Entgraten von Formteilen

  • Hallo vitanick,

    schön wieder ein neues Mitglied begrüßen zu können...

    Wie dein Werkzeug im Grundaufbau aussieht weiß ich leider nicht.
    Dennoch würde ich ganz salopp sagen, das man die Stammform Abschleifen/Planen lassen könnte und die Einsätze eventuell kürzen (hinten), dann würde alles wieder passen.

    Wenn deine Einsätze ausgewaschen sind, könnte man eigentlich nur noch "aufschweißen" was dann aber noch mehr Aufwand mit sich bringt.

    Was ich noch wissenswert finde: Wodurch kommt der Grat an dem Werkzeug, bleibt da immer ein bißchen liegen von eurer Schokolade und wird dann beim schließen gestaucht oder nur durch das häufige schließen?

  • Ja genau das wird der Einsatz sein und wo habt ihr da die Gratbildung? Ringsum?

    Aber genau bei dem Einsatz kann man doch auf der Rückseite was wegnehmen und auch das Werkzeug planen oder hast du die Gratbildung direkt auf dem Einsatz?

    PS: den unteren Beitrag brauchst du nur nochmal anklicken und dann kann man den löschen. Bei Bilder einfach den Link ohne [IMG], dann kann man klicken....

    http://img43.imageshack.us/img43/3038/tafelformgefuellt.jpg

  • Also bildet sich der Grat am Einsatz. da würde ich doch mal ausrechnen ob die benötigte Schließkraft verwendet wird und ob die Einsätze schon zu tief hocken - mal mit Spionen- /Fühlerbleche unterlegen, weil dann ist die Trennkante aufjedenfall woanders.

  • Na wie er selbst schon gemerkt hat ist einfach die Stammform für die Wechseleinsätze ausgewaschen. Außer neuer Stammform und neuer Einsätze wird man am WZ nicht viel machen können. Mit Schweißen kommt man da auch nicht weiter.

    Zum Entgraten würde mir da der berühnte heiße Draht einfallen. Wie dick ist denn der Grat und wie entgratet Ihr denn bisher?

  • Man kann zwar aus alt kein neu machen, aber Optimieren kann man immer!

    Geht nicht gibt es nicht!!!

    Also der Kuka hat schon recht. Wenn du eine Spanlose nacharbeit brauchst
    kann man es ev. Flammen.

    Aber grundsätzlich erst gar nicht mit Grat spritzen. Und ich denke die Firma Ferrero hat doch genug Geld oder!!!

  • Quote

    Original von KVL
    Mit Schweißen kommt man da auch nicht weiter.

    KVL
    Mit Laserschweißen hat sich noch keiner ein Bein ausgerissen...
    Außerdem hatte ich das nur in Erwägung, zum planen der Einsätze, genommen.


    Also wenn ich dich richtig verstehe, willst du die Gratbildung verbessern, aber niemand will Geld ausgeben und lieber weiter "schnitzen".

    Also die Entlüftung der Formnester scheint ja optimal zu sein :D.
    Ferner würde vllt auch ein anderes PC Abhilfe schaffen, was aber nicht so einfach sein wird - oder? :grinning_squinting_face:
    Wieviel Maschinen und Werkzeuge laufen denn bei euch auf diese Art der Überladung....

    Edited once, last by Kuka (May 27, 2009 at 8:14 AM).

  • Laserschweißen ist normalerweise sicher kein Problem - Aber...hier hast du mehrere Stammformen die komplett einmal rundherum geschweißt werden müssen und viele, viele Einsätze die ebenfalls komplett einmal rundherum geschweißt werden müssen und dann noch die Einsätze an die Stammformen einpassen. Bei dem Grat lohnt sich ja bald schon WIG Schweißen :grinning_squinting_face:

    Das andere Problem: Wenn du einmal komplett die Innenseite der Stammform und einmal komplett die Außenseite der Einsätze schweißt müssen nach dem Anpassen auch noch Fahr und Düsenseite wieder aufeinanderpassen - und finde mal die genaue Position wenn du an 2 x 4 Seiten geschweißt hast.

    Überladen isses ja nicht - die Masse füllt nur alle Formräume aus :grinning_squinting_face:

    Edited once, last by KVL (May 27, 2009 at 8:52 AM).

  • Quote

    Original von KVL

    Überladen isses ja nicht - die Masse füllt nur alle Formräume aus

    Deswegen habe ich je auch von einer "Art" der Überladung gesprochen, aber eine Hohlraumversiegelung von Schuß zu Schuß passt dann auch.

    Desweiteren, beim Schweißen gibt es viel zu beachten: Verzug, Lunker usw. aber ich denke, das es günstiger kommt als ein komplett mehrmals abgemustertes Werkzeug...
    Aber da können wir wahrscheinlich x-mal posten und wir kommen wieder auf keinen Nenner. Eins ist sicher, so wie es bei vitanick ist kann/sollte es nicht bleiben.

  • Aber auch mit diesen Dimensionen kann man Gratfrei spritzen. Langsam geht mein Gedanke dahin, das man an euren Einstellungen (Parameter) auch mal feilen müsste. Sehr schnelles Einspritzen ist auch mit Grat verbunden, hohere Zuhaltung uU von nöten, aber dann geht die Luft vllt auch nicht mehr raus und Ihr habt das nächste Problem.

    Aber ich nehm dich mal beim Wort, das die Werkzeuge "ausgewaschen" sind... =)

  • Konzepte für das Entgraten mit Handling gibt es genug, ob mit 6Achser (Kinematik) oder mit Linearroboter mit beiden kann man das Teil/die Teile bearbeiten und auch den abgeschnittenen Spritzgrat absaugen.

    Aber! Roboter kosten auch Geld - Steine wollen die nicht.
    Anschaffung, Unterhaltung und und und.

  • Wir machen das entgraten mit Robbi z.B. mit einem Heißluftföhn da fährt der Robbi langsam drüber und es ist kein Grat mehr drann.
    Wenn wir den Grat nicht wegbekommen Werkzeug/Maschinentechnisch wird´s zur Nacharbeit geschickt ; )

    Aber wie Kuka schon angedeutet hat ... Kosten ... Kosten ... Kosten.. !!

    Grüße

  • Quote

    Original von vitanick

    Solche entgrat Robis kommen bei uns nicht in Frage da wir viele verschiedene und kleine Stückzahlen habe, mit denen wir spätesten 2 Tage fertig sind. Da richtest du mehr an den Robotern dran rum als es laufen würde.....

    Das ist ja wohl klar, das am Anfang jeder Automatition auch die Grundsteinlegung dafür ansteht. Programme entwickeln, Greifer konzipieren usw. Die Stückzahl ist Zweitrangig, wenn diese ersteinmal vorhanden sind ist es ein klacks und meist kann man die Programme 1:1 übernehmen wenn die Werkzeuge ähnlich sind...

  • hi vitanik
    wir haben auch solche möfchen .wir spritzen die teile nur 70% voll.(mit schmackes.dann gehen wir auf nachdruck und schieben die kalt front bis zum rand.mit ein bisschen tricksen kriegt man ein ganz ansehnliches oberflächenbild.die teile sind danach nicht gratfrei aber schon erheblich besser.
    je nachdem wie die kühlkreisläufe durch die form gehen kann man die äusseren ränder etwas kälter fahre(jeder wzb wird jetzt die hände über den kopf zusammenschlagen).kann aber teilweise auch was bringen.
    versuch einfach die fliessfront so anzuhalten das sie an den trennungen schwerer rauskommt.kaputt wirst du nicht viel machen können.

  • Moin moin

    Habt ihr es denn schon mal mit Fühlerlehrenband, wie Kuka schon schrieb, getestet? Einfach mal ausprobieren, schlechter kann es doch nicht mehr werden?! Ganz wichtig natürlich, das dementsprechende Fühlerlehrenband mit dem Einsatz gemeinsam einlagern, beim nächstenmal muss es dann nur noch zusammengebaut werden und es kann los gehen :smiling_face:
    Klar, das ist auch erstmal eine Menge Arbeit, aber um die kommt ihr jetzt sowieso nicht mehr herum und ist doch erstmal günstiger als komplett neue SGW´s oder Schweißen und dann nacharbeiten und anpassen oder die Teile entgraten!?
    Das die SGW´s in solch einem Zustand aus dem WZB kommen ist natürlich fatal! Ich mache ja nun beides, Spritzen und die Werkzeuge auch zusammenbauen, deshalb kann ich die auch anpassen, wenn etwas nicht stimmt.
    Wenn du solch ein Werkzeug wieder bekommst, mit Spänen usw. , dann schnapp dir doch gleich den Werkzeugmacher und ordentlich impfen :smiling_face: und wenn es beim nächstenmal wieder so ist, gleich wieder impfen und das solange bis er es verstanden hat und wenn es ein halbes Jahr dauert, mir ist das wurscht, Hauptsache die SGW´s sind in Ordnung. Musst ihn ja nicht gleich zusammenbrüllen, einfach sachlich die Lage beschreiben und wie du es dir vorstellst.

    Der Mensch ist vergesslich und das gelernte muss regelmäßig aufgefrischt werden sonst kommt der alte Trott wieder.

    In diesem Sinne… viel Glück

  • Der ist auch der selben Meinung wie ich und es liegt ganz klar an den sch... Wekzeugen, und der Art und Weise wie die aus dem Werkzeugbau zu uns kommen. Total dreckig, die Auswerferstifte mit feinen Staub-Spänen und Dreck, die Kavitäten ebenfalls mit feinen Spänen.....Wie willste denn da was ordentliches machen wenns von vornerein schon gepfuscht wurde. Aber was willst du machen, komplett neue Werkzeuge geht nicht weil sehr sehr teuer.
    Wir haben alle außer einen ganz kleinen niedlichen Engel die ein C-Rahmen hat nur die großen mit Kniehebel....750 bis 1700 Tonnen Schließkraft....
    Solche entgrat Robis kommen bei uns nicht in Frage da wir viele verschiedene und kleine Stückzahlen habe, mit denen wir spätesten 2 Tage fertig sind. Da richtest du mehr an den Robotern dran rum als es laufen würde.....


    Das nennt ihr kleine Stückzahlen?? Wir rüsten teilweise eine Großmaschine (also 2300to bis 3800to) teilweise zwei mal pro Schicht, also 6x pro Tag :winking_face: Funktioniert aber trotzden - durch gute Werkzeuge, Kuka-Roboter und fähige Leute. Aber ist halt nun mal Automobilbereich.. :winking_face:

  • Hallo!

    Das Grundproblem scheint hier doch wohl im Betrieb selbst oder auch dessen Führung zu liegen.

    Vitanicks Boss will keinen Cent ausgeben und läßt da wahrscheinlich Leute die Arbeit machen, die durch das Umfeld und schlechte Bezahlung auch nicht sehr motiviert sind (Siehe Werkzeugmacher...) - außer Vitanick natürlich...
    Wenn man das liest wünscht man sich so ´ne Art "Kochprofis" als Hilfe für den Betrieb, die den Chefs mal die Augen öffnen.

    Aber mal ernsthaft:
    Es wird keine Chance geben den Mangel abzustellen, wenn Vitanicks Betriebsleitung nicht in der Lage ist, die Situation und die Kosten<>Nutzenrechnung vernünftig anzugehen. Vitanick scheint sehr engagiert zu sein - Empfehlung: Weg von dem Betrieb, der wird dich selbst zerstören... - War selbst jahrelang in einem Betrieb, der sich am Ende dann in den Konkurs gespart hat...

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