hallo,
    im dem Bereich wo man mit solchen Materialien Arbeitet muss auf alle Fälle Rauchverbot sein. Ausserdem sollte Verboten werden, das in dem Bereich gegessen und getrunken wird.
    Auch ist es ratsam, den Betriebsarzt zu informieren, damit er in regelmässigen Abständen Gesundheitschecks von den mit diesem Material Arbeitenden Mitarbeitern macht.

    Absaugung wäre mit Sicherheit sehr sinvoll! Gestank ist in etwa so penedrant wie bei POM.

    gruss
    Miche

  • Hallo,
    wie Miche schon sagt stinkt es erbärmlich , allerdings stinkt man anschließend selbst nach diesem Zeug mann kann sich auch dreimal Duschen den Gestank nimmt man auch mit nach Hause - die Frau freut sich dann und mann wird aus dem Schlafzimmer ausquatiert.Ergo - lieber kein halogenhaltigen Flammschutz verwenden sonder nacjh anderen alternativen suchen.
    MFG#
    Zwockel

  • hallo,
    haben auch schon verschiedene flammgeschützte materialien verarbeitet,das mit der geruchsbildung trifft nicht auf alle materialien zu.
    generell richtig ist, dass das material sehr schnell abbaut und deshalb die grössten schwierigkeiten wohl eher auf unsachgemässe verarbeitung zurückzuführen sind, z.b. verweilzeiten, stillstandszeiten der maschine etc.
    bei uns müssen die zylinder deshalb immer sofort leergefahren und
    gespült werden.
    zur geruchsbelästigung fällt mir momentan nur ein, dass bei einigen materialien die formteile auch "stinken", wie wollt ihr das mit der absaugung am formteil lösen??

    ansonsten bin ich beim googeln auf folgenden interessanten link gestossen:
    http://www.iir.de/flammschutz/pdf

    wünsche allen frohes schaffen.

    gruss
    peter

  • Hallo peri,

    dass das Formteil nach der Entformung "ausgast" kann man schlecht mit der Absaugung lösen. Da geb ich Dir recht. Dies soll aber nur bei Temperaturen höher 60°C erfolgen. Daher denke ich wenn man die Teile nach dem Entformen schnell auf eine Temperatur unter 60°C bekommt ist dies Problem nicht mehr akut. Jedoch muss man hierbei wieder beachten, dass man nicht zu schnell abkühlt, sonst holt man sich Spannungen ins Formteil. Ein richtiges Patentrezept habe ich aber auch nicht. Ist nicht so einfach mit dem Material. Vielleicht hat ja noch ein anderer Vorschläge.

  • Hallo,
    zum Thema Teil abkühlen unter 60°C möchte ich noch sagen, dass man es mit einem Klimatunnel versuchen könnte.
    Das Teil würde entnommen werden, vom Handling in einen Kühltunnel gelegt, und eine bestimmte Zeit in diesem Kühltunnel liegen gelassen.
    dann kann man es mittels Förderband zum Verpacken befördern.

    Problem: Kimaanlage und Peripherie ist ein Kostenfaktor!
    Vorteil: Teil kann sofort verpackt werden, ohne Geruchsbelastung des Verpackungspersonals.

    gruss
    Miche

  • Hallo,
    es hat alles seine Vor- und Nachteile. Wir werden mal schauen wie stark die Geruchsbelästigung von den Entformten Teilen überhaupt ist. Sollte diese zu stark sein werden wir was unternehmen müssen.
    Wir hatten schonmal vor ca. 2 Jahren ein ABS VO gemustert. Hier trat keine nennenswerte Geruchsbelästigung nach dem Entformen auf. Aber die Möglichkeit mit einem Klimatunnel kann man mal näher in Betracht ziehen. Kann evtl. mit einfachen Mitteln realisiert werden.

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