Persönliche Aufzeichnungen

  • Hallo Forenmitglieder,

    mich würde interessieren, ob in der heutigen Zeit mit Laptop usw, noch jemand so ein kleines Heftchen (meist DIN A6) führt, wo er u.A. aufschreibt wie und womit er seine großen und auch kleinen Probleme gelöst hat.

  • Hallo,
    mache ich auch. Ich habe ein kleines Heftchen (Geheimes Buch ;)) wo ich so allerhand Tipps und Tricks drin stehen habe. Wir auch regelmäßig gebraucht und gepflegt.
    Es geht nichts über ein paar handschriftliche Notizen. Habe zu jedem Punkt eine prägnante Überschrift, so finde ich auch schnell was ich suche.

  • Hallo QS,

    also bin ich doch noch nicht so verstaubt. Es gibt noch jemanden der mit trivialen Dingen Umgang pflegt.

    Da ich jetzt ja Zeit und Muse habe bin ich meine Aufzeichnungen einmal in aller Ruhe durchgegangen. Dabei habe ich mich richtig über mich selbst ärgern müssen.

    Ich stellte nämlich fest, dass ich einige Fehler , zwar in größeren Abständen aber dennoch wiederholt gemacht habe.

    Grad so als hätte ich manchmal nichts dazugelernt.

  • Quote

    Original von opa
    Hallo QS,

    also bin ich doch noch nicht so verstaubt. Es gibt noch jemanden der mit trivialen Dingen Umgang pflegt.

    Da ich jetzt ja Zeit und Muse habe bin ich meine Aufzeichnungen einmal in aller Ruhe durchgegangen. Dabei habe ich mich richtig über mich selbst ärgern müssen.

    Ich stellte nämlich fest, dass ich einige Fehler , zwar in größeren Abständen aber dennoch wiederholt gemacht habe.

    Grad so als hätte ich manchmal nichts dazugelernt.

    Hallo Opa,
    "nobody is perfect"
    Passiert schonmal, aber meistens handelt es sich dann um banale Fehler und keine gravierenden, da man sich gravierende Fehler doch ehr merkt (manche auch nicht). Wie Du auch schon schreibst, zwischen gleich gemachten Fehlern liegt meisten immer ein großer Zeitraum. Also nimms Dir nicht so zu Herzen :winking_face: :]

  • Das ist ja Interresant, ansowas habe ich noch nicht nachgedacht,
    ich konnte mir in meinen noch jungen Jahren, bis jetzt alles merken und
    hatte alles in meiner Körpereigenen Festplatte alles speichern können.
    Aber wer weis wie lange das anhält und bestehen bleibt.

    Ich werde mir auch mal ein kleines Buch anlegen, man kann sich ja auch Notizen machen und dann zuhause das schwarze Buch ausführlich führen

    Ein guter Ansatz, danke

  • Eigene Aufzeichnungen sind immer GUT!!!

    - FALSCH-


    Es gibt noch die Aufzeichnungen, die manche Fachkräfte für sich behalten, obwohl diese der Allgemeinheit, sprich Kollegen auch nutzen würden, Einstellstrategien für Problemwerkzeuge z.B. !!

    Ist nicht so toll oder???

  • Man muss unterscheiden was man andere weiter gibt, Wissen ist Macht, soll mal einer gesagt haben und macht einen selber auch ein wenig wertvoller für die Firma. Aber wenn man sich weigert Wissen weiterzugeben was der Produktion gut tut, dann ist das der falsche Weg.

    Ich habe in letzter Zeit einen umgebauten Etekierer zum gröten Teil alleine Optimiert und eingestellt. Habe es im Schichtbuch eingetragen und der Nachschicht auch gezeigt und daruaf hingewiesen es weiter zu geben.
    Am nächsten Tag musste ich dann oft geststellen das es dem nicht so war und musste dann wiederum denn Mist aus der Vorschicht ausbaden, meistens Stad die Anlage dann oder lief mit sehr regelmäßigen Störungen. Das sollte so nicht sein

  • Guten Morgen QS,

    ich stimme mit Dir überein dass z.B.: Rüststrategien nicht nur im "geheimen Heftchen" stehen sollten.

    Nebenbei: Rüststrategie wäre in meinen Augen ein ein neuer Themenschwerpunkt.

    Es wäre interessant zu wissen , ob es Nutzer gibt die einen kompletten Rüstplan /-Anweisung verwenden, oder ob der Fertigungsauftrag sich auf den
    Standartsatz " Rüsten A270 WW, nach Einstellkarte/Programm" beschränkt.

    Zurück zu den persönlichen Aufzeichnungen.

    Dass diese in gewisser weise auch geheime Aufzeichnungen sind, finde ich nicht als eine schlechte Sache.

    Wenn da z.B.: drin steht, wie der Serviccode einer bestimmten Maschine lautet, welche persönlichen Fehler man bei einem speziellen Vorgang an der Maschine oder sonstwo gemacht hat, wann man den Chef oder Sicherheitsbeauftragten auf ein Problem hingewiesen hat usw. , so finde ich schon dass das nicht unbedingt ans "schwarze Brett" gehört.

    Letztendlich ist es immer eine persönliche Sache und eine Frage der Einstellung und auch des Betriebsklimas wie Erkenntnisse weitergegeben werden oder auch nicht.

    In dem Zusammenhang darf man auch nicht vergessen, dass möglicherweise Dienstleister in der Anwendungstechnik brotlos würden, wenn alle Ihr Wissen öffentlich machen würden. ????

  • Wenn Ihr mich fragt finde ich die "Geheimen Heftchen" absolut besch...n. Erfahrungen soll und muss man weitergeben. Alles andere ist blockieren von Wissen und ein Grund zur Abmahnung. Harte Worte aber aus meiner Sicht sinvoll.
    Ich persönlich schreibe meine Erfahrungen in den Abmusterungsbericht undgebe Sie auch mündlich weiter.
    Bis dann...

  • Hallo Polymann,

    Aus der Praxis -- für die Praxis !!!

    Daten mit Ami-Pro geschrieben und auf 5 1/4 Zoll Diskette abgespeichert.

    --> Keiner kennt heute mehr Ami-Pro
    --> 5 1/4 " Laufwerke sind auch nicht gerade gängig.

    Wie das mit deinen Speichermedien in 10 Jahren aussieht weiß ich auch nicht.

    Meine A6- Heftchen kann ich nach 40 Jahren immer noch problemlos , jetzt zwar mit Brille, lesen. Natürlich steht auch eine Menge Schrott in den Heftchen. Ich glaube kaum, dass ich heute nochmal etwas brauche, das im Zusammenhang mit der C4b steht.

  • Hallo opa,

    Nein, nein, versteht mich bitte nicht falsch. Ich meine so simple Dinge, wie Zylindertemperaturführung, Einspritzgeschwindigkeiten/Einspritzwege, Drücke usw.
    von komplizierteren Werkzeugen oder von Wz., die seltener Eingebaut werden.
    Sprich Dinge, die einem Kollegen der das Wz. nicht kennt seine Arbeit erleichtern würde!!
    Diese Dinge sollten öffentlich gehändelt werde!!!

  • klar qs,

    ich habe Dich schon richtig verstanden. Es ist und bleibt wichtig das diese prozessbezogenen Daten allgemein zugänglich sind.
    Das Heftchen hat aber den großen Vorteil dass ich an Ort und Stelle eine kurze Notiz machen kann, (ich habe noch niemanden in der Spritzerei rumlaufen sehen, der sich nen Laptop um den Bauch gebunden hatte) die ich dann, wenn ich wieder vor dem Bildschirm sitze und etwas Ruhe habe, in einer allgemein verständlichen Form an der richtigen Stelle dokumentiere. Das Heftchen sollte eigentlich zu 75 % eine reine Gedankenstütze sein. Die restl. 25% sind nach meiner Meinung und dabei bleibe ich fest, eine reine private, wenn Du willst geheime Angelegenheit.

    Aus den unterschiedlichen Reaktionen auf dieses Thema möchte ich mit einem anderen Hinweis noch eingehen.
    Der Ausdruck "geheime Aufzeichnungen" mißfällt mir eigentlich.

    Bei mir wusste jeder im Betrieb, dass ich so ein Heftchen führe, das war nichts Geheimes.
    Im Gegenteil bei der mindestens einmal im Monat fälligen Besprechung mit den Mitarbeitern ( Einsteller, Vorarbeiter, QS ) wurden diese Notizen auf den Tisch gelegt und abgearbeitet.
    Und wenn z.B. der Servicecode für eine bestimmte Maschine gebraucht wurde, dann kam der Mann zu mir und wir haben zusammen das Problem erledigt.

    Ich will damit sagen, dadurch dass jeder wusste, dass ich so ein Heftchen habe, kam er von alleine auf mich zu, wenn er ein Problem hatte, das er gerade nicht auf die Reihe brachte und sprach mich an , ob und wie wir das evtl. in der Vergangenheit schon mal gelöst hatten.

  • Hallo opa,

    so wie du es beschreibst, ist es ja auch völlig i.O.
    Ich kenne jedoch auch Fälle, wo der Mitarbeiter Dinge, wie ich sie in meinem vorherigen Beitrag genennt habe, nicht preisgeben und unter Verschluss halten!!

    Andererseits, wer sich die Mühe macht und so ein Büchlein führt, muss natürlich auch nicht die "Sprudelnde Infoquelle" für alle sein, vor allem nicht für die, die sich diese Arbeit nicht machen, weil sie ja wissen, wo sie Infos erhalten!!!

  • Hallo,

    habt ihr da auch schon Formblätter?
    Ich denke an eine Tabelle wie man sie bei der Prüfung ausfüllen soll.
    In der Kopfzeile Artikelname WKZ NR. etc.

    und dann die evtl berechnungen die man macht und danach eine Tabelle.

    Zum Schluss sollten dann auch noch Platz für Bemerkungen sein.
    Diese könnte dann auch noch auf die Rückseite ausgeweitet werden.

    Gruß Micha

  • Quote

    Original von qs
    Andererseits, wer sich die Mühe macht und so ein Büchlein führt, muss natürlich auch nicht die "Sprudelnde Infoquelle" für alle sein, vor allem nicht für die, die sich diese Arbeit nicht machen, weil sie ja wissen, wo sie Infos erhalten!!!

    Das sehe ich genauso, was in meinem Büchlein drin steht kann jeder bei Bedarf einsehen bzw. ich sage es ihm. Es dient in erster Linie mir persönlich. Ich gebe mein Wissen und das was ich so aufschreinbe gerne weiter. Nur wenn die Mitarbeiter meinen sie müssten es sich nicht merken bzw. es sich nicht aufschreiben, dann kann ich denen auch nicht mehr helfen. 1, 2 mal sage ich es ihnen dann noch und dann ist schluß. Manche Mitarbeiter meinen auch ihren Kopf nicht benutzen zu müssen und fragen alles nach, selbst banale Dinge.

  • muss auch zu dem thema sagen ist eigentlich so ähnlich wie beim zauberer hatte mal ein eigenes datenblatt entworfen es waren einfach wichte dinge wie einspritzgeschw. temperaturen... und zum schluss noch eine kurze angabe des grundes warum man was geändert hat wurde aber von den meisten nicht angenommen auch von solchen die solche hilfe nötig hätten
    seitdem habe auch ich mein eigenes schlaues buch und von den komplizierteren teilen disketten und speicherikarten von spritz und handling daten
    muss auch dazu sagen habe absolut kein schlechtes gewissen gegenüber den anderen - weils bei uns schon jeder so macht :grinning_squinting_face:

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