Lackieren sparen - welches Material ?

  • Hallo,

    mich würde Euere Meinung zu folgender Problematik interressieren.
    Ein Kunde lässt bei uns Tastaturen fertigen. Sehen ähnlich aus wie die auf der Ihr gerade rummtippt - also für den Computer.
    Gefertigt wurden dieses aus Magnum ABS 8434 natur mit 1% Remafin schwarz. Danach wurden diese silber lackiert. Dies ist aber wahnsinnig kostenintensiv also haben wir einen Versuch mit Perlsilber MB gemacht.
    Die Fliesslinien waren deutlich zu erkennen (klar - denn angespritzt wird ungefähr zwischen der "Entf" und "Einfg" Taste).
    Frage ist wenn man die FT hochjubelt und die ZT gleich mit gibt es ein Material was besonders prädestiniert ist für solche Anwendungen? Eins das sehr sehr leicht fliesst und die Brandklasse HB erfüllt?

    Danke für Euere Antworten

    Alex

  • Guten Tag Alex,

    wenn ich es noch richtig weiß, wird bei silberfarbenen MB Alu-Pulver verwendet. Dieses Pulver besteht eigentlich aus winzigen Schuppen, die sich entlang der Fließlinien senkrecht aufstellen und damit den bekannten dunklen Strich ergeben.

    Daher ist es sehr schwer, silberfarbene Teile mit einer einwandfreien OFL zu spritzen.

    Vielleicht gibt es einen Hersteller , der Deinen Farbwunsch mittels Pulver realisieren kann. Leider kann ich Dir dazu keinen speziellen Lieferanten nennen.

  • Hy,

    also ich muss sagen das MB Granulat ist von der Oberflächenverteilung also der gesamten Optik echt nicht schlecht. Abgesehen von den Fliessnähten ist der Kunde eigentlich schon zufrieden.
    Eben deswegen die Frage wie man die minimiert?

    Danke Alex

  • Hallo Alex66,

    ich kenne nur die Möglichkeit, durch Korrekturmaßnamen im Werkzeug, die so gestaltet werden müssen, dass Deine Fließlinien an einen Ort der Geometrie umgelenkt werden müssen, wo sie keine Rolle mehr spielen.

    Soweit zu meiner Theorie.

    Alleine mit der Variation der Prozessparameter habe ich das in meiner Praxis nie hingekriegt.

  • Da ein Tastaturgehäuse viele Löcher hat, wirst du um die Zusammenflüsse nicht herumkommen.
    Mit hohen Wkz Temperaturen kannst du die Linien minimieren, aber ganz weg bekommst du sie nie.
    Außer du spritzt das Gehäuse geschlossen und sägst später die Öffnungen raus :grinning_squinting_face:

  • Hallo zusammen,
    ich kann die Meinung von Opa nur unterstützen,
    du wirst die Fließnähte nur dann in den Begriff bekommen wenn du das Fleißverhalten mittels Werkeugkorrektur änderst.
    Ich habe mich vor längerer Zeit mal ausführlich mit diesem Problem beschäftigt hier ging es darum ein Bauteil mit einem M3 Gewinde welches per Kernzug ausgedreht wird in silber zu fertigen das Gewinde war in der Nähe der Anspritzung.
    Wir haben die Fleißnähte dann so beseitigen können, das wir den Gewinde-Kern erst während des Einspritzen eingefahren haben also in den schon vorhandenen Kunststoff hinnein.
    Hört sich Abenteuerlich an hat aber funktioniert.
    Damit ist dir zwar nicht direkt geholfen aber ich wollte die nur mal zeigen denke mal quer und du bekommst evt. eine Lösung.
    Viel Erfolg weiterhin. :winking_face:

  • Quote

    Original von PApapst
    Wir haben die Fleißnähte dann so beseitigen können, das wir den Gewinde-Kern erst während des Einspritzen eingefahren haben also in den schon vorhandenen Kunststoff hinnein.
    Hört sich Abenteuerlich an hat aber funktioniert.
    :winking_face:

    ist ja wie nachträglich stanzen.
    Allerdings ein neues Wkz bauen, damit alle Aussparungen über Schieber laufen?

  • Hallo erstmal !

    Ich denke, das bei einer Tastertur einfach mehrere Fließlinien zu sehen sind...und da wird es mit der Optimierung schon recht schwierig....aber schwarzes ABS silber lackieren? macht für mich keinen Sinn. Wenn ein Benutzer einen Kratzer einbringt...sieht man den doch sofort..OK...silberner Lack deckt ja fast alles ab...aber ich würd die Dinger lLchtgrau produzieren....macht doch Sinn? oder?

    Die Schlieren bekommt man auf jeden Fall nicht weg...solltest du och ne Möglichkeit finden...sofort zum Patentamt....und mich beteiligen...wenn es geht...!

    Liegt halt an den Metallpigmenten in der Farbe..bei einem mehr, beim anderen weniger...aber es bleiben halt Metallpigmente, die sich an Zusammenflüssen aufstellen...

    gruß
    Bruce

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