Regelung von Pausenzeiten

  • Hallo.
    Ich habe mal eine Frage zur Regelung von Pausenzeiten, insbesondere in der Spritzerei.

    Wir arbeiten so, dass die Maschinen möglichst unterbrechungsfrei laufen.
    Danach richten sich dann natürlich auch die Pausen gewisser Mitarbeiter, welche diese Maschinen bedienen und einen Springer benötigen.
    Bei uns kommt es dadurch immer wieder zu Problemen, da es kaum noch überschaubar ist, wer wann bereits eine Pause gemacht hat oder noch machen muss. Dieses Szenario erstreckt sich dann über den ganzen Tag.

    Ist es evtl. sinnvoller eine einheitliche Pausenregelung einzuführen ?

    Wie sind eure Erfahrungen in diesem Bereich ?
    Ich freue mich über eure Antworten.

    Gruß
    TThias

  • hi
    also wir schichten wir haben eine früh spät nacht und tagschciht die frühschicht und die Tagschichthaben nicht gleich pause also ist immer einer da.
    wies die nachtschicht macht weis ich nciht die spätschciht macht auch pause wenn die Tagschciht noch da ist. problem in jeder schicht ist nur ein einrichter auser in der Tagschicht da sind es 2 meister und einrichter.
    aber wenn du sagst ihr habt mehrere Leute wo dann pause machen. dann ordne doch jedem seine Pause an. immer in 2er Gruppen oder so. dann ist immer einer da und es ist geregelt pasue.

    gruß cora

  • Das kommt auch ganz auf die Anzahl der Leute/Maschinen an bzw. ob die Maschine halb- oder vollautomatisch läuft. In meiner alten Firma hatte ich in der Schicht mehr als 30 Leute und mehr als 25 Maschinen von 400t -2200t die im Normalfall alle automatisch liefen. In meinem Umbauplan hab ich immer eine Prioritätenliste damit geklärt ist welche Sortimente am Wichtigsten sind. Der Schichtleiter wusste damit welche Maschinen im Notfall angehalten werden können und hat in Eigenregie die Ablösung festgelegt. Dazu haben dann noch Einrichter und Materialvorbereiter mit abgelöst.

    Wenn man natürlich viele Halbautomaten hat und dazu noch wenig Leute zur Pausenablösung, lässt sich eine durchgehende Produktion natürlich schwer realisieren.

    Edited once, last by KVL (July 23, 2008 at 9:00 AM).

  • Bei uns machen die Ma. in der Produktion versetzt Pause. In der Zeit macht der Ma. der derzeit keine Pause hat, die Maschine des " pausierenden" Ma's mit. Desweiteren haben wir einen " Losen Mann " in jeder Schicht, der einspringen kann.

  • Ja, genauso machen wir das heute ja auch.
    Das Problem, welches sich dadurch aber zwangsläufig ergibt, ist die geschilderte Unübersichtlichkeit.
    Es geht mir hier natürlich auch um Kontrolle der Einhaltung der Pausenzeiten...um Gleichberechtigung der MA.

  • Naja bei uns sind die MA so ausgelastet das die keine Möglichkeit haben noch andere Maschinen mitzubedienen. Unübersichtlichkeit und Gleichberechtigung erreicht man denke ich nur indem ein Vorgesetzter anordnet wer, wann, wen ablöst - mit wechselnder Reihenfolge.
    Sind bei euren Maschinen immer die gleichen Sortimente drauf? Da es unterschiedliche MMB Faktoren bei verschiedenen Sortimenten gibt ist das Pausenregime doch eigentlich jeden Tag anders.

  • Abwägen welche Maschinen durchlaufen müssen. Die andern abschalten. Diejenigen deren Maschine laufen muss arbeitet die Pause durch. die andern machen Pase. Nach der Pause lösen die anderns diese ab und die 2. Gruppe macht Pause. Schichtführer legt fest welche Maschine und welcher Bediener. Wenn die andere Gruppe fertig ist, geht diese zurück zu ihren Maschinen.

    Vorsicht: Immer wieder Fehler bei der Montage, da die Ablösung nicht richtig eingearbeitet ist.

    Also besser die Ablösung an der Maschine belassen und die eigentlichen MB an die Maschinen von Gruppe 1. So sind alle eingearbeitet und es ist etwas Abwechslung im Spiel.

  • Wenn ich das so durchlese, dann ist das bei euch nicht so richtig geregelt... :confused_face:

    Bei uns im Geschäft ist das eigendlich ganz einfach. Hat ein MA zeit, sprich eine Maschine wird gerüstet oder ähnliches, dann löst dieser MA die anderen ab, je 15min bei 6-8 MA.
    Wenn wir keinen MA haben, dann wird das wie bei KVL nach der Priorität (1-3) gelöst.
    Abgelöst wird in einer Reihenfolge, die mal vor langer Zeit festgelegt wurde, aber nicht offiziell :face_with_tongue:
    Angefangen wird in der Frühschicht um 9:30Uhr, in der Spätschicht um 16:30Uhr und in der Nachts/chicht um 1:00Uhr

    Kenne aber auch eine Firma in der die MA keine Pause -machen- und bekommen somit 8Std bezahlt (alles HA)

  • In den bisherigen Firmen wo ich beschäftigt war, gab es verschiedene Varianten der Pausenzeit.
    In einer Firma gab es nur Vollautomaten, da hatte jeder ca. 5 - 8 Maschinen von den Arbeitern.
    Es wurde im Wechsel Pause gemacht, jeweils eine 1/2 Stunde. Somit war in der Halle immer einer anwesend, er mußte dann die Ma`s der Kollegen mit machen.

    In einer anderen Firma gab es überwiegend Halbautomaten mit Maschinenbesetzung. Da gab es die Regelung, das die Einrichter die Ma in den Zeitraum der Pause weiterfahren mußten ( Vollautomaten mit nachfolgender Montage von anbauteilen, mechanisch mit Besetzung ).

    Aufgrung dessen war man ca. 4h nur damit beschäftigt die Leute abzulösen. Manche Personen wollten nicht mit bestimmten Peresonen Pause machen, desswegen die lange Zeit.

    Bei den Akordmaschinen wurde es der Person mehr oder weniger selbst überlassen wann sie Pause macht, manche gingen nach ca. 4h in die Pause, manche erst nachdem sie die Stückzahl erreicht hatten, also erst nach ca. 7h, manche gingen auch 2mal jeweils 1/4h lang.

    Chaos entstand eigentlich nur wenn viele Besetzungen von Akordmaschinen von den Pausen zurückkamen und man die Maschinen wieder anspritzen mußte.
    Die Leittragenden waren in dem Fall die Einrichter, diese konnten erst Pause machen wenn alle ihre Pausen absolviert hatten. Es sollte ja immer ein Einsteller für Notfälle in der Halle anwesen sein.

    In einer anderen Firma ging man gemeinsam in die Pause, die Ma`s wurden für den Zeitraum abgestellt und die Heizung um 30°C abgesenkt, wiederum Chaos nach der Pause wegen des Neuanspritzens.
    Vollautomaten liefen natürlich weiter, nur die Ma´s mit besetzung wurden stehengelassen.
    mfg

    Edited once, last by Hummel (July 24, 2008 at 9:00 AM).

  • hi
    hab als Ferienarbeiter in einem 4 mann betrieb mitgeschaft. Da hat jeder 1-3 maschinen gehabt. Nur bei sehr langer Zykluszeit wurde die andere MAschine mit gemacht sonst stehen gelassen.
    Bei langer Zykluszewit wurde zwischen den Zyklen montage oder auslesarbeiten direkt gemacht. In der pause hat man seine Maschine weiter bedient und die Montage weggelassen und bei sehr schnellen Zyklen kleiner 60 sek wurde die MAschine stehengelassen. der Arbeiter konnte sie dann aber selber in Betrieb nehmen.

    Gruß cora

  • Das mit dem mitmachen und abräumen von Teilen wurde ja auch so praktiziert, kommt immer auf die Anzahl und vor allen Dingen auf die Entfernung der Maschinen zu einander an. Bei uns waren Wege von bis zu 60m zwischen den Maschinen keine Seltenheit, bloß weil diese zwei Personen miteinander gleichzeitig Pause machen wollen.
    Bei 15 bis 20 Besetzungen kann man sich ja ausrechnen was da so alles Sache ist.

    Persönlich empfand ich die gemeinsame Pause am angenehmsten, da konnte ein Ablauf von ein und ausbauten bei ca. 60 Maschinen richtig geplant und auch zeitlich einigermaßen gesteuert werden.
    mfg

  • Von qs seinem Link:
    In Schicht- und Verkehrsbetrieben kann die Gesamtdauer der Pausen auf "Kurzpausen von angemessener Dauer" aufgeteilt werden, § 7 Abs. 1 Nr. 2 ArbZG. Diese Pausen zählen nach allgemeiner Auffassung zur Arbeitszeit und sind dementsprechend zu vergüten. Der Betriebsrat hat hier nur das Recht unbezahlte Zusatzpausen zu verlangen.

    Kurzpausen angemessener Dauer....

    Vllt bin ich jetzt falsch informiert, aber sind Tarife nicht übergreifend? -zumal wenn man unterschreibt für keine oder mindere Pausenlänge.

    Ich lese öfter, dass Pauseb bezahlt werden? - wie ist das bei euch, meine wird nicht gezahlt, bekomm Knete für 7,75Std.

  • Quote

    Original von Hummel

    Persönlich empfand ich die gemeinsame Pause am angenehmsten, da konnte ein Ablauf von ein und ausbauten bei ca. 60 Maschinen richtig geplant und auch zeitlich einigermaßen gesteuert werden.
    mfg

    Das eine kann ich verstehen, wir machen auch alle gemeinsam Pause.
    Aber wir nutzen die Pause um ab zu schalten und was zu essen.
    Die andere Sache, haben wir bei der Schichtübergabe geklärt.


    In meinem Ausbildungsbetrieb lag die Priorität zu 100% bei der Produktion.
    Das heisst so viel das Maschinen für eine Pause nicht angehalten wurde,
    Die Werker hatten sowas wie eine OberMutti die alles geregelt und gesteuert hat
    und hatte dabei die volle Unterstützung vom Schichtleiter. Pausen waren auf feste Uhrzeiten festgelgt.
    Im Normalfall haben die Werker sich dann auch gegenseitig abgelöst, war Not
    am Man dann musste jeder beim ablösen unterstützen, ob Einrichter oder auch Schichtleiter. Das hat Super funktioniert
    Wer nicht mitgemacht hat, der hat die Arbeit verweigert und was das heisst weiss ja jeder,
    man färhrt ja auch nicht ohne die Zusage vom Chef nach Peking.


    In einer anderen Firma waren die meisten Maschinen wo Personal benötigt wurde mit festen Werkzeugen belegt
    und auch immer das selbe Personal mit dann auch dem selben Leuten die sich gegenseitig abgelöst haben.
    Blieb man zu lange Weg, konnte man damit rechnen das der andere es einen zurückzahlt.
    Der Ablöser musste seine und die des jenigen der Pause macht machen. So du mir So ich dir Prinzip.
    hat auch ganz gut funktioniert, so das keine Maschinen abgestellt wurden.


    Wo ich jetzt arbeite haben wir nur Tagschicht und machen alle gemeinsam Pause,
    es kommt selten vor das eine Maschine im Halbautomatik mit Personal läuft, wärend der Pause laufen die Maschinen weiter,
    die Pausen sind hin und wieder auch mal länger, wenn eine Maschine auf Störung geht wird Pause kurzfristig unterbrochen.
    Was ich aber nicht für schlimm halte, Produktion geht vor und nebenbei bin
    ich dafür auch verantwortlich.

  • Dima,
    hattest du gedacht wir planen in der Pause die Umbauten ???. Ne, die Planung ist im Vorfeld schon bekannt. Es ginge in dem fall darum die maschinen schnellstmöglich umzurüsten mit 2 oder 3 Einstellern.
    Ablösen, anstatt die Ma`s umzurüsten ( es sind keine kleinen Formen ).
    Stehst du alleine da,brauchst halt anstatt 2h, bis zu 6h.
    Das war das Problem an der Sache, desswegen gemeinsame Pause, um danach auch in der angemessenen Zeit zu 2 umzurüsten.
    Die nachfolgende Schicht hatte sich jedesmal bedankt und beschwert das nichts oder nur ein Teil gemacht wurde.
    Beispiel: 1 mann für den betrieb am laufen zu halten, 2 mann rüsten, i.O, 6 - 9 formen pro schicht.
    1 mann für den Betrieb, 1 mann löst ab, einer rüstet um, 2 bis 3 formen pro schicht.
    In der früh und spät waren im durchschnitt 8 einsteller pro schicht da, bei ca 60 Ma`s.
    nebenbei wurden auch noch QS tätigkeiten von den einrichtern gemacht, so das meistens dann auch noch 2 mann abgezogen wurden, von den 8.
    mfg

    Edited 3 times, last by Hummel (July 25, 2008 at 12:45 PM).

  • Hummel

    Wenn ich das hier lese

    Quote

    Persönlich empfand ich die gemeinsame Pause am angenehmsten, da konnte ein Ablauf von ein und ausbauten bei ca. 60 Maschinen richtig geplant und auch zeitlich einigermaßen gesteuert werden.

    Verstehe ich das so, das ihr eure Pause für Planung nutzt.

    Vielleicht hab ich das aber auch falsch verstanden,
    jetzt nehme ich an das du die Pause von euch Einrichter meinst und
    nicht von den Maschinenbediener (Werker)
    Wenn ja, dann ist das natürlich Sinnvoll wenn die Einrichter möglichst
    gemeinsam Pause machen und bei umbauten dann im Team arbeiten können.

  • Danke für eure zahltreichen Antworten.
    Nur ehrlich gesagt entdecke ich bei euch allen das gleiche unüberschaubare Treiben wie bei uns.
    B3ei verantwortungsbewussten MA ist das auch kein Problem.
    Aber leider gibtz es auch andere Mentalitäten.
    Und da ist es schnell dahin mit der Ruhe. Vor allen Dingen in Bezug auf die Gleichberechtigung der MA.

    Fakt ist, die Maschinen müssen laufen. Das ist oberste Priorität.
    Also kommt eine geregelte Pause mit Gong oder Klingel wohl eher nicht in Frage. Zumindest dann, wenn Maschinen auf halbautomatik laufen.

    Vielleicht gibt es ja doch noch eine Lösung...

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