Werkzeuginnendruck steigt erneut an

  • Moin moin,
    ich habe ein unerklärliches Phänomen bzgl. des Werkzeuginnendruckes. Und zwar sinkt dieser nach Abschaltung des Nachdruckes nicht auf Null ab, sondern steigt wieder an (auf ca.300bar) oder er sinkt gar nicht erst ab. Manchmal sind auch Druck-Peaks nach Abschaltung des Nachdrucks zu beobachten.
    Könnte mir vielleicht jemand erklären, woran das liegt und mit welcher Methode man eine mögliche Ursache überprüfen könnte. Vielen Dank
    Gruss Steffi

  • Hallo Steffi,

    zunächst willkommen im Forum.

    Um die erscheinig letztlich zu erklären fehlen eineige Angaben:
    Material, WZ mit nadelverschlußdüsen im heißkanal usw.

    Wenn der Innendruck nicht absinkt oder gar nach Nachdruck Ende noch ansteigt oder gar nicht absinkt, dann ist da etwas oberfaul.
    Dies istd ann allerdings nicht durch den Spritzprozess bedingt sonderln liegt an der Maschinentechnik / messtechnik.
    Es kann sein, dass das Potential des Deruckaufnehmers nicht mehr korrekt auf NULL gesetzt wird, dass die Auswerteelektronik eine Fehler hat oder der Aufnehmer selber defekt ist.

    Sind das zufällig Maschinen von Battenfeld, wo das Problem auftritt?

  • Hallo Steffi,

    Dosier eimal ohne Staudruck auf und gib uns Info ab das Phänomen dann immer noch da ist. Manchmal ist der Staudruck so hoch eingestellt bzw. der Anguß noch nicht versiegelt, so das du noch Material in das Werkzeug drücken kannst, dadurch kann der Druckanstieg auch herkommen.

    MfG
    Michael W

  • Also, es wird ein POM gespritzt und es handelt sich nicht um einen Heißkanalverteiler.
    Ich habe nun noch gehört, dass evtl das Werkzeug nicht steif genug sein könnte und sich damit durchbiegen könnte. Hat da schon mal jemand Erfahrungen mit gemacht und könnte so was bestätigen?
    Gruss Steffi

  • Quote

    Original von Steffi
    Ich habe nun noch gehört, dass evtl das Werkzeug nicht steif genug sein könnte und sich damit durchbiegen könnte. Hat da schon mal jemand Erfahrungen mit gemacht und könnte so was bestätigen?
    Gruss Steffi

    Das sich Werkzeuge aufgrund einer schwachen Konstruktion durchbiegen kommt schon mal vor. Muss dann konstruktiv gelöst werden durch verstärken mit Platten usw.
    Aber im Zusammenhang mit einem Druckanstieg im Werkzeug habe ich davon noch nichts gehört. Aber vielleicht hat einer ja andere Erfahrung gemacht.

  • Hallo Steffi,

    sollte ein starke Deformation (Durchbiegung) des Werkzeuges vorhadnen sein, würde sich das am Artikel als Grart bemerkbar machen.

    Verformungen des Werkezuges in der Einspritz- nachdruckphase, letzteres ehr bei POM, sind nicht so selten wie oftmals angenommen.

    Sollte ein werkzeug sich verformen so kann sich das auch in der Innendruckkurve bemrkbar machen, wenn sich das Werkzeug in der Abkühlphase wieder "gerade macht".
    Ein sich durchbiegendes WZ muss nicht immer nur an einer schlechten Werkzeugkonstruktion liegen:
    bei einem 2-Fach WZ für Zahnräder aus POM hatte ich in der Mitte an den Zähnen immer eine Schwimmhaut (Im Bereich des zentrierringes). Meine Behaupting, dass die maschinenplatte sich zu stark defomiert, wurde als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen.
    da man soetwas nicht auf analytischem Wege berechnen kann, oder nur sehr schwer, fürhte ich eine praktishcne Beweis duch:
    gleiches WZ auf Maschine gleicher Zuhaltung (75 to), baer anderer Hersteller und mit Kniehebel:
    60 to ausreichend, kein Grat.
    folgerung: immer das ganze System sehen!

    Um letztlich eine qualifizierte Aussage machen zu können muss man letztlich selber an der SGM sein.

    An deiner Stelle probierte ich einmal folgendes aus:
    - Nachdruck senken, dass das teil "magerer" wird und noch Einfall hat. Wie sieht die Innendruckkurve dann aus?

    - Werkzeugatmung ermitteln (geht die Kiste auf oder nicht)

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