Was kann man gegen Materialstrünken im Mahlgut machen?

  • Hallo bin neu hier. Was kann man gegen Materialstrünken machen. Wir haben in der Firma seit einiger Zeit damit Probleme.Vorher wars ja noch erträglich. Uns ist aufgefallen es passiert nur bei Brechermühlen. An der Lochgröße des Siebes kann es eigentlich nicht liegen.Ein anderes Tehma ist die Größe des Angußes (98% Stangenanguß) da gibt es unterschiedliche Größen. Wir können natürlich nicht jetzt bei jedem Werkzeug den Anguß vergrößern nur weil wir in dem Mahlgut Strünken haben! Könnte bitte da jemand mir helfen? Wäre euch echt sehr dankbar!
    P.S. Mahlgut wird Zentral abgesaugt danach mit Neuware 50:50 gravimetrisch eingemischt und wieder über die Zentralnversorgung zugeführt. Könnt ihr vorstellen wenn 200 meter Leitung verstopft ist was dann passiert :frowning_face:
    Ist ein PA6.6.

  • Es gibt Materialweichen die auf dein Saugföderer montiert werden.
    Diese schalten nach einer definierten Zeit um, so dass erst das Material aus der Mühle und dann Neuware gesaugt wird.

    Eine optimale Mischung erhält man entzweder indem man die einzelnen Saugzeiten kurz wählt oder durch einen zusätzlichen Rührmotor, wobei auch längere Saugzeiten keine Probleme bezüglich der Mischquallität verursachen dürfte.

  • hallo Andre,

    ich habe gute Erfahrungen mit Schnedmühlen gemacht. Wenn die Spaltmasse und Siebgrößen passen, dann sollte nichts passieren.

    die von den anderen geschilderten Lösungen sind auch praktikabel, nur brauchst Du dann einen Beistelltrockner wo Du das mahlgut an der SGM trocknest!

    Gruss
    Zauberer

  • Hallo Michael. Die Technik mit der Weiche die du schilderst ist bei uns vor einigen Jahren eingesetzt worden. Also du stellst eine Zeit für das Mahlgut das direkt aus der Mühle angesaugt wird, und die Zeit für die Neuware die irgentwo aus dem Trockner kommt.Aaaber total ungeeignet, weil man dann im Materialtrichter Schichten hat, Mahlgut und Neuware. Versuch dann die Maschine Prozesssicher einzustellen. Das ist unmöglich. Mit dem Rührmotor im Mat.Trichter ist schon besser da hast du recht Zauberer aber nicht optimal! Wir mischen Mahlgut und Neuware gravimetrisch ein 50:50 aber wiederum durch die lange Förderwege vom Materialkeller bis zur Maschine entmischt sich das Verhältniss wieder!Das ist aber ein anderes Tehma! Meins besteht darin die Korngröße mehr oder weniger zu vereinheitlichen.Ich hab echt keine Idee wie man die Angüßstränchen (etwa 3-5 cm lang) verhindert. Kann man vielleicht an der Lochröße oder Geometrie des Siebes etwas machen?Was ist mit den Messern? Bin dankbar für jede Idee die mich weiter bringt!

  • Hallo Andre,

    erstmal , Willkommen hier im Form!!

    Wie sehen die Stränge denn aus?? haben sie " Knickstellen"?? Diese könnten von stumpfen Messern in der Mühle kommen!

    Oder aber das Sieb sollte feiner sein, wie schon erwähnt wurde.
    Wir mahlen auch Angüsse, jedoch mit weiteren Ausschußteilen zusammen, wahrscheinlich ändert die unterschiedliche Teilegeometrie das Wirbelverhalten der Teile in der Mühle!!!

    Hey an alle, das wäre doch mal ein neues Thema :grinning_squinting_face:

  • hallo Andre,

    ich hatte es schon beschrieben:
    Spaltmasse der messer optimieren und die Löcher in den Sieben ebenfalls:

    Messer einstellen:
    Es kommt immer darauf an, was für ein Mhlensystem Du hast. Ich habe gute Erfahrungen mit einem Spatmass von kleiner 0,5mm zwischen Stator- und Rotormesser gemacht. Wenn die Lager noch i.O. sind, reicht es aus, wenn ein oder 2 Blatt Papier (80g/m²) hindurch passen!
    darüber hinaus müsen die Messer immer auf den Schärbegrad geprüft und ggf. nachgeschliffen werden.
    macken in der Shcneidkante müssen weggeschliffen werden, die Schneidkannte darf nicht beschädigt sein.

    Siebe:
    Auc da gibt es verschiedene geomitrien. Ich würde empfehlen, da den Lieferanten / Hersteller der Mühle zu rate zu ziehen.

    Gerne darfst Du mir per E-Mail einmal die Kenndaten der Mühle senden, sowie die Abmessungen der Angüsse usw.
    Vielleicht zusammen mit einem Bild der "Probleme".

    Dann kann ich Dir wahrscheinlich weiterhelfen.

    Ohne es gesehen zu haben oder vor Ort zu sein, kann man schlecht eine Empfehlung aussprechen!

    Gruss
    Z.

    Edited 2 times, last by Zauberer (May 26, 2007 at 5:59 PM).

  • Hallo Zauberer! Erst einmal danke für die Tipps! Werde von dir die vorgeschlagenen Maßnahmen ersteinmal umsetzten. Denke ne gewisse Zeit das Problem erstmal beobachten. Komisch aber bei der ganzen Sache ist auch, nicht bei jedem Artikel haben wir das Problem! Tritt also periodisch auf! Denke mir es liegt auch an der grösse des Angußes. Kann es auch sein das durch zu schnellen Zyklus der Anguß noch zu heiß ist oder die Mühle sich heiß läuft es auch zu Strängen kommen kann? Wie gesagt das Problem tritt nur bei PA 6.6 unverstärkt, auf.

  • Hallo Andre
    wie von schon angesprochen müssen Lochsieb und Spaltmass an Dein Anguss angepasst werden.
    Welche grösse hat den Dein Lochsieb und welcher Durchmesser hat Dein Anguss ?
    Ist die Mühle ein Schnell- oder Langsamläufer?
    Bei spröden Teilen kennt mann das Problem der Spiessbildung im Mahlgut.
    Wenn der Anguss gegenüber den Lochsiebdurchmesser zuklein ist schiebt sich der Spiessteil vom Anguss durch die Lochsiebbohrung und Du hast das bekannte Problem.
    Solltes Du das mit den vorbesprochenen Massnahmen, ev. auch aus preislichen Gründen, nicht lösen können könnte ev . noch eine Rüttelsiebeinrichtung nach der Mühle helfen.
    Gruss Johann

    Edited once, last by Johann (May 28, 2007 at 12:23 PM).

  • Hallo Andre, ich kenne das Problem, wir mahlen auch sehr viel wieder ein. Haben direkt vom Hersteller der Muehle eine "Siebpalette" zur Auswahl, da bei Materialwechsel eh die Muehle gesaeubert werden muss passen wir die jeweilige Siebgroesse immer den Anguessen an.

    Aber wie schon von anderen Kollegen erwaehnt muss das Spaltmass zwischen den jeweiligen festen und rodierenden Messern stimmen, wir stellen sogar nur ein Spaltmass von <0,2 ein.
    Ueberpruefe auch mal ob die feststehenden Messer richtig rum eingebaut sind, es gibt Muehlenhersteller da kann man diese drehen wie man will, aber nur eine Richtung ist korrekt.
    Aber ich denke mit dem richtigen Sieb muesste Dein problem geloest sein.

    M.f.G.

    Otl. E.

  • Hallo,

    das mit den unterschiedlichen Größen hatte ich ja auch schon geschrieben.

    Ein Spaltmaß von < 0,2 mm ist in Ordnung. Ich hatte geschrieben 0,5, da ich die Randbedingungen nicht kannte.
    Generell gilt, dass der Spalt so klein wie möglich sein sollte, denn so bringt man auch die Staubentwicklung herunter!

    Der Hinweis mit den Messer ist auch in Ordnung, denn man kann ja nie wissen, welcher INteligenzbolzen die eingebaut hat.

    Wenn man Messer schleift, dann sollten nicht nur die Rotor- (drehenden Messer) sondern auch die Statormesser (fest stehenden Messer) schleifen.
    Nur wenn alle Messer scharf sind kann ein gutes Mahlergebnis erreicht werden.

    Ich habe schon einmal eine Mühle gesehen, da war ein Spalt von ca. 1,5 mm an den Messern. Und die Kollegen wunderten sich, dass es nicht funktionierte und die Mühle heiß lief!

    Um genaue Angaben zum empfohlenen Spaltmaß zu bekommen schaut man am besten in die Bedienungsanleitung oder fragt beim Hersteller / LÖeiferanten anch, wenn die Anleitung nicht mehr auffindbar ist!


    Gruss
    Z.

  • Hallo Leute! Ersteinmal bedanke ich mich für die Vorschläge! Was bisher mir aufgefallen ist das teilweise die Rotormesser leichte Beschädigungen aufweisen!
    Die Statormesser waren eher in Ordnung ! Mit dem Anpassen des Lochdurchmessers eines Siebes dem Anguß ist eine interessante Idee, weil bisher hatten wir ehrlich gesagt das nicht in erwähgung gezogen obwohl es ein nicht zu unterschätzender Faktor ist! An dem Herrsteller bin schon dran wegen der unterschiedlichen Geometrie des Siebes. Werde schauen was er dazu zu sagen hat. Das Spaltmass zwischen Rotor- Statormesser war teiweise über 1mm bei einigen Mühlen. Im Moment sind wir dran alle Mühlen zu überprüfen und einzustellen. Werde weiter das Problem beobachten habe aber ein gutes Gefühl das wir es abstellen!

  • wie sieht den die Wand hinter dem Rotormesser aus. Wir hatten auch schon das Problem, daß bei älteren Mühlen die Wand nicht mehr eben war.

  • Hallo. Die Wand weisst eine ebene Oberfläche auf.Also daran liegt es mit sicherheit nicht! Ich habe die Ursache gefunden. Hatte vor kurzem ein Werkzeug mit einem dünnen Stangenanguß und dann tratt das Problem wieder verstärkt auf! Habe dieselben Angüße probwweise in einer anderen Mühle des gleichen Typs, vermüllert hatte genau das gleiche Ergebniss! Also muß es defenitiv mit der größe des Angußes zu tun haben. Der Lochdurchmesser vom Sieb beträgt 5mm.Werde jetzt ein Sieb mit kleinerem Lochdurchmesser einsetzten wobei meine Befürchtung ist werde vermehrt mit Staub im Mahlgut zu kämpfen haben. Oder hat da jemand eine bessere Lösung für mich.Wäre dankbar für jede Unterstützung von euch!
    P.S. Habe vorher das Spaltmaß zwischen Rotor- und Statormesser überprüft und optimal eingestellt. Auch die Wand hinter dem Rotormesser ist einwandfrei. Die Messer wurden vor kurzem auch ausgetauscht und sind noch neu!

  • Hallo Andre

    bei einem kleineren Lochdurchmesser muss sich nicht unbedingt ein grösserer Staubanteil ergeben, das hängt immer auch vom Anguss ab (Form/Grösse etc). Normalerweise sind die Verhältnisse an Anguss einigermassen gleich, also alles ist ein bischen kleiner/dünner. Deswegen ja auch die Probleme. Deshalb sollte eingentlich das Verhältnis vom Staubanteil gegenüber eines grössern Angusses gleich bleiben.
    Massgebend für den Staubanteil ist auch die Mühlenkonstuktion selbst (Anordnung der Messer - versetzt/gerade/schräg - Langsam-/Schnellläufer etc.)
    Nicht alle Mühlentypen/Fabrikate bringen die selben Ergebnisse :winking_face_with_tongue:
    Ansonst bleibt noch der Versuch einer Malprobe beim Mühlenhersteller.
    Hilft alles nichts - entstauben!

  • hallo,

    da kann ich Johann nur unterstützen.

    Staub entsteht meistens nur dann in grossem Maße, wenn der Messerspalt zu gross ist odert die Messer stumpf.

    Also versuche ruhig einen kleineren siebdurchmesser, denn 5 mm ist für kleine Angüsse zu gross!

    Gruss
    Z.

  • Hallo,
    mit einer Zahnwalzenmühle hat man die besten Ergebnisse in Beziehung auf Staubanteil, Langstücke im Mahlgut. Diese Mühlen laufen mit einer Drehzahl von ca. 23 Upm. Das Mahlgutkorn kann nur so groß sein wie der Abstand zwischen zwei Zähnen, alles andere wird beim Mahlprozess abgeschert. Diese Mühlen arbeiten ohne Sieb und es entfällt das lästige Siebreinigen.
    Diese Mühlen haben aber den Nachteil, das sie schlechte Ergebnisse bei weichen Materialien liefern.

    Bei Schneidmühlen hilft auch ein Schräglochsieb kombiniert mit dem richtigen Lochdurchmesser bei Langstücken. Dies verhindert, das das Sieb zumacht.

    Viele Gruesse
    S.

  • Hallo silversurfer,
    in Punkto Mahlgutkörnung muss ich Dir recht geben, durch die Zahnabstände ist die Körnung relativ gleich.
    In Punkto Staubanteil habe ich schon andere Meinungen gehört - ist abhängig von den Materiealien.
    Ein weiterer Nachteil ist die Schärfe der Zahnwalzen, anscheinend können dies nicht so ohner weiterse nachgeschliffen werden und ein Austausch ist teuer.

    Schräglochsieb ist gut.

    Gruss Johann

  • Hallo Johann,
    das Nachschärfen der Messer kann man bei den Herstellern von Zahnwalzenmühlen durchführen lassen. Deshalb ist es ratsam einen Ersatzmessersatz vorher auf Lager zu haben. Da die Standzeit ohne Nachzuschleifen meiner Erfahrung nach auch bei hochverstärkten Materialien min. 3 Jahre ist, gehe ich lieber diesen Weg. Der höhere Preis für einen Messersatz habe ich schnell wieder durch die niedrigeren Wartungskosten und weniger Ärger in der Produktion eingebracht.
    Das Problem mit hohen Staubanteil kann ich nicht bestätigen. Er ist max. so hoch wie bei einer Schneidmühle. Nur wenn die Mühle im eigenen Saft läuft kann dies auftreten. Im Gegensatz zur Schneidmühle verklebt mir aber nicht die gesamte Mahlkammer und muß diese nicht bergmännisch abbauen.
    Bei Schneidmühlen ist neben dem möglichst kleinen Schneidspalt auch folgende Faktoren für einen geringen Staubanteil wichtig:
    - Abstand Schneidmesser zum Sieb: Sollte möglichst groß sein, damit ich die Körner, die größer sind als die Sieblochung nicht so sehr über das Sieb schleife:
    - Offener Rotor (keine Vollwelle): Druckentlastung zwischen Messer und Sieb
    - doppelte Lagerung, robuster aufbau
    : genauer Rundumlauf um möglichst kleinen Schneidspalt einstellen zu können.

    Viele Gruesse
    Gottfried

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